Alte Gesellschaft, Hochsitz, Angst im Straßenraum, Panzergefühl beim Fahren..
Ah, the good old story about Boris Johnson intervening a peace deal that was more or less ready to be signed..
Sorry, that's bullcrap. Has been in 2022, when that story was first floated through the various pro-Russian info vectors, and still is today. The main thing ending the negotiations was the emergence of the Bucha massacre. Also, Russia was at no point ready to withdraw from Ukraine, a condition that Zelenskyy has made clear again and again for years as a baseline for Ukrainian approval of a deal.
Neither they nor probably russians want to die.
The Russians don't have to die. All they need to do for that is to fuck off out of Ukraine and live a healthy, happy life at home.
As for the Ukrainians: I don't recall anyone from safe Europe forcing Zelenskyy at gunpoint to make his people fight. They want to defend their motherland, they want our help.
Ich würde es sogar fast ausschließlich den USA anlasten.
Das glaube ich gerne! Darum spreche ich ja auch vom ausgetrampelten Diskurs-Pfad, auf dem in bestimmten Sphären jeder mitlaufen und sich wohlfühlen kann.
Manche Leute denken, es sei schon elaborierte "Gegenbewegung" genug, wenn man statt unreflektiert die eigene Seite tollzufinden einfach unreflektiert die andere Seite tollfindet. Einfach die Vorzeichen auszutauschen, macht aus einem keinen "kritischen Denker"..
Die Situation heute in der Ukraine ist ebenso Ergebnis amerikanischer Außenpolitik
Tja. Ich denke, sie ist Ergebnis des russischen Angriffs, basiert auf ureigenem russischen Imperialismus und ist die Verantwortung des heutigen Russlands.
Russland ist aber auch keine Bedrohung für dich.
Die russische Propaganda hat erst letzte Woche angefangen, die Idee einer "Volksrepublik Narva" auf estnischem Gebiet zu propagieren. Analog zu den Erzählungen der "Volksrepubliken" in der Ukraine. Kann man als Auftakt dessen sehen, dass da ein Angriff vorbereitet werden soll. Ein Angriff auf estnisches Gebiet ist ein Angriff auf die gesamte EU und damit, selbst außerhalb der NATO-Strukturen, ein Angriff auf Deutschland. Das bedeutet: du (?) und ich wären unmittelbar betroffen.
Das auch andere kleine Atommächte wie Russland, Pakistan oder Israel
Die "kleine" Atom- und Vetomacht Russland hat die größte Zahl Atomsprengköpfe weltweit. Das sollte man nicht herunterspielen.
Dass du die Linkspartei dazu zählst ist zwar ziemlich dumm
Tue ich nicht. Die meinte ich bei "Parteien jenseits des Schmuddelspektrums".
Die Leute bei denen wir uns einig sind, machen vermutlich unter <0,1% der Leserschaft von Jacobin aus. Es gibt überhaupt keinen Grund irgendwen davon zu überzeugen, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine in jeglicher Hinsicht falsch ist.
Der "Jacobin" soll niemanden überzeugen, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine falsch ist, sondern Russlands Rolle in der Frage, warum Atomwaffen heute wieder so populär sind, angemessen berücksichtigen.
Was bringt es deiner Meinung nach, Russland zu kritisieren?
Wenn man darüber reden möchte, dass wir heute in einer Welt leben, in der überall so laut wie Ewigkeiten nicht mehr über eigene Atomwaffen nachgedacht wird, dann kommt man nicht daran vorbei, auch über die Rolle russischer Aggression dabei zu reden. Jedenfalls, wenn es mehr sein soll als der o.g. immergleiche Wohlfühldiskurs des dezidierten Antiamerikanismus in tagesaktuellen Schläuchen. Sorry, wenn ich das mal so drastisch sage. Wer die Suche nach den Grundlagen zu dieser Entwicklung erst bei der amerikanischen Aggression beginnt, nicht jedoch bei der russischen, der blendet einen nicht unerheblichen Teil dieser Grundlagen aus, gerade bezüglich der europäischen Entwicklungen. Und muss sich folglich fragen lassen, warum.
Ändert sich etwas dadurch, dass wir kollektiv den Angriff Russlands auf die Ukraine verurteilen (was ja passiert, jedenfalls unter allen halbwegs normalen Leuten). Im Gegensatz zum amerikanischen Imperialismus gibt es bei Russland keinen echten Dissenz.
