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[–] poVoq@slrpnk.net 1 points 18 hours ago* (last edited 18 hours ago) (1 children)

Der militärische Teil des Völkerrecht ist kein pazifistisches Wunschkonzert, sondern wurde vom Militärs selbst geschrieben um gefährliche Eskalationspiralen und sonstige Exzesse zu vermeiden die für das Gewinnen eines Krieges kontraproduktiv sind.

Und wir reden hier von Lagerhäusern die überwiegend nicht für militärische Güter genutzt wurden, und das es ist auch ganz klar das die Ukraine diese nicht aus militärtaktischen Überlegungen heraus angreift, sondern aus politischen. Klassisch würden man sowas "Terrorismus" nennen, aber das Wort wird leider heutzutage viel zweckentfremdet.

Und du bist derjenige der mit unsinnigen populistischen Vergleichen angefangen hat. Ein ziviles Logistikzentrum bedroht das Leben von niemandem.

[–] Quittenbrot@feddit.org 1 points 10 hours ago (1 children)

Der militärische Teil des Völkerrecht ist kein pazifistisches Wunschkonzert, sondern wurde vom Militärs selbst geschrieben um gefährliche Eskalationspiralen und sonstige Exzesse zu vermeiden die für das Gewinnen eines Krieges kontraproduktiv sind.

Genau. Und wenn ein Staat wie Russland dennoch der Meinung ist, dass dieses "unnütze Regelkorsett" der eigenen, aggressiven Kriegsführung nur im Wege steht und sich, und das ist der entscheidende Punkt in dieser Diskussion, von vornherein eklatant darüber hinweggesetzt hat, mit welcher Logik soll sich dann der angegriffene Gegner zwingend daran halten? Du warnst hier vor einer Eskalation, die für Russland seit Tag 1 dieses Krieges zum Repertoire gehört.

[–] poVoq@slrpnk.net 1 points 10 hours ago* (last edited 10 hours ago) (1 children)

Es gibt halt nicht die Milchmädchenrechnung das um so mehr man das Völkerrecht bricht um so höher sind die Chancen den Krieg zu gewinnen.

Das Völkerrecht verbietet vor allem direkte und indirekte Greultaten die eben keinen unmittelbaren militärischen Nutzen haben, sondern vor allem zur Einschüchterung der Zivilbevölkerung dienen. Und die Geschichte zeigt das so ein kriegerischer Terrorismus oft genau den gegenteiligen Effekt hat.

Meiner Meinung nach ist der Ukrainekrieg bisher ebenfalls ein Beispiel dafür das die völkerrechtswidrige Kriegsführung Russlands ihren Kriegszielen mehr geschadet als genutzt hat, aber das wird sich wohl erst in ein paar Jahren abschliessend sagen lassen.

P.s.: zu einer Eskalationspirale gehöhren immer notwenigerweise mindestens zwei Kriegsparteien.

[–] Quittenbrot@feddit.org 1 points 9 hours ago (1 children)

Es gibt halt nicht die Milchmädchenrechnung das um so mehr man das Völkerrecht bricht um so höher sind die Chancen den Krieg zu gewinnen.

Richtig. Sagt in dieser Form auch keiner hier.

Der Punkt ist, und zu dem bist du mir nach wie vor eine Antwort schuldig: nach welcher Logik soll sich ein angegriffener Staat Regeln unterwerfen, die seinen Handlungsraum beschränken, wenn der Angreifer sich von vornherein nicht an diese Regeln hält? Du merkst ja ganz richtig an, dass diese Regeln ursprünglich mal dazu gedacht waren, den Krieg zu "zivilisieren". Das setzt aber voraus, dass alle Seiten den Nutzen dieser Regeln begreifen und sich auch selber dran halten. Und in so einer Welt leben wir nicht mehr.

[–] poVoq@slrpnk.net 1 points 8 hours ago* (last edited 8 hours ago) (1 children)

Weil diese Regeln nicht dazu dienen einen Staat in seinem militärischem Handlungsspielraum zu beschränken. Das ist einer der großen Kritikpunkte am Völkerrecht, aber realpolitisch leider nicht anders zu machen.

Die zivile Infrastuktur zu bombadieren hat keinem militärischen Nutzen... und wenn dem so wäre, wäre dies nicht gegen das Völkerrecht (siehe oben).

Der Sinn des Völkerrechts besteht darin Militärtaktiken die mittel- bis langfristig als Kontraproduktiv erkannt wurden zu unterbinden. Es ist dabei völlig unerheblich ob sich nur eine Seite daran hält.

[–] Quittenbrot@feddit.org 2 points 7 hours ago (1 children)

Es ist dabei völlig unerheblich ob sich nur eine Seite daran hält.

Das kann man dogmatisch gerne so sehen. Scheitert aber, wie oft in solchen Fällen, an der Realität. Russlands Überfall auf die Ukraine: völkerrechtswidrig. Die Konsequenz? Nichts. Als Vetomacht hat sie nichts zu befürchten, als Atommacht kann sie sicher sein, dass sie militärisch niemand anderes von ihrem illegalen Vorhaben abhalten wird. Damit sind diese Regeln zahnlose Makulatur, die dem Angegriffenen keinerlei Schutz vor Angriffen bietet.

Was tatsächlich hilft, sind Waffenlieferungen (werden von Gruppen hierzulande wüst kritisiert), oder eben mit u.a. Angriffen auf diese Warenhäuser a) Nachschub von dort angebotener militärischer Ausrüstung zu stören und b) auch Unmut in der russischen Bevölkerung zu schüren, die diesem verbrecherischen Krieg seit mehr als vier Jahren bestenfalls phlegmatisch-gleichgültig, schlimmstenfalls jubelnd-unterstützend gegenübersteht. Wird hier offenbar auch kritisiert. Diese Angriffe erhöhen dabei den Druck auf einen der wenigen Hebel, die dieses Regime tatsächlich stoppen können. Dank Veto und Atomwaffen kann der Wandel nur von innen kommen.

[–] poVoq@slrpnk.net 1 points 6 hours ago

Du scheinst mein Argument nicht verstehen zu wollen da du weiterhin völlig an mir vorbeiredest 🤦