this post was submitted on 23 Mar 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Therapie wirkt nur, wenn intrinsische Motivation sich zu ändern vorhanden ist. Wenn du Menschen gegen ihren Willen "therapierst", ist das "Umerziehung" und kennt man so eigentlich nur aus extremst autokratischen Systemen, wie China, Russland oder Nazi-Deutschland.
Angebote machen - ja gerne, gibt es ja auch schon einige. Jeder Mensch der die Hilfe bekommt, die er braucht, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.
Was du hier vorschlägst, ist Leute in Lager zu stecken bis sie die "richtige" Weltanschauung äußern. Das hat in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nichts verloren.
Ist das nicht im Grunde auch bei Gefängnissen so? Die Leute werden gegen ihren Willen eingesperrt, um ihnen Zeit zum Nachdenken und Betreuungsangebote zu geben, bis sie ihr Fehlverhalten erkennen und ablegen.
Ein Umerziehungslager kommt dem ziemlich nah, da gebe ich dir recht. Der ich würde sagen, der Kernunterschied zu einem "freiheitlich-demokratischen" Gefängnis besteht darin, dass die Tatbestände und Strafen demokratisch legitimiert sind. Also dass nicht eine kleine Elite bestimmt, was Recht und was Unrecht ist, sondern (i.d.R. mittelbar durch ein gewähltes Gremium) die Gesellschaft selbst.
Nein das ist nicht im Grunde so. Ein Strafmaß richtet sich nach der Schwere der Tat. Nur sind Richter während der Findung des Strafmaßes dazu angehalten alle Auswirkungen auf den Täter zu berücksichtigen, nicht nur die im Gesetz festgehaltene Strafe. Lebenslang zu wissen, dass man etwas Falsches getan hat, gilt als Teil der Strafe, wodurch man u.U. durch das Zeigen von Reue die Gefängnisstrafe verkürzen kann. Die Schwere der Strafe für eine Tat bleibt jedoch gleich, unabhängig davon ob man sein Fehlverhalten einsieht oder nicht (zumindest theoretisch).
Wat? Die Beurteilung, ob es sich um ein Gefängnis oder um ein Umerziehungslager handelt, lediglich an der Staatsform festzumachen ist schon ein wilder Take.