Was die SPD machen "will" und was sie wirklich macht, ist oft das genaue Gegenteil.
DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Gute Einordnung dazu hier: https://www.geldfuerdiewelt.de/p/deutschland-korb-peinlich-spd
TLDR: die regierende SPD BITTET den Einzelhandel um freiwilliges Angebot eines „Deutschlandkorbes“.
Also dümmer geht’s echt nicht mehr. Ihr seid am regieren, SPD. Ihr könnt gerne auch mal ein paar Gesetze erlassen. Das muss nicht immer nur die CxU machen.
Ein Deutschlandkorb ist sowieso eine dumme Idee. Also will die SPD festlegen was zu essen ist und alle die was anderes essen wollen dürfen das querfinanzieren? Nein danke, ich will nicht die Salami günstig halten indem ich teuren humus kaufen muss.
Dieser soll demnach günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel aus allen wichtigen Warengruppen enthalten, die in Deutschland hergestellt werden.
Wie kommst du darauf, dass da Humus nicht dazu zählt? Und nein, die SPD schreibt ja gerade nicht vor was in den Korb soll, sondern fordert von den Märkten so einen Korb selber zusammen zu stellen.

Habe Humus als Beispiel genommen, weil er wohl kaum als weitverbreites Grundnahrungsmittel in Deutschland gilt. Ist nur ein Beispiel, aber das Prinzip sollte doch klar sein. Für die günstigen "Grundnahrungsmittel" müssen andere Dinge teurer werden, also jeder der nicht diesen Deutschland-Korb kauft darf den Rest mitbezahlen. Wie wäre es wenn jeder einfach die Kosten für seinen Verbrauch trägt?
Wie wäre es wenn jeder einfach die Kosten für seinen Verbrauch trägt?
Hast du den Artikel gelesen? Die Preissteigerungen beim Essen sind für einige untragbar geworden. Mach nen besseren Vorschlag.
"Die Lebensmittelpreise seien in Deutschland seit 2020 um rund ein Drittel gestiegen."
Der Mindestlohn ist seit 2020 um knapp 50% gestiegen. Das Reallohn-Niveau ist ungefähr auf dem Level von 2020, vielleicht etwas höher. Ich sehe das Problem nicht ganz ehrlich gesagt.
Und wenn es ein Problem gibt, dann muss eben das Budget der Leute erhöht werden, so dass sie ihr essen normal kaufen können. Alles andere ist doch unnötig kompliziert, bürokratisch und unfair.
Das Reallohn-Niveau ist ungefähr auf dem Level von 2020, vielleicht etwas höher.
Dafür brauch ich ne Quelle. Alles was ich dazu finde ist, dass der Reallohnindex sich so entwickelt hat:
- 2020: -1,2%
- 2021: +-0%
- 2022: -4,0%
- 2023: +0,1%
- 2024: +3.1%
Da Änderung für 2025 müsste also mindestens +2,1% sein. Die finde ich aber nirgends.
Außerdem sagt das ganz ja auch nichts darüber wie sich die Verteilung dieser Änderungen gestaltet. Mein guess wäre, dass sich die Lohnschere weiter öffnet und sich die Steigerungen eher im oberen Segment finden während das untere Segment stagniert oder sogar sinkt.
Also, mehr Mindestlohn? Kommen wir da nicht in die Böse Lohn-Preis-Spirale?
Oder Gewerkschaften stärken. Dann arbeitet immerhin nicht bald die Hälfte der Bevölkerung für den Mindestlohn, egal welche Bildung man hat.
Die Gewerkschaften haben garnicht mehr die Basis um in neuen Bereichen Tarifverträge auszuhandeln. Dafür müssten sie erstmal nen großen Teil der betreffenden Arbeiter vertreten.
Ich bin total für starke gewerkschaften damit sich das wieder ändert, das ist aber ne länger dauernden Sache. Das hilft morgen niemandem
Klar, das wird ne Weile dauern. Aber mit starken Gewerkschaften muss wenigstens der Staat nicht alle paar Jahre überleben was er noch flicken kann und die Lohnfindung bzw. Erhöhung läuft "eigenständiger".
