this post was submitted on 13 Sep 2026
8 points (75.0% liked)

Frag Feddit (Ask Feddit)

789 readers
1 users here now

Ask Feddit

founded 2 years ago
MODERATORS
 

Kunde seit Jahren bei dem Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat mir eine E-Mail geschickt, in der Sie bestätigen, dass ich 7 Euro als ermäßigte Beförderungsentgelt zahlen muss, weil ich ihnen nicht den QR-Code in einer App gezeigt habe, sondern einen eigenständigen QR-Code und eine Rechnung. Auf der Rechnung sind die Art der Abonnement, die Gültigkeitsdauer, mein vollständiger Name, meine Adresse, der Preis des Abonnements sowie meine Kundennummer deutlich zu erkennen.

Das leuchtet mir nicht ein. Überhaupt nicht.

Abgesehen davon, Politiker und die Medien anzusprechen, weiß ich nicht, was ich tun soll. Deshalb frage ich euch: Was tun vernünftige Menschen in einer solchen Situation?

top 17 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] ranslite@pie.dasneuland.de 22 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago) (1 children)

Moin, ich habe mir mal die Beförderungsbedingungen und die FAQs vom RMV angeschaut. Für deinen Fall (Handy ohne Internet) gibt es zwei Möglichkeiten und der ausgedruckte QR-Code ist keiner davon.

Der einfachste Weg wäre, du holst dir ein eTicket, dieses wird auf einer Chipkarte im Kreditkartenformat gespeichert.

Den anderen beschreibt die FAQ:

Nein, bei der Kontrolle brauchen Sie keine Internetverbindung. Ihre Tickets sind in RMVgo gespeichert und unter „Meine Tickets“ abrufbar. Dort sehen Sie die letzten zehn gekauften Tickets – sortiert nach Kaufdatum.

Wichtig: Bei Zeitkarten muss bei jeder Kontrolle das aktuelle Datum sichtbar sein. Öffnen Sie RMVgo daher vor der Fahrt einmal mit Internetverbindung.

Edit: Links eingefügt und Rechtschreibung

[–] paperblue@feddit.org 1 points 3 weeks ago (1 children)

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, danach zu suchen, denn ich hätte diese Informationen nicht gefunden.

Nein, bei der Kontrolle brauchen Sie keine Internetverbindung. Ihre Tickets sind in RMVgo gespeichert und unter „Meine Tickets“ abrufbar. Dort sehen Sie die letzten zehn gekauften Tickets – sortiert nach Kaufdatum.

ist das auch, was der Kontrolleur sieht?

Wichtig: Bei Zeitkarten muss bei jeder Kontrolle das aktuelle Datum sichtbar sein. Öffnen Sie RMVgo daher vor der Fahrt einmal mit Internetverbindung.

Deutschlandticket = Zeitkarte?

Öffnen Sie RMVgo daher vor der Fahrt einmal mit Internetverbindung.

und was mache ich, wenn ich kein mobiles Internet habe?

wie gesagt danke für deine Zeit.

[–] ranslite@pie.dasneuland.de 2 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago)

ist das auch, was der Kontrolleur sieht?

Das weiß ich nicht und ist auch irrelevant.

Deutschlandticket = Zeitkarte?

Ja, alles was zu mehreren Fahrten über einen Zeitraum berechtigt.

und was mache ich, wenn ich kein mobiles Internet habe?

Dann öffnest du die RMVgo App Zuhause bevor du das Haus verlässt.

Hole dir einfach das eTicket und gehe zukünftigen Problemen aus dem Weg. Die 7€ sind gerechtfertigt, da du gegen die Beförderungsbedingungen verstoßen hast.

[–] DmMacniel@feddit.org 13 points 3 weeks ago (1 children)

Mhm eine Frage, wie häufig willst du diese Frage eigentlich noch stellen?

Und vielleicht ist es ne gute Idee das bei Lokalpolitikern und den lokalen Medien anzusprechen, und wie Ranslite schrieb sich mit den Regeln vertraut zu machen, da es scheinbar für Situationen wie deine Lösungen gibt.

[–] paperblue@feddit.org 1 points 3 weeks ago

Mhm eine Frage, wie häufig willst du diese Frage eigentlich noch stellen?

Hinweis: Es handelt sich nicht um dieselbe Frage, sondern um eine Aktualisierung.

Einfach den Post lesen.

[–] teddyt@feddit.org 7 points 3 weeks ago (1 children)

Das hilft Dir nicht mit dieser Instanz, aber vielleicht für nächstes mal.

