this post was submitted on 01 Aug 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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In dem Brief warnen die Arbeitnehmervertreter zudem vor einem schwindenden Vertrauen vieler Beschäftigter in die Politik. Es wachse die Sorge, dass die Interessen von Arbeitnehmern im Bundestag nicht ausreichend vertreten würden. Dies könne politischen Kräften außerhalb der demokratischen Mitte nutzen, heißt es.

Die IG Metall unterstützt die Initiative. Ein Sprecher erklärte auf Anfrage von n-tv, der Brief zeige beispielhaft, wie angespannt die Stimmung in vielen Betrieben derzeit sei. Er spiegele wider, wie Beschäftigte den politischen Diskurs wahrnähmen.

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[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 8 points 1 day ago

Dies könne politischen Kräften außerhalb der demokratischen Mitte nutzen, heißt es.

Tja, was will die Regierung eigentlich erreichen?

[–] it_depends_man@lemmy.world 42 points 2 days ago (1 children)

Das die sowas sagen liegt daran das sie nach der Arbeit noch stehen und ganze Sätze formulieren können. Es wird in Deutschland einfach zu wenig gearbeitet!

/s aus formalen Gründen

[–] YouTalkinToMe@lemmy.wtf 2 points 1 day ago

Spuck dioch mal in die Hände!

[–] brainwashed@feddit.org 29 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

hier der Brief im Wortlaut

https://stuttgart.igmetall.de/aktuelles/2026/offener-brief-an-bundeskanzler-friedrich-merz

Wir fordern:

  • Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren!
  • Eine Rentenpolitik, die die tatsächliche Lebensarbeitszeit und den Eintritt ins Berufsleben berücksichtigt.
  • Verlässliche Rahmenbedingungen für die Altersteilzeit.
  • Keine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes und ein uneingeschränktes Bekenntnis zum Acht-Stunden-Tag!

Also eher so 3/4 Forderungen für Bald-Rentner.

[–] brewbart@feddit.org 13 points 2 days ago (1 children)

Ist ja aber legitim. Wir andern müssen uns halt auch hinter eine / mehrere Fassaden sammeln und so gemeinsam Druck ausüben

[–] brainwashed@feddit.org 6 points 2 days ago (1 children)

Alles richtig, nur macht das doch das wieder den Eindruck, als wünschte sich der gemeine Arbeiter nicht sehnlicher als früher Rente, mehr Rente, länger Rente. Dass man das am Ende auch durch ein simples mehr an Netto selbst erreichen und gestalten kann, wird durch Gewerkschaften leider nicht gerne gesehen und noch weniger artikuliert.

[–] smokeysnilas@feddit.org 4 points 2 days ago (1 children)

simples mehr an Netto selbst erreichen

Unser System ist aber an allen Ecken und Enden darauf ausgelegt genau das zu verhindern. Vor allem eben die gesetzlichen Pflichtversicherungen, die per Pflichtbeitrag das Einkommen abschöpfen bevor es netto gespart werden kann. Und dann starre Regeln mit festen Altersgrenzen vorgeben.

Und was die Regierung vorschlägt bedeutet gleiche Beiträge zu den Pflichtversicherungen aber weniger Gegenleistung, kombiniert mit zusätzlicher Belastung durch private Vorsorge. Insofern müsste man die Debatte fair führen: wenn private Vorsorge und Verantwortung dann bitteschön wenigstens ersatzweise und nicht zusätzlich. Woher soll das simple mehr an Netto sonst kommen?

[–] brainwashed@feddit.org 2 points 2 days ago (1 children)

Bei mir rennst du damit offene Türen ein. Aber bevor wir hier Rentenbeiträge senken, stürzt eher die Regierung. allerdings ist auch heute schon keine private Vorsorge zu betreiben fahrlässig, dann muss man den engeren Gürtel im Alter halt wollen.

[–] smokeysnilas@feddit.org 4 points 2 days ago (1 children)

allerdings ist auch heute schon keine private Vorsorge zu betreiben fahrlässig

Das ist halt schon Verarsche und eine krasse Benachteiligung gegenüber früheren Generationen. Beiträge bleiben gleich oder steigen und Leistungen werden gekürzt. Aber die Wähler wollen es offenbar so.

[–] brewbart@feddit.org 3 points 2 days ago (1 children)

Stimmt schon, aber wenn eine Generation sich halt mehr vom Kuchen nimmt und den nachfolgenden immer weniger übrig lässt (bspw. Immobilien) wird des irgendeiner Kindergeneration immer schlechter gehen. Gibt schon Gründe warum ein alternativer Name der Boomer die "Me - Generation" ist. Ja ich weiß nicht alle Boomer, aber in deren Generation wurde es halt immer beliebter zu raffen was geht um anzugeben wie geil man sei

[–] brainwashed@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Die Boomer nehmen ihre Vermögen (außer Rentenansprüche) ja nicht mit ins Grab. Ist dann nur nicht gleich verteilt.