Und wie bereits erwähnt, Menschen mit Mindestlohn sollten auch bei den höheren Preisen mehr Geld in der Tasche halben als 2020. Bürgergeld / Grundsicherung ist seit 2020 auch um 30% gestiegen. Reallohn ist ebenfalls mindestens auf dem Niveau von 2020. Wo ist das akute Problem?
Reallohn ist ebenfalls mindestens auf dem Niveau von 2020
Dafür hab ich nen eigenen Kommentarstrang aufgemacht, dafür find ich keine Quelle. Nach 2024 lag er auf jeden fall noch unter dem Niveau von 2020. Mit der Entwicklung des Durchschnitts für die Entwicklung des untersten Segments zu argumentieren ist aber eh Quatsch.
Bürgergeld / Grundsicherung ist seit 2020 auch um 30% gestiegen.
Ja, aber: da steht noch ne zweite Nullrunde an, während die Lebensmittelpreise weiter klettern. Es macht also nur Sinn sich da jetzt schon Gedanken zu machen weil die Leute ja eben genau da schon hart an der Grenze sind und es sich teil eben schon nicht mehr leisten können.
Klar, das wird ne Weile dauern.
Wir haben aber nicht ne weile Zeit. Die Leute leiden da ja jetzt drunter.
Einige Lebensmittelpreise sind doch zuletzt sogar gesunken.
Für mich klingt das alles eher nach billigen Wahlkampf der spd
Guck mal, wenn man lange genug bohrt kommt tatsächlich mal was sinnvolles bei raus.
Ist denn schon wieder Wahlkampf?
Dank der Sonntagsfrage ist immer Wahlkampf
Außer in Bayern. König Söder weiß, gegen ihn wir niemand sich erheben.
Ah, also Cum Ex endlich auflösen, abstrafen, genauso wie Maskenspahn, wohlhabende zur Verantwortung ziehen, Subventionen in unnachhaltige Industrien wie Fleischwirtschaft oder Fossile Energien einstellen, um nachhaltigen Anbau und Nahrungsproduktion zu fördern? Guter Plan!
Was? Ein auf freiwilliger Basis aufbauender "Deutschlandkorb". Hmh... Zettel Papier – Dies ist wertlos Michmich einfügen.
Nicht das die SPD von so vielen Lebensmitteln noch Bauchschmerzen bekommt oder das ganze am Ende doch zu komplex ist?
Joa ihr seid an der Regierung. Kann hier nur den Friedrich zitieren:
Ich bin mit dem, was wir bis jetzt geschafft haben, nicht zufrieden. Das muss mehr werden.
- Friedrich Merz
Die SPD will mit einem Aktionsplan auf die ~~gestiegenen Lebensmittelpreise~~ gefallenen Umfragewerte reagieren
Zitat aus der Zeit vor zwei Wochen:
Der SPD drohen im Superwahljahr 2026 schlimme Verluste, die Spitze gilt als angezählt. Eine Lösung könnte sein, den Reformmotor anzuwerfen.
Warum sonst sollten sie uns das Blaue vom Himmel* versprechen?
*Mit dieser Formulierung ist ausdrücklich nicht Willy Brandt gemeint, er hat damals tatsächlich was in Bewegung gesetzt in Sachen Immissionsschutz. Heutzutage ist unser Himmel an der Ruhr wie von ihm gefordert wieder blau (auch wenn da aktuell das Tief Gunda alles verdunkelt).
Der blaue Himmel im Ruhrgebit ist aber auch dem geschuldet, dass man zur Profitmaximierung die Industrie dort eingestampft und nach China verlegt hat, weil dort die Produktion billiger ist.
Es ist auch schon sehr privilegiert, sich bei all den Verdiensten von Willy Brandt nur an den Immissionsschutz zu erinnern. Er (und sein Nachfolger Helmut Schmidt) sind nämlich für praktisch Alles verantwortlich, was es an Gesetzen zum Schutz von Arbeitern vor Ausbeutung so gibt, obwohl die Nachfolgeregierungen (Inklusive Rot-Grün und Ampel) da schon Viel davon wieder eingestampft haben.