Ich habe mir immer das Ticket von der Bogestra (Bochum) geholt, weil das eins der wenigen Orte war, wo ich digital ein Ticket kaufen konnte für den laufenden Monat und dafür keine App brauchte. Das Ticket war dann einfach ein QRCode auf einer Website (oder um gebau zu sein ein Aztec Code, kann man aber auch in QR umwandeln lassen und die Geräte scannen es trotzdem). Als vorbereiteter Bürger und Kenner des Deutschen Netzes, habe ich dann natürlich einen Screenshot gemacht, weil ich wusste auf 90% meiner Strecke gibt es kein Internet. Die Kontrolleurin hat den natürlich nicht annehmen wollen weil das ja ne Kopie sein könnte. Hätte es klar, aber allem was auf meinem Handy ist kann nicht vertraut werden. Wenn es in einer App wäre könnte ich es ja auch dort laden, oder ein Backup vom Handy machen und es auf ein anderes Spielen, oder eine Fake App machen... Die Sicherheit liegt nämlich natürlich nicht in der App. Denn die Bahn hat sich das Konzept des Aztec Codes (zum Glück?) nicht alleine überlegt, sondern die UIC (Union International des Chemis de fer). Macht auch Sinn, denn Tickets müssen ja auch in anderen Ländern überprüfbar sein, zB wenn ich mit dem Zug von Berlin nach Amsterdam fahre, und es dort an die Schranken halten muss. Die Daten sind kryptografisch signiert von dem Aussteller des Tickets und das Kontrollgerät kennt alle Public Keys von erlaubten Ausstellern und verifiziert die Signatur. Ich kann also den Namen im QRCode nicht ändern ohne dass die Signatur ungültig wird. Deshalb muss bei jeder Kontrolle auch ein Ausweis vorgezeigt werden, denn im Ticket steht ja nur der Name und nicht ein Beweis dafür, wer die Person ist die das Ticket vorzeigt.

Das ganze wollte die Dame natürlich nicht hören (verständlicherweise) sondern sie wollte, dass sich etwas bewegt um zu zeigen dass es kein Screenshot ist. Aber die Unterhaltung hat mindestens lang genug gebraucht, dass ich kurz wieder Internet hatte und das original Ticket zeigen konnte. Das ganze wurde mir dann aber zu albern, und ich habe mich gefragt warum die Bogestra die Seite nicht einfach ne PWA gemacht hatte, damit es einigermaßen mit dem Deutschen Netz funktioniert. Hab mich also entschieden es DIY zu machen. Source-Code der Seite kopieren, aktuellen QRCode daneben legen, per Termux python -m http.server und dann im Browser auf localhost:8000 gehen. Ticket offline erreichbar und irgendwas bewegt sich und erfüllt das Sicherheitsgefühl der Kontrolleure.

Irgendwann habe ich dann noch ein paar Verbesserungen gemacht, JS so dass ich den aktuellen Monat nicht immer per Hand anpassen muss, es zu einer PWA gemacht und statt einem Balken der hin und her wackelt ein Regio der unten fährt, und dann natürlich anhält um einen ICE vorbeifahren zu lassen bevor er weiter fährt. Das hat super funktioniert, 0 Fragen.

In der Zeit von KI, sollte das selbst für nicht technikaffine Menschen machbar sein. Nur dran denken, den QRCode kann man nicht fälschen und er enthält auch das Datum, also am 1. des Monats Ticket screenshotten und die fake Seite den neuen QRCode nutzen lassen. Es ist albern, dass es funktioniert und dass es notwendig ist das zu tun, aber ich hatte seit dem keine Probleme mehr, auch wenn ich den Gültigkeitsbereich der auf dem Ticket angezeigt wird von Deutschland auf die Milchstraße erweitert habe.

[–] Klingenrenner@feddit.org 2 points 3 weeks ago (1 children)

Allein die Idee mit dem Regio und dem ICE: chefs kiss :D

[–] teddyt@feddit.org 4 points 3 weeks ago

Die Kontrolleurin meinte in Bezug auf mein Screenshot bei den Deutschlandtickets der Region würde da zB ein Regio langfahren. Fand ich natürlich nicht realistisch, hatte am Anfang überlegt jeden dritten Zug ausfallen zu lassen... Aber das schien mir am Ende am lustigsten. Hat auch noch niemand bei einer Kontrolle angemerkt.

Hier noch ein Screenshot

1000148971

[–] hendrik@palaver.p3x.de 5 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago)

Tja, das würde mich auch interessieren. Es scheint ja auch öfter mal vorzukommen, dass diese blöde App nicht richtig funktioniert. Oder sich auslogged oder sonstetwas. So weit ich weiß wollen die dann auch ein erhöhtes Beförderungsentgeld. Und für die Mängel an der App und dem ganzen Prozedere, schieben die dann die Verbünde, Bahn und App-Entwickler gegenseitig die Verantwortung zu. Natürlich fordern sie trotzdem das Geld von ihren Kunden.

Keine Ahnung ob da inzwischen was passiert ist. Vielleicht wissen einige Anwälte, oder Verbraucherverbände die da in der Materie sind mehr...

Ansonsten bleibt wahrscheinlich das ganze Kleingedruckte zu studieren, vielleicht steht in den AGBs was konkretes. Oder im Internet. Oder man ruft da an und nervt die ein wenig. Oder schaut sich an wen man vor eine Schlichtungsstelle zerren kann.... Das Einfachste ist sicherlich, die 7€ zu bezahlen. Aber das wissen die auch, und dementsprechend würde ich mal raten die versuchen damit durchzukommen, und die Chancen für sie stehen nicht schlecht.