[–] brewbart@feddit.org 3 points 1 day ago (1 children)

Und genau das ist ja die Krux. Wenn die Verklumpung weiter gegeben wird ändert es ja nichts z.B. am Wohndruck. Ich brauche trotzdem mehr Platz für meine Familie, werde aber voraussichtlich gezwungen sein uns aus unserem sozialen Umfeld zu entfernen, weil hier halt nix verfügbar ist. Ich hab echt keine Lust auf Dorf, aber die Alternative ist halt generationenübergreifende Schulden wenn man in der Stadt was in einer Größe für 4 haben will. Einfach frustrierend - ich fänd es besser wenn Privatbesitz an Immobilien gedeckelt wäre und der Rest in Genossenschaften organisiert (mit denen hab ich persönlich sehr gute Erfahrung gemacht)

[–] brainwashed@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

ich mach mir ein wenig Sorgen, wenn irgendjemand gut schnell Vermögen unter das Volk bringen kann, dann sind das Erben.

ich fänd es besser wenn Privatbesitz an Immobilien gedeckelt wäre und der Rest in Genossenschaften organisiert

Steile These: Du findest es besser, weil du denkst, dass das Ergebnis wäre, dass du günstigen Wohnraum für viele in begehrten Gegenden bekämst. Das wird aber auch bei Genossenschaften nicht der Fall sein, die sind ihren Genossen, also den aktuell dort Wohnenden, verpflichtet. Ein Haus abzureißen, um 16-stöckig neu aufzubauen, wird auch die Genossenschaft nicht machen. Ist erstmal risikoreich und rechnerisch ist einstelliger Quadratmeterpreis, wie ihn sich einige wünschen, weil Oma Erna den im Vertrag aus 1970 hat, für Neubau schlicht nicht möglich. Und genossenschaftliche Mangelverwaltung ist weiterhin Mangelverwaltung.

Ansonsten total pro Genossenschaften, da braucht es aber keine staatsorchestrierte Umverteilung, sondern nur ein paar Genossen.

[–] brewbart@feddit.org 1 points 1 day ago

Gar nicht so steil ;) Natürlich haben Genossenschaften auch ihre Mankos (bspw die "Wer zuerst kommt" Regelung via Mitgliedsnummer), doch wäre es aus meiner Erfahrung eine Verbesserung im Gegensatz zu vielen (nicht allen, Ausnahmen bestätigen die Regel) privaten Vermietys. Ausserdem verringert sich so die Anzahl an arroganten Erbaffen die ihre himmelschreiende Leistungslosigkeit nicht mehr als absolute Spitze des Fleißes darstellen können (Merkt man hier wie viele meiner bisherigen Bekanntschaften mit solchen Fuzzies abliefen? Kaum, oder?)

Mir ist wohl bewusst, dass dann nicht sofort alles und jeder den benötigen Platz im Wunschquartier bekommt. Ich erhoffe mir nur, dass sich die Chance erhöht und man nicht bei mehr Bedarf den Raum verlassen muss in dem man sich daheim fühlt

[–] jenesaisquoi@feddit.org 19 points 2 days ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Rechtsliberale Reiche wählen

diese vertreten nicht das Proletariat

Proletarier: überraschte Donnermaus

[–] UnfortunateShort@lemmy.world 6 points 1 day ago (1 children)

Entschuldigen Sie, aber bei dem bekannten Reaktionsbild handelt es sich eigentlich um eine Maus und keine Ratte. Es ist mir dringendes Anliegen diesen fatalen Irrtum aufzuklären.

[–] pulsey@feddit.org 1 points 1 day ago

Donnernager

[–] plyth@feddit.org -2 points 2 days ago (1 children)

BMW, VW, Mercedes: Das Versagen einer ganzen Manager-Generation

https://feddit.org/post/33434149

Nur arbeiten reicht leider nicht. Wenn Manager und Politik jahrzehnte in die falsche Richtung steuern, fällt das auch in die Verantwortung derer, die Politiker und Betriebsräte wählen.

Wenn wir das Geld jetzt für Waffen ausgeben, und es zu wenig neue Arbeitskräfte gibt, dann ist klar, dass Arbeiter länger arbeiten müssen. An eine frühe Rente zu glauben, das ist weltfremd.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 3 points 2 days ago (1 children)

Also sind allein die Wähler schuld an korrupter Politik und die Politiker können nichts dafür oder was wäre hier die Konklusion?

[–] plyth@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Die Politiker und Milliardäre können so viel schuld sein wie wir wollen, es macht unsere Lage nicht besser. Die einzigen, die die Situation verbessern können, sind die Wähler.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Also ist dein Take, dass der Sozialstaat abgebaut werden soll, weil Russland und die USA Krieg führen? Das klingt für meinen Geschmack reichlich... naja.

[–] plyth@feddit.org 0 points 1 day ago (1 children)

Im Gegenteil. Ich denke, dass der Sozialstaat erhalten bleiben soll. Dafür müssen die Wähler anders wählen wozu wir als Gesellschaft irgendwie lernen müssen, uns nicht mehr manipulieren zu lassen.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Nein, die Frage war, ob das in deinem Argument so verknüpft wird, weil das massiv verkürzt wäre, Geo- und Inlandspolitik zusammenwirft und so eine Abstraktionshöhe schafft, von der man viel behaupten, aber nichts konstruktives ableiten könnte.

