Der Hauptgrund für die Katerstimmung bei den Schweinehaltern liegt allerdings nicht in Deutschland, sondern in Spanien. Dort ist die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen - und das führt zu Handelsbeschränkungen, beispielsweise für den asiatischen Raum. Ein großes Problem für Landwirte, denn nach Asien gehen vor allem die Teile vom Schwein, die bei uns niemand auf dem Teller haben möchte: Pfoten, Ohren, Schwänze.
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Gesa Oetken, Geschäftsführerin der Inkoop Verbrauchermärkte in Delmenhorst, kennt noch einen weiteren Grund für die schlechten Preise: die geringere Nachfrage. "Der Fleischmarkt ist generell unter Druck", beobachtet sie. Aber beim Schwein sei der Rückgang massiv: "Es gibt einen riesigen Gesundheitstrend, der die Leute bewegt, mehr Geflügel zu essen, was vermeintlich gesünder ist als fettiges Schweinefleisch."
In der Frischetheke und im Kühlregal nehme Geflügel immer mehr Platz ein, auch wenn Schweinefleisch mit einem Anteil von 50 Prozent noch immer am beliebtesten sei. Allerdings stellt Oetken gerade jetzt im Sommer fest, dass viele Kunden zu vegetarischen und veganen Alternativen greifen. Immer öfter landen Gemüse, Grillkäse oder auch vegane oder vegetarische Fleischersatzprodukte auf dem Grillrost.