[–] rumschlumpel@feddit.org 4 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago) (2 children)

Der ultimative Mittelfinger wäre ein Deutschlandticket von einem anderen Verkehrsverbund, der ohne App auskommt ... aber ich vermute mal, das wäre teurer. Könnte sich aber amortisieren, wenn man öfter Ärger mit Kontrolleuren hat...

[–] Legeres_Idol@feddit.org 1 points 3 weeks ago

Bei APG bekommt man ein Deutschlandticket per Email für das Wallet von Apple oder Google oder als Chipkarte.

Leider muss jeder Kauf bearbeitet werden, man bekommt sein Ticket also immer ein oder zwei Arbeitstage später.

Bitte beachte: Unser Ticket ist für Google-/Apple-Wallet konzipiert. Wir bieten zwar einen weiteren Link für freie Wallets an, können aber nur bei Google- und Apple-Wallet garantieren, dass der Barcode auch tatsächlich deutschlandweit gelesen werden kann.

[–] oliver@lemmy.ca 1 points 3 weeks ago (2 children)

Der ultimative Mittelfinger wäre ein Deutschlandticket von einem anderen Verkehrsverbund, der ohne App auskommt ... aber ich vermute mal, das wäre teurer.

Ich dachte, der Preis ist einheitlich? Abgesehen davon kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der/die Kontrolleur:in des RMV bei einem Dticket eines anderen Verkehrsverbundes plötzlich ein Auge zudrückt.

[–] teddyt@feddit.org 4 points 3 weeks ago

Basierend auf anderen Threads vom OP, ist dies ein JobTicket. Also wäre es teurer weil der Arbeitgeber das vermutlich nur für den RMV zahlt.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 3 weeks ago* (last edited 3 weeks ago) (1 children)

Ich weiß ja nicht, was du aktuell für ein Ticket hast. Wenn man nur 1-2 Zonen bucht, kann ein lokales Monatsticket billiger sein als ein Deutschlandticket.

Das Deutschlandticket hat den Vorteil, dass man Verkehrsverbünde wählen kann, bei denen das Ticket tatsächlich ohne Internet gültig ist, z.B. als Chipkarte oder weil sie einfach Apps haben die weniger beschissen sind. Vllt. sogar als klassisches Papierticket, das hat bestimmt irgendein Verbund noch.

[–] oliver@lemmy.ca 1 points 3 weeks ago (1 children)

Vllt. sogar als klassisches Papierticket, das hat bestimmt irgendein Verbund noch.

Ich kann mir das schlecht vorstellen - falls doch, bin ich da für Hinweise gerne offen.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 2 weeks ago* (last edited 2 weeks ago) (1 children)

Also klassische Papiertickets gibt es wohl nicht, aber in vielen Fällen handelt es sich wohl ohnehin nur um einen QR-Code, der abgescannt wird, was man an sich auch ausdrucken kann. Dazu folgende Links:

https://www.computerbild.de/artikel/News-Connected-Car-Urteil-bestaetigt-Deutschlandticket-auch-auf-Papier-gueltig-40694021.html https://www.smartphone-tipp.de/hintergruende/deutschland-ticket-ausdrucken/

Dazu muss man aber sagen, dass der Kläger in dem Rechtsstreit wohl mehr oder weniger offiziell das Ticket als PDF bekommen hat, was wohl die meisten (alle?) Anbieter mittlerweile eingestellt haben. Laut dem Blogger im zweiten Link nehmen offenbar viele Kontrolleure den Screenshot-Ausdruck an, aber sie können halt genausogut ablehnen und selbst wenn du eigentlich im Recht bist, ist es trotzdem schwierig, das auch durchzusetzen.

Ich denke, dass eine Chipkarte die bei weitem praktikablere Variante ist.

[–] oliver@lemmy.ca 2 points 2 weeks ago

Im anderen Thread zu dem Thema hatte ich zu dem Urteil bereits recherchiert - das Urteil kam dadurch zustande, dass in den Beförderungsbedingungen der DB stand, dass ein digital zugestelltes Ticket in digitaler oder ausgedruckter Form vorzuweisen sei. An der Stelle der Beförderungsbedingungen steht jedoch inzwischen, dass der Fahrgast auf Aufforderung das Ticket auf dem digitalen Endgerät zu aktualisieren habe.

Ob das vor Gericht wiederum so Bestand hätte, wage ich zu bezweifeln - dass man aktuell noch ohne App oder Chipkarte regelmäßig durch die Kontrolle kommt, jedoch leider auch. Für den Moment nutze ich ungewollt die Chipkarte, da ich werktäglich die S-Bahn nutze, in der grundsätzlich der Personalausweis vorzuzeigen ist. Und wenn ich eh schon an die Brieftasche muss, möchte ich nicht noch zusätzlich auf dem Smartphone wühlen. Nun hoffe ich auf die EUDI-Wallet im kommenden Jahr.