Sicher? Beinahe ein Drittel der Leute hierzulande sympathisieren mit Parteien des politischen Randes, die offen mit Russland kuscheln. In bestimmten Teilen Deutschlands sind die sogar stärkste Kraft. Mal ganz davon ab, dass es auch in Parteien jenseits des Schmuddelspektrums bis heute eine gewisse (geerbte?) Grundsympathie Russland gegenüber gibt, die zu gewissen Beißhemmungen führt. Eine wirklich monolithische Haltung in Deutschland zur Aggression Russlands gibt es jedenfalls nicht. Gibt es die überhaupt zu irgendeinem Thema? Die amerikanischen Aggressionen gegen den Iran finden hier ja auch nicht alle unreflektiert super, selbst wenn sie das iranische Regime ablehnen. Trump verfängt damit ja anscheinend nicht mal bei den eigenen Wählern..
Aber wie gesagt: mein Hauptpunkt ist eigentlich, dass man über das Problem der "Popularisierung von Atomwaffen" nicht wirklich glaubhaft diskutieren kann, wenn man die Rolle der russischen Aggression darin lediglich auf einen neutral formulierten Halbsatz runterreduziert. Das wirkt halt nach blindem Fleck bzw. Nicht-Hinsehen-Wollen.
Naja.. wären es die Grünen gewesen, würde es jetzt massive Kritik von Unionspolitikern und dem Boulevard geben.
So jedoch... ;)
Ganz im Gegensatz zu Russland, das bereits bei der Ukraine an seine militärische Leistungsfähigkeit kommt.
So könnte man es formulieren.
Oder eben: die Atommacht Russland führt seit über 4 Jahren mitten in Europa den größten und blutigsten Angriffskrieg seit dem 2. Weltkrieg. Mit der gleichen Entschlossenheit wie an Tag 1 und aus rein imperialistischen Beweggründen und zur Expansion ihres Staatsgebietes. Und eben gegen ein Land, das seine Atomwaffen gegen Sicherheitsgarantien aufgegeben hat. Mal ganz unabhängig davon, dass diese "Wiederherstellung des eigenen Reichs" auch weitere europäische Staaten und damit auch uns direkt betreffen wird, ist insbesondere der letzte Punkt eigentlich derjenige, der - zusammen mit der schalen Reaktion der Amerikaner - dazu geführt hat, dass nur eigene Nuklearwaffen der ultimative Schutz vor den Angriffen immer entfesselter agierender Nuklearmächte sind.
So hätte natürlich auch der "Jacobin" argumentieren können, statt so zu tun, als ob das Problem erst mit dem Überfall der Amerikaner auf den Iran - und nicht schon mit dem Überfall der Russen auf die Ukraine - begonnen hätte. Doch während auch dieser Artikel ausgiebig den ausgetrampelten Pfad "linker" Kritik am amerikanischen Imperialismus beschreitet, kommt der russische Imperialismus in nur einem Halbsatz vor.
Dabei ist es aber heuchlerisch, so zu tun, als wäre die besorgt beschriebene Entwicklung in Europa (Macrons Rede zum Ausbau des Atomarsenals, Polens Ambitionen,..) das Resultat der Aggressivität der Atommacht Amerika, ohne den Faktor der Aggressivität der Atommacht Russland zu benennen. Es bleibt schön kuschelig, mit für die geneigte Leserschaft leicht verdaulichen Weltbildern. Mir ist das zu simpel.
Das stimmt. Aber im Gegensatz zu damals sind jetzt die Amerikaner verantwortlich und Kritik an denen fällt .. ich sag mal vorsichtig 'Fans des traditionellen Block-Weltbildes' seit jeher am leichtesten.
European warship showing up there will have any effect except being sunk.
Bingo! The US Navy is more than capable enough to carry out this operation on its own.
But it will lead to fatalities and vessels being lost. That's what Trump fears, so why not risk the lives and ships of the other nations instead?
Ist die Max Bögl Firma Großspender bei der CDU?
CSU, aber ansonsten ja, genau so wird's sein. Das Teil wird momentan abartig gepusht, da steckt 100pro schwarzer Filz hinter.
Emotionen sind leider wichtiger als Fakten.
Fehlübersetzung würde ich es nicht nennen, da Bela-Rus (belaja rus) ja auch nichts anderes heißt als "Weiß-Rus" bzw "weiße Rus".
Im Mittelalter hieß es lateinisch "Alba Russia". Rus als Bezeichnung für Gebiete dort hat sich bei uns weiter entwickelt zu Worten wie "Russland" oder "Ruthenien". So hieß das Gebiet zur Nazi-Zeit ganz explizit Weißruthenien. Der Name ist heute also verbrannt.
Heute ist es wohl primär ein Politikum, ob man 'Belarus' sagt und damit die Eigenständigkeit des Volkes betont, während 'Weißrussland' eine Abhängigkeit von Russland suggeriert.