this post was submitted on 29 May 2026
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[–] KatherinaReichelt@feddit.org 45 points 21 hours ago (5 children)

Ich verstehe es immer noch nicht: Die Abfallbetriebe beschweren sich über diese Bio-Kompost-Plastiktüten und dass diese nicht kompostierbar sind. Und in den Supermärkten und Drogerien stehen diese gleichen Biomüllbeutel mit Werbeversprechen, dass diese ja "zertifiziert kompostierbar" sind. Wenn die sich halt nicht kompostieren lassen, dann sollten sie auch nicht als kompostierbar verkauft werden.

[–] IratePirate@feddit.org 8 points 10 hours ago

Spaßfakt: Bei meinem Abfallbetrieb wurden die sogar zeitweise kostenlos an Leute ausgegeben, die ihren Biomüll dort vorbeibrachten. Bin nun endgültig verwirrt.

[–] B0rax@feddit.org 27 points 20 hours ago (1 children)

Ja, hier kann man aus meiner Sicht dem Verbraucher keinen Vorwurf machen da die Leute im besten Wissen und Gewissen handeln.

[–] D_a_X@feddit.org 3 points 16 hours ago (1 children)

Bye the way: bis vor wenigen Jahren waren die Kaffeefiltertüten bei meinen Eltern zu Hause noch kompostierbar. Inzwischen zersetzen sie sich nicht mehr innerhalb von ein oder zwei Jahren. Also wird jetzt der Kaffeesatz aus den Tüten rausgekratzt, kompostiert und die Tüten aus Restmüll entsorgt. Wäre mir zu nervig.

Wir verwenden eine French Press und haben das Thema nicht.

[–] elvith@feddit.org 4 points 16 hours ago

Ich hab neben der French Press auch so einen Permanentfilter, den ich auskratze und dann spüle. Ist auch nicht verkehrt.

[–] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 4 points 19 hours ago

Soweit mir bekannt ist, sind die meisten kompostierbaren Kunststoffe nicht so einfach kompostierbar. Es reicht nicht, die einfach in die Gegend zu legen, und auch ein gut gepflegter heimischer Kompost reicht da nicht. Es braucht vor allem hohe Temperaturen, die nur in industriellen Kompostieranlagen erreicht werden, damit sich die Stoffe zerlegen.

Vermutlich werden auch einige Entsorger die notwendige Umgebung nicht haben, um die Tüten wirklich wieder in Biomasse zu verwandeln.

Dazu natürlich noch das Durcheinander, dass viele auch nicht kompostierbare Tüten in die Tonne werfen und der Entsorger das nicht so einfach unterscheiden kann.

Ich nehme für den Biomüll schon immer Biomülltüten aus Papier, da bin ich sicher, dass sich das auch zersetzen lässt. Ich bestelle alle paar Jahre Mal einige hundert Stück, dann sind sie pro Stück deutlich günstiger als der 10er-Pack im Supermarkt.

[–] unexposedhazard@discuss.tchncs.de 3 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago) (1 children)

Es is nich so kompliziert eigentlich. Es ist nicht praktisch möglich für eine sortieranlage oder menschen den unterschied zwischen einem nicht und einem kompostierbaren beutel festzustellen. Die schrift auf dem beutel ist längst nicht mehr lesbar wenn der müll bei denen ankommt. Das heißt sie müssen alles was grob aussieht wie ein plastikbeutel rausziehen.

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 9 points 20 hours ago (1 children)

Ich meinte eher das "Wenn das so ist, warum darf ich dann Plastikmüllbeutel mit der Werbung "Für Biomüll super geeignet, ganz knorke Beutel für deinen Biomüll" verkaufen?

Ah ik verstehe. Ja für garten kompost sind sie ja wunderbar geeignet, nur haben die meisten halt keinen garten...