Sinkende Preise sind Gift für eine Volkswirtschaft. Das einzige was hilft sind steigende Löhne bei Stagnation für die Reichen und Kapitalerträge. Eigentlich ein SPD Heimspiel aber das weiß die Partei wohl selbst nicht mehr.
Wer hat uns verraten?
Fick die Volkswirtschaft, die dient eh nur noch dazu, dass die 1% immer reicher werden.
Solange die Preise genau einmal sinken und es sich nicht um Investitionen sondern Verbrauchsgegenstände geht ist der Effekt für die Wirtschaft nicht wirklich riesig. Niemand denkt sich "ich halte mein Geld zusammen, damit ich in zwei Jahren mehr Brot kaufen kann".
Ich wäre aber voll dabei mal eine Preis-Lohn-Spirale zu starten und gleichzeitig eine Lohnsteigerungsbremse ab dem 80% Einkommens-Perzentil einzuführen.
Der Wahlkampf für das "Superwahljahr" ist ja schon voll im Gange
Witzig, genau dazu ist mir gestern dies hier eingefallen. Natürlich haben wir jetzt noch keine dramatische Situation, und die Realität ist natürlich immer ein wenig komplexer, aber letztlich ist die einfachste Erklärung die: Weltweit sinkendes Angebot, gleich bleibende Nachfrage, steigende Preise.
Die Preise für Lebensmittel steigen MMN nicht sondern die Inflation lässt es so aussehen.
Die Produktionsmethoden für Lebensmittel haben sich seit 1970 (in der westlichen Welt) kaum verändert. Es macht also keinen Sinn, dass diese teurer werden. Stattdessen sollte man davon ausgehen, dass deren "reale Kosten" (Materialeinsatz, Arbeitskosten) konstant geblieben sind. Daran sollte man die Inflation bemessen.
Dagegen sind bei allen High-Tech Produkten die Produktionsmethoden seit den 1970ern deutlich effizienter geworden sodass diese "real" in den Kosten gesunken sind. Wenn du nun alle Produkte (Lebensmittel + High-Tech) in einen Korb wirfst um daraus die Inflation zu errechnen, dann ist der Wert niedriger als der für nur die Lebensmittel alleine. Daher sieht es so aus, dass "Lebensmittelpreise über der Inflation steigen". Dabei ist die Inflation einfach zu niedrig bemessen MMN.
Die Produktionsmethoden für Lebensmittel haben sich seit 1970 (in der westlichen Welt) kaum verändert.
Da unterschätzt du die Lebensmittelindustrie aber deutlich. Was die an Automatisierung auffahren kann, ist nämlich enorm beeindruckend und definitiv nicht auf dem Level der 70er
ok dann müssten die Lebensmittel real betrachtet sogar günstiger geworden sein?
Sind sie ja auch - es gibt ja diese Daten, wie lange man z.B. für 1kg Fleisch oder 1kg Zucker arbeiten muss. Und wenn du dir die anschaust, dann haben Leute früher deutlich, deutlich länger dafür arbeiten müssen.
ok was sagst du dann zur Überschrift dieses Posts?
Wir reden hier halt über verschiedene Dinge - Lebensmittel können auf lange Sicht hin günstiger geworden sein, aber es gab halt trotzdem die letzten Jahre eine starke Preiserhöhung. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Lebensmittelindustrie weiterhin auf dem Niveau der 70er Jahre produziert wie von dir behauptet.
ok. Würdest du sagen, die verbeserung in der Herstellungsmethodik betrifft vor allem hoch verarbeitete Lebensmittel, oder betrifft das auch Grundprodukte?
Klar - schau dir einfach mal eine Doku deiner Wahl über moderne Traktoren an. Die fahren dann GPS-gesteuert über die Äcker und sähen dann computergesteuert genau die passende Menge gentechnisch verbessertes Saatgut aus oder spritzen eine genau dosierte Menge an Pestiziden. Die Landwirte überwachen dann Werte wie Bodenfeuchtigkeit per Satellit oder per über Mobilfunk funkender Messtechnik. Bessere Wetterberichte helfen beim Planen des Erntezeitraums und so weiter. Oder der Landwirt setzt direkt Drohnen ein.