Ich verstehe es immer noch nicht: Die Abfallbetriebe beschweren sich über diese Bio-Kompost-Plastiktüten und dass diese nicht kompostierbar sind. Und in den Supermärkten und Drogerien stehen diese gleichen Biomüllbeutel mit Werbeversprechen, dass diese ja "zertifiziert kompostierbar" sind. Wenn die sich halt nicht kompostieren lassen, dann sollten sie auch nicht als kompostierbar verkauft werden.
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Spaßfakt: Bei meinem Abfallbetrieb wurden die sogar zeitweise kostenlos an Leute ausgegeben, die ihren Biomüll dort vorbeibrachten. Bin nun endgültig verwirrt.
Frag bei deinem Abfallbeterieb nach was in welchen Müll darf. Die Regeln sind nämlich lokal unterschiedlich.
Ich darf zum Beispiel unausgespülte Gläser mit Deckeln in den Glasmüll werfen.
Ja, hier kann man aus meiner Sicht dem Verbraucher keinen Vorwurf machen da die Leute im besten Wissen und Gewissen handeln.
Klingt nach einem Führungsfehler.
Bye the way: bis vor wenigen Jahren waren die Kaffeefiltertüten bei meinen Eltern zu Hause noch kompostierbar. Inzwischen zersetzen sie sich nicht mehr innerhalb von ein oder zwei Jahren. Also wird jetzt der Kaffeesatz aus den Tüten rausgekratzt, kompostiert und die Tüten aus Restmüll entsorgt. Wäre mir zu nervig.
Wir verwenden eine French Press und haben das Thema nicht.
Ich hab neben der French Press auch so einen Permanentfilter, den ich auskratze und dann spüle. Ist auch nicht verkehrt.
Soweit mir bekannt ist, sind die meisten kompostierbaren Kunststoffe nicht so einfach kompostierbar. Es reicht nicht, die einfach in die Gegend zu legen, und auch ein gut gepflegter heimischer Kompost reicht da nicht. Es braucht vor allem hohe Temperaturen, die nur in industriellen Kompostieranlagen erreicht werden, damit sich die Stoffe zerlegen.
Vermutlich werden auch einige Entsorger die notwendige Umgebung nicht haben, um die Tüten wirklich wieder in Biomasse zu verwandeln.
Dazu natürlich noch das Durcheinander, dass viele auch nicht kompostierbare Tüten in die Tonne werfen und der Entsorger das nicht so einfach unterscheiden kann.
Ich nehme für den Biomüll schon immer Biomülltüten aus Papier, da bin ich sicher, dass sich das auch zersetzen lässt. Ich bestelle alle paar Jahre Mal einige hundert Stück, dann sind sie pro Stück deutlich günstiger als der 10er-Pack im Supermarkt.
Es is nich so kompliziert eigentlich. Es ist nicht praktisch möglich für eine sortieranlage oder menschen den unterschied zwischen einem nicht und einem kompostierbaren beutel festzustellen. Die schrift auf dem beutel ist längst nicht mehr lesbar wenn der müll bei denen ankommt. Das heißt sie müssen alles was grob aussieht wie ein plastikbeutel rausziehen.
Die sind halt eklig. Ich mache in den Biomüll eine normale Plastiktüte, die suppscht auch nicht durch.
Dann leere ich den Eimer einmal kopfüber in die Biotonne und werfe dann die Tüte in den Restmüll. Fertig.
Ich meinte eher das "Wenn das so ist, warum darf ich dann Plastikmüllbeutel mit der Werbung "Für Biomüll super geeignet, ganz knorke Beutel für deinen Biomüll" verkaufen?
Ah ik verstehe. Ja für garten kompost sind sie ja wunderbar geeignet, nur haben die meisten halt keinen garten...
Generell sollte die Tonne außerdem an einem kühlen, schattigen Ort stehen und regelmäßig gereinigt werden – dafür eignen sich heißes Wasser und eine kleine Menge Essig. Entsorgt werden darf das verdreckte Wasser allerdings nicht über den Straßengully, sondern über den hauseigenen Abwasserkanal, also beispielsweise über die Toilette.
Das ist doch weltfremd. Soll man dann das Brackwasser in einen Eimer umfüllen und in der Wohnung ins Klo kippen?!
Unser Abfallbetrieb bietet an einmal im Jahr die Tonnen gegen saubere auszutauschen.
Das ist so herrlich deutsch, endlich eine saubere Tonne für den Müll 😂 ich liebe es.