[–] plyth@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

der Sozialstaat abgebaut werden soll, weil Russland und die USA Krieg führen

Das klingt nach Absicht und dass es um den Abbau ging.

Man hätte den Krieg z.B. auch über mehr Inflation finanzieren können. Fakt ist, dass wir Sonderausgaben haben, die gegenfinanziert werden müssen. Wenn jetzt kein Geld für Rente da ist, dann liegt das an diesen Ausgaben. Natürlich kann man jetzt auch was anderes kürzen, oder die Vermögensteuer einführen, aber das wird noch nicht diskutiert.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Dagegen spricht, dass inzwischen doch vielmals bekannt wurde, dass Sondervermögen zu großen Teilen zweckentfremdet werden, um Haushaltslöcher zu stopfen (da gab es doch mal das schöne Stichwort "Verschiebebahnhof" vor einigen Monaten).

Man hätte den Krieg z.B. auch über mehr Inflation finanzieren können.

Das verstehe ich nicht.

Wenn jetzt kein Geld für Rente da ist, dann liegt das an diesen Ausgaben.

Nein, das liegt meiner Meinung nach daran, dass das System sich einfach selbst nicht trägt und immer durch zweckentfremdete Mittel querfinanziert wurde. Durch die Mehrausgaben wird das nur jetzt eben sehr offensichtlich.

[–] plyth@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

zu großen Teilen zweckentfremdet

Ok. Das Geld ist dann trotzdem weg. D.h. die Rentenprobleme liegen dann aber nicht nur am Krieg.

Das verstehe ich nicht.

Schulden machen, da das Geld nicht zurückgezahlt wird, führt zu Inflation. Es ist wie Geld drucken, nur mit zusätzlichen Kosten.

durch zweckentfremdete Mittel querfinanziert wurde.

Mir fehlt das Wissen zum Ausmaß aber das klingt richtig.

Trotzdem ist viel Geld für Waffen in die USA geflossen und nicht innerhalb Deutschlands zweckentfremdet worden. Das Geld ist weg und so muss irgendwo gespart werden.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 1 points 10 hours ago* (last edited 10 hours ago) (1 children)

Also du führst ehrlich gesagt so viele Dinge an, dass mir schwindelig wird. Also hätte man deiner Meinung nach die Staatsverschuldung hochtreiben müssen, um was genau zu tun? Waffen zu exportieren? Irgendwie ergibt das alles reichlich wenig Sinn für mich, aber vielleicht hab ich deinen Punkt auch noch nicht verstanden.

[–] plyth@feddit.org 1 points 9 hours ago (1 children)

Also hätte man deiner Meinung nach die Staatsverschuldung hochtreiben müssen, um was genau zu tun?

Ich hab keine Handlungsempfehlung. Es ist nur eine Option, den Rentnern mehr zu zahlen durch mehr Staatsverschuldung.

Ich denke aber, dass die Finanzierung nicht das eigentliche Problem ist. Man will einfach, dass die Rentner weiter arbeiten.

Und warum für Waffen in die USA?

Anders rum, wir haben Geld in die USA geschickt und Waffen bekommen, die wir der Ukraine geben.

[–] aaaaaaaaargh@feddit.org 1 points 1 hour ago (1 children)

Ich verstehe den Zusammenhang immer noch nicht. Die Finanzierung der Ukraine über die NATO (vermutlich ist es das, was du meinst) erfolgt in Deutschland meines Wissens hauptsächlich aus Krediten und Zinsen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten. Auf EU-Ebene gibt es dazu noch Anleihen/Fonds im Privatsektor, aber da kenne ich mich nicht besonders gut aus. Mir ist so oder so jedenfalls nicht bekannt, dass die Rente damit irgendwas zu tun hätte.

[–] plyth@feddit.org 1 points 52 minutes ago

dass die Rente damit irgendwas zu tun hätte.

Hat sie auch erst einmal nicht.

Nach meinem Verständnis werden Investoren alle staatlichen Schulden zusammenrechnen und abwägen, ob die EU Staaten die Schulden zurückzahlen können, was zu einem großen Teil die Frage ist, ob Deutschland die Schulden zurückzahlen kann. Wenn nicht, dann steigen die Zinsen, um die Geldentwertung auszugleichen, was ein Argument anderer EU Staaten gegen das deutsche Sondervermögen war.

Umschichten geht denke ich einfach. Z.B. kann die Reparatur wichtiger militärischer Straßen durch das Sondervermögen erfolgen, so dass die Mittel im normalen Haushalt dann anders verwendet werden können.

Mehr steuerfinanzierte Rente wäre möglich, aber dann müssten trotzdem mehr Kredite aufgenommen werden. Anscheinend ist man dazu aber nicht bereit.