this post was submitted on 29 Jun 2026
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Jetzt nicht so erstaunlich, wenn abgesehen vom Gesundheitsaspekt die 'Produktion' von Fleisch auch noch rund 10 mal so viel CO2 verursacht.
In gewisser Weise ist es ja eine Industrie, die unter großem Einsatz von fossiler Energie eher ungesunde Lebensmittel erzeugt, mit einem Zwischenschritt über gequälte Lebewesen und grottige Arbeitsbedingungen bis in die industrielle Schlachtung. Ausbeutung von Planet, Natur, Tier und Mensch in Kombination.
Und beworben mit archaischen Mythen: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!".
Ich persönlich boykottiere diese Industrie seit diesen grenzwertigen Protesten gegen die Streichung der Dieselsubvention.
Fleisch schmeckt gut, und das Leiden der Tiere kommt mir irgendwie nie so in den Kopf.
Und trotzdem kann ich an einer Hand abzählen wie oft ich in den letzten 5 Jahren Fleisch gegessen habe. Wie du schon sagst, der Co2-Ausstoß dieses Industriezweigs ist extrem, von der Verschwendung von Flächen und krassem Einsatz von Antibiotika ganz zu schweigen.
Die veganen/vegetarischen Alternativen sind großartig, und es freut mich zu sehen das immer mehr Menschen diese auch nutzen.
Fleisch sollte ein Luxusprodukt werden das man sich selten mal gönnt. Ich esse ja auch nicht jeden Tag Trüffel!
Die Fläche der Landwirtschaft sollte besser für Getreide und co verwendet werden.
Mir ist vor Kurzem zum ersten Mal Werbung für die "Iss was dir schmeckt" Kampagne der Fleischindustrie bei uns aufgefallen.
Deren Selbstverständnis:
Erstaunlich ähnlich zur früheren Werbung für Zigaretten.
Auch interessant, wie sehr Liberalität betont wird, solange es nicht darum geht, in der Mietwohnung eine Bohrung für ne Split Klimaanlage zu machen, Balkonsolar anzubringen, mit dem Lastenrad auf die Fahrbahn auszuweichen, weil auf dem Radweg nicht mehr safe Platz ist, selbiges Lastenrad auf nem Parkstreifen zu parken, oder dem Chef zu sagen "nee zu warm, ich komm heut nicht zum Dachdecken". Dann hört's aber auf !!
Das finde ich jetzt extrem witzig, weil ich über die Hälfte meines Lebens von Fleischessern dafür angegangen wurde, dass mir das Zeug eben überwiegend nicht schmeckt.
Ja, die Fleischesser und die Industrie sind nicht zu 100% identisch miteinander, aber trotzdem fühlt sich das ziemlich wie Ironie an.
Ich finds schonn krass, wie oft mir leute komplett unverständlich begegnen wenn ich nur sage ich mag kein steak bzw. bin allgemein nich der riesenfan von Rindfleisch (und erst recht da es von allen herkömmlichen Fleischtypen auch noch das klimaschädlichste ist, brauch ichs jetzt wirklich nicht). Also Überraschung is eine Sache aber diese Denial phase jedes mal ist schon komisch. Passiert natürlich gerne genauso wenn ich irgendwelchen vegetarischen oder veganen Fleischersatz esse, obwohl ich doch gar kein vegetarier bin.
Ist halt wie so vieles viel zu sehr kulturell verankert. Aber das ändert sich wenigstens auch merklich.
Vor allem versucht man ja nichtmal denen ihr Steak auszureden, man sagt einfach nur "MIR schmeckt das nicht". Trotzdem gehen die auf einen los, als wäre ihr Überleben davon abhängig. Also nicht alle Steakliebhaber, aber erschreckend viele.
Ich denk mir da jedes Mal: Ja freu dich doch einfach, dass ich das nicht mag? Dann kannst du ein 2. haben???