this post was submitted on 28 Aug 2026
130 points (99.2% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5570 readers
476 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
top 26 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] HumbleExaggeration@feddit.org 35 points 1 week ago (1 children)

Endlich. Bitte bekommt das endlich hin.

[–] kyub@discuss.tchncs.de 25 points 1 week ago* (last edited 1 week ago) (1 children)

Wenn ausgerechnet Deutschland das 100 Jahre nach der NSDAP nicht hinbekommen sollte, die AfD entweder zu verbieten oder richtig hart in die Schranken zu verweisen so dass sie nichts von ihrer menschenverachtenden Politik umgesetzt bekommen, dann wäre das ein absoluter Fiebertraum und Totalkatastrophe für dieses Land.

Ich mag das moderne Deutschland, aber wenn nochmals Faschisten an die Regierung kommen (also noch weiter rechts von der CDU meine ich jetzt), dann ist das Land schon wieder dem Untergang geweiht.

Und es würde deutlich machen, dass unsere Grundgesetze und Verfassung das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie stehen.

[–] Matombo@feddit.org 5 points 1 week ago

so dass sie nichts von ihrer menschenverachtenden Politik umgesetzt bekommen

dafür ist es schon zu spät das hat die union schon in teilen gemacht

[–] Ephera@lemmy.ml 31 points 1 week ago (1 children)

Finde auch echt wild, dass Legislative bzw. Exekutive den Antrag stellen müssen. Warum kann nicht eine gefährdete Menschengruppe den Antrag stellen?

Also klar, am Ende nützt eine Judikativentscheidung wenig, wenn die Exekutive dann den Schwanz einzieht. Aber dieses ewige Aufschieben des Entscheidungsprozesses nützt auch einfach niemandem.

[–] Melchior@feddit.org 11 points 1 week ago (2 children)

Dann würden die Familienunternehmer jetzt schon einen Verbotsantrag gegen die Linke gestellt haben. Wenn dann noch das Verfassungsgericht schlecht ist, dann wird so etwas verboten. Es gab gerade am Anfang der BRD waren auch einige sehr fragwürdige Gestalten Richter beim Verfassungsgericht. Also wurde bewusst eine entsprechende Hürde dafür eingebaut.

Allerdings wurde halt auch drei Organisationen der Antrag erlaubt, damit der im Notfall kommt. Nur hat leider das Verfassungsgericht bei der NPD die Latte für ein Verbot sehr hoch gelegt.

[–] kossa@feddit.org 9 points 1 week ago (1 children)

Nur hat leider das Verfassungsgericht bei der NPD die Latte für ein Verbot sehr hoch gelegt.

Naja, die (zusätzlichen) Latten, die das BVerfG am Beispiel NPD gelegt hat, nimmt die AfD ja easy. Die Latten sind

  • Die Ziele der Partei dürfen nicht von V-Leuten definiert worden sein
  • Die Partei muss nennenswerten Einfluss haben, diese Ziele auch umsetzen zu können

Gut, bei den V-Leuten weiß man es nicht so genau, aber ich glaube kaum, dass die AfD nur aus V-Leuten besteht.

[–] muelltonne@feddit.org 6 points 1 week ago

Gut, bei den V-Leuten weiß man es nicht so genau, aber ich glaube kaum, dass die AfD nur aus V-Leuten besteht.

Und sollte bei einem entsprechenden Verfahren genau das herauskommen, ist das auch eine sehr wichtige Erkenntnis

[–] SaharaMaleikuhm@feddit.org 7 points 1 week ago

Sollen sie halt machen. Kann mir nicht vorstellen, dass man die aktuelle Linkspartei auch nur ansatzweise verbieten würde.

[–] Cliff@feddit.org 18 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Ach ja. Wären die beiden nur mal Bestandteil eines Verfassungsorgan gewesen, welches ein solches Verfahren einleiten kann. Wie eine Bundesregierung zum Beispiel. Vielleicht liefe dann so ein Prüfverfahren bereits.

Oh wait...

[–] Ooops@feddit.org 14 points 1 week ago

"Wie umgehen mit den gesichert rechtsextremen Teilen der AfD" a.k.a. mit der AfD.

[–] D_a_X@feddit.org 14 points 1 week ago

Siehe auch die Meldung vom Spiegel

[–] D_a_X@feddit.org 14 points 1 week ago
[–] Samsy@lemmy.ml 3 points 1 week ago (1 children)

Toll aber kommt das für Sachsen-Anhalt nicht zu spät?

[–] Quittenbrot@feddit.org 6 points 1 week ago (1 children)

Definitiv. Aber es wäre besser als nix

[–] Juviz@lemmy.zip 3 points 1 week ago (1 children)

Ist ja trotzdem wirksam dann, oder?

