Das wirklich irritierende ist ja, dass alle Beteiligten hier staatlich sind und der ganze Ärger einfach nur ein Verschiebebahnhof ist: Das Netz gehört dem Staat, die DB gehört dem Staat, das Verkehrsministerium erst Recht. Und dann wird mit viel Aufwand und viel Beteiligten viel Geld über irgendwelche Töpfe verschoben, statt einfach eine einzige, staatliche Eisenbahn zu betreiben, die Züge da fahren lässt, wo sie gebraucht werden.
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Ja, aber hast du es noch nicht gehört? Alles funktioniert besser wenn man es einem "Markt" aussetzt
Das hier ist simple Sabotage. Die CDU, FDP und AfD wollen die Bahn privatisiert sehen und den Laden verkaufen. Das wird politisch weniger schädlich wenn die Bahn als Milliardengrab für den Steuerzahler gesehen wird. Die Strategie nennt man im englischen Sprachraum "starve the beast" und ist die Strategie, mit der Thatcher ihr vereinigtes Königreich vor die Wand gefahren hat.
Dann kommt die übliche Leier von "die Wirtschaft wird es hinbekommen, das profitabel zu betreiben", mit dem D-Ticket gibt es jetzt auch einen ordentlichen inoffiziellen Subventionskanal für die prospektiven Käufer der Bahn (und es ist trotzdem gut im Konzept).
Man kann so auch eine Abschätzung machen ob Fr. Palla einen Plan hatte, der tatsächlich hätte funktionieren können.
Aber das wäre ja gegen das neoliberale EU-Wettbewerbsrecht... (und wo kämen wir denn da hin mit einer funktionierenden Bahn?! Gehts unseren armen Autoherstellern nicht schon schlecht genug?!)
Industrie: wir brauchen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen von der Regierung.
Regierung:
Jetzt wird auch klar, warum eine Frau Bahncheffin werden durfte. Wenn die Kündigungen, Preiserhöhungen und Verbindungsstreichungen durch sind, kann sicher auch wieder ein Mann das kriselnde Unternehmen übernehmen und retten.
Ich denke auch, dass man da sowas vor hat. Die Frau ist ziemlich gut in ihrem Job und zeitgleich gilt sie als nahe an der Basis. Sowas ist eigentlich genau das Gegenteil von dem, was der handelsübliche CSU-Verkehrsminister will und ist.
Sieht tatsächlich sehr nach nem inszenierten Sabotageversuch aus.
Es ist tatsächlich so, dass Firmen in schlechten Zeiten statistisch häufiger Frauen zu Vorständen/Chefs ernennen. Die Idee ist, damit Aufbruchs- und Veränderungswillen zu zeigen ("jetzt machen wir alles anders, jawollja!"). Das führt aber dann gleichzeitig häufiger auch dazu, dass wenns nicht klappt, die Frau an der Spitze tiefer fällt und bestehende mysogyne Meinungen verstärkt werden. Ob das hier so laufen wird, weiß ich nicht, aber ich hoff mal nicht.
Es riecht nach absichtlicher Sabotage des Schienenverkehrs. CDU arbeitet hier mal wieder völlig contra in puncto Verkehrswende, Klimaschutz und sozialer Teilhabe.
Die Automobil-Industrie will ja auch gefördert werden, da hilft es natürlich den Verkehr von der Schiene auf die Straße zu schieben...
Wann werden eigentlich mal die Trassenpreise für Fernstraßen erhöht?
Die Trassenpreise waren in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Das liegt daran, dass der Bund der Bahntochter DB InfraGO für die Sanierung des Schienennetzes zusätzliches Eigenkapitel gegeben hatte. Da die InfraGO auf ihr Eigenkapital einen Gewinn erwirtschaften muss, erhöhte sie Nutzungsgebühren fürs Schienennetz massiv. Die nun gestrichene Förderung sollte diesen Effekt teilweise ausgleichen.
Hääää? Ich verstehs nicht wirklich
Die unsichtbare Hand des Marktes oder so ähnlich, keine Ahnung bin kein CDUler
War da nicht was, dass der Bundestag die Finanzierung jetzt selbst beschließen will?