Da sammelt sich schon unten Belag an, der sicherlich Grundlage für schlimme Keime sein kann.
Ist halt Verwaltungs-Fu. Straßengullys sind halt für Regen da und nicht für private Abwässer. Und jetzt kann sich natürlich kein Offizieller hinstellen und sagen "Alles easy, leitet eurer Dreckwasser einfach in die dafür nicht vorgesehenen Abflüsse". In der Praxis kräht natürlich kein Hahn danach.
Die Straßenabwässer werden aber doch auch in der Kläranlage anders / gar nicht behandelt, oder? Wenn alles in den selben Bottich käme, würde man sich die Arbeit mit den getrennten Kanalsystemen ja gar nicht machen.
Sehr unterschiedlich. In den meisten alten Stadtkernen geht das alles in die Kläranlage, weil Trennkanalisationen ein relativ modernes Konzept sind.
Das ist übrigens bei zunehmend Starkregen ein Problem, weil da die Kläranlage einfach überläuft und alle Abwasser ungeklärt in den Vorfluter laufen.
In Neubaugebieten gibt es dann häufig schon Trennkanalisationen. Was aber eigentlich auch nicht so geil ist, weil Regenwasser von versiegelten Flächen, insbesondere Straßen, eigentlich auch hoch belastet ist ¯\_(ツ)_/¯
Das hängt sehr stark von der Stadt ab. In größeren Städten kann es sogar unterschiede zwischen Stadtteilen geben, in denen Regenwasser mal getrennt und mal nicht getrennt wird.
Für die meisten Leute ist die Toilette näher als ein Straßengully.
Es geht um die grüne Tonne, die vom Abfalldienst geleert wird. Diese ist fast immer näher am Straßenabfluss als an der Toilette.
Interessiert es Leute ernsthaft, ob die Tonne am Straßenrand stinkt?
Jain. Aber wenn wir unsere nicht sauber machen, bildet sich mit der Zeit am Boden eine Kruste, die immer dicker wird. Wenn da halt erst mal die unteren 15-20 cm belegt sind und sich das mit der Leerung auch nicht bessert...
Früher wurden die Tonnen im Sommer wöchentlich geholt und auch gereinigt. Dann haben sie es auf 14-tägig geändert aus Kostengründen. Dieses Jahr entfällt mit derselben Begründung auch die Reinigung als Leistung.
das was ich mir bei dieser ganzen müll-verwertungs-frage immer denke ist, was wenn da einer seinen cadmium-akku reinhaut? das zeug ist ja hochgiftig, schon in kleinen mengen. mit einem akku hast du wahrscheinlich gleich einmal ein paar grenzwerte überschritten. es wundert mich, vom müll zu erwarten, dass dieser sortenrein genug ist, damit das kein problem ist. ich kenne nämlich durchaus leute denen es scheißegal ist wo sie was reinwerfen, hauptsache es ist weg.
Bin vor ein paar Monaten abends nach Hause gekommen und höre so ein Piepen aus dem Abstellraum des Mehrfamilienhauses. Dachte mir, muss ich nachschauen, nicht dass da ein Feuermelder anschlägt oder sowas.
Ewig in dem Raum gesucht, bis ich irgendwann draufgekommen bin, dass es aus der Kommunen-Biotonne heraus piepst.
Da dachte ich mir auch, wie schafft man es, sowas ausgerechnet in die Biotonne zu werfen?
Du wohnst im Nachbarhaus und wirfst deinen unsortierten Müll in unsere Tonne, richtig?
Geht's jetzt um so Pseudo-Plastik-Beutel? Hab so Altpapiertüten dafür und Papiertüten seien ja anscheinend okay...?
#Biomüllpapiertütenultras
Papiertüten können ja gut und schnell kompostiert werden. "Kompostierbarer" Kunststoff dagegen benötigt zu lange um auf klassische Weise kompostiert zu werden. Daher sind diese Müllbeutel nur empfohlen wenn dein Biomüll nicht kompostiert, sondern verbrannt wird.
So hatte ich das auch erwartet, aber hätte ja sein können, dass über neue Erkenntnisse berichtet wird, also dass jetzt Papier doch als "Störstoff" angesehen wird.
Kannte bisher eben auch nur die Papiertüten, dann bin ich davon ausgegangen, dass das mit "kompostierbare Biomüllbeutel" gemeint sein wird...
Sollen halt keine Geringverdiener sein und sich einen Garten mit Komposthaufen besorgen!
Oder einfach Papiertüten nehmen