[–] Quittenbrot@feddit.org 1 points 1 week ago (2 children)

Gute Frage. Die Partei wäre auf allen Ebenen weg. Bei einer amtierenden, vereidigten AfD-Regierung weiß ich aber gar nicht, was dann passiert. Oder mit den gewählten Abgeordneten. Ob die dann nur ihre Parteizugehörigkeit verlieren, aber im jeweiligen Parlament bleiben. Idealerweise müsste eine Auflösung des Parlaments mit Neuwahl her, damit die rausfliegen, aber wie da die Handhabe wäre, weiß ich nicht. Helfen tut es jedenfalls nicht, dass man immer länger damit wartet und dadurch die AfD immer größeres Abstimmgewicht in den Parlamenten bekommt.

[–] Juviz@lemmy.zip 6 points 1 week ago

Hab’s jetzt nachgelesen, im Bundestag fliegen sie raus und es gibt dann neue Mehrheiten aber keine Neuwahl. Bei uns in MV würden die Sitze neu verteilt, und Sachsen wird der Landtag einfach kleiner

[–] Melchior@feddit.org 4 points 1 week ago (3 children)

Alle Abgeordneten vom Dorfrat bis zum Bundestag die zwischen Antrag und Verbot Mitglieder der dann verbotenen Partei waren verlieren ihren Sitz. Falls die AfD in z.B. Sachsen Anhalt die Regierung stellt, dann kann diese ohne Probleme vom Landtag neu gewählt werden. Bei jetzigen Umfragen wäre dass dann eine CDU Regierung.

Allerdings hat Rot-Rot-Grün dann im Bundestag auch eine Mehrheit. Ich mag Klingbeil nicht sonderlich, aber ich kann mir vorstellen, dass er dann einfach Merz stürzen würde.

[–] kossa@feddit.org 5 points 1 week ago

Die SPD würde aber eh bei der großen Koalition bleiben. Die sind dumm, die machen das.

[–] zaphod@sopuli.xyz 3 points 1 week ago (1 children)

Ich bin mir nicht sicher ob Linke und Grüne Klingbeil als Kanzler in einem konstruktiven Misstrauensvotum unterstützen würden. Mal abgesehen davon würde das Verbotsverfahren wahrscheinlich etwas Zeit in Anspruch nehmen, eventuell reden wir also darüber, ob die AfD bei der nächsten Bundestagswahl dabei sein wird. Ich hoffe die SPD stellt Klingbeil nicht als Kanzlerkandidat auf.

[–] Melchior@feddit.org 3 points 1 week ago

Die Sache ist eher das Merz nicht will, dass die SPD die Möglichkeit hat ihn rauszuwerfen. Damit wird die Bundesregierung und auch der Bundestag den Antrag nicht stellen. Auch im Bundesrat wird es schwierig, da die CDU da wenigstens teilweise mit machen muss.

[–] plyth@feddit.org 1 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

aber ich kann mir vorstellen, dass er dann einfach Merz stürzen würde.

Wesswegen das Verfahren nicht kommen wird. Die CDU wird nicht zustimmen.

[–] Majoran@feddit.org 0 points 1 week ago (1 children)

Mal schauen. Sicher bin ich in keinster Weise gegen das Verbot, nur wenn dann eben fast ein Drittel der Bevölkerung sich ihrer Stimme beraubt sehen, und eben dieses Drittel auch potenziell das militanteste und gewaltbereiteste in Deutschland ist, wird der Kuchen damit erstmal noch nicht gegessen sein.

[–] HieroProtagonist@feddit.org 7 points 1 week ago (1 children)

Ich zitiere mich mal selbst und behaupte:

Gegen DIESE Demokraten helfen nur Soldaten!

Kurz: Partei verbieten, wenn es zu Aufständen kommt diesen niederkämpfen und den Rest anklagen und zu langjährigen Haftstrafen verknacken.

[–] kossa@feddit.org 1 points 1 week ago (1 children)

Was aber, wenn die Soldaten und Polizisten zu überproportional großen Anteilen selbst Teil dieser Antidemokraten sind? 🤔

[–] HieroProtagonist@feddit.org 6 points 1 week ago

Unwahrscheinlich wenn ich von meinen familiären und professionellen Erfahrungen mit dieser Klientel ausgehe. Ja, der "Einzelfall" ist mittlerweile zum Meme geworden, ich würde aber meine Eier dafür ins Feuer halten, dass die überwiegende Mehrheit der Exekutive auf dem Boden des Grundgesetzes steht.