this post was submitted on 24 Jun 2026
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Die Frage ist aber wieso gibt es bei der Bahn überhaupt einen "single point of failure"? Es sollte der Bahn gar nicht möglich sein den gesamten nationalen Zugverkehr durch einen einzigen Fehler in den Stillstand zu versetzen.
Und das bei Funk hinzubekommen ist irgendwie eine Leistung. Was soll denn eine zentrale Stelle da überhaupt an Mehrwert bringen? Außer an Ausfallsicherheit (also dass ein Ausfall mit Sicherheit stattfinden wird) natürlich.
Eisenbahner hier. Ich vermute die Verwirrung stammt von der Vorstellung, dass unser Funksystem quasi wie WalkyTalkys funktioniert. (der frühere analog Funk tat das auch).
Der digitale Zugfunk basiert auf dem ganz normalen GSM Mobilfunknetz (aka. 2G/EDGE) mit ein paar Spezialfeautures (Gruppenrufe, Konferenz, Notruf, Priorisierung, offene Push-to-Talk Gruppen).
Jedes Fahrzeug hat eine (oder mehrere) SIM Karten und entsprechende Rufnummern. Um die ständig wechselnde Zuordnung Zugnummer <-> Rufnummer zu verwalten braucht es eben zentrale Stellen.
Vorteil ist, ein Fahrdienstleiter in Freiburg kann bereits einen Zug erreichen der gerade erst in Basel losgefahren ist und muss nicht warten bis dieser in seiner Funkreichweite ist um ihn über Besonderheiten zu informieren. Und er muss nicht wissen mit welchem Fahrzeug der Zug heute genau verkehrt, weil er statt der Rufnummer einfach die Zugnummer anrufen kann.
Diesen "single point of failure" kennen wir auch im Internet, dort nennt sich das ganze DNS. DNS erfüllt quasi die gleiche Funktion. Und auch bei DNS ist es nicht allzu lange her, dass ein einzelner Fehler nahezu das ganze Deutsche internet lahmgelegt hat. ( https://www1.wdr.de/wirtschaft/internet-stoerung-de-domains-ursache-100.html )
Vielleicht wäre es kein single point of failure, sondern jemand hat einfach alle points gleichzeitig geändert?
Haben die das ernsthaft nicht getestet vor dem Rollout?
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-- Vladimir Putin