Schön für sie! Wobei naja, viele gehen ja nicht in den Ruhestand weil sie unbedingt wollen, sondern weil sie zu krank sind zum Weiterarbeiten. Oder weil der Arbeitsmarkt so hart altersdiskriminiert, dass man in vielen Berufen spätestens ab 60 kaum noch einen Job bekommt.
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So in meiner Verwandtschaft gesehen. Oberes Management bei einer Spedition, vom Mechaniker hochgearbeitet. Der Inhaber verkauft die Firma, der Käufer vertickt sofort alle Assets und macht den Laden dicht. Schon sitzt man mit Mitte 50 beim Amt und erfährt, dass man für Managementposten unterqualifiziert und für alles andere überqualifiziert und zu alt ist. Langjährige Berufserfahrung zählt halt einen Dreck, wenn man kein BWL-Studium vorweisen kann.
Nach ein paar Jahren "nicht vermittelbar" wurde dann empfohlen, einfach in den Vorruhestand zu gehen. Keine weiteren Vermittlungsversuche und dann Frührente sobald möglich. Arbeitswille und -fähigkeit wären da gewesen, aber mit dem Profil wollte ihn halt keiner haben. Und schon wird aus einem Einzahler ein Auszahler.
Als Rentner sieht dann auch die Arbeitslosenstatistik wieder besser aus. Das dürfte das Interesse am Vermitteln zusätzlich dämpfen.
dass man in vielen Berufen spätestens ab 60 kaum noch einen Job bekommt.
Jepp! Live is live
Nanananana
Das ist in etwa ein Nullsummenspiel was die Höhe der Beiträge angeht. Allerdings mögen die Arbeitgeber das nicht, den damit fällt das Angebot an Arbeit und somit steigen bei einem funktionierenden Arbeitsmarkt die Löhne.
Na ja, aber mit 60 stellen sie mich auch nicht mehr an. Das probiere ich gerade live aus. Bevor ich mich dann von Arbeitsamt und Co gängeln lasse, gehe ich lieber in Rente.
Es gehen aber auch Besserverdiener auch einfach früher in Rente. Wenn man etwas Vermögen hat kann man sich ca200€ oder so weniger an Rente recht gut leisten. Die "kündigen" dann halt ihren Job.
Mag sein - Interessant wäre, in welchem Verhältnis die beiden Gruppen zueinanderstehen.
Ist doch schön, dann können mehr Leute nachrücken, die nach ihrer Ausbildung zum Rentny bisher keine Stelle finden.
Ich bin jetzt nicht der Versicherungsmathematiker, aber sollten die Abschläge auf den früheren Renteneintritt sich nicht mit der Gesamtsumme bis Lebensende gegenrechnen lassen? Da sollte doch ein Nullsummenspiel rauskommen?
Ich vermute mal das Problem der früheren Renteintritte ist, dass sie jetzt akut das Rentensystem belasten in doppelter Hinsicht: Wegfall von Einzahlern und Hinzukommen von Empfängern. Selbst wenn sich dass dann in der jeweiligen Gesamtsumme ausgleicht durch die niedriger bleibenden Bezüge hilft das halt nicht aktuell.