this post was submitted on 09 May 2026
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Deutschland

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Technologie Offenheit... Haben alle den Untergang in 5 Jahren verdient

top 18 comments
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[–] Fribbizz@feddit.org 2 points 2 days ago

Technologieoffenheit würde doch bedeuten, sich die Batterietechnologie offen zu halten.

[–] DrunkenPirate@feddit.org 17 points 3 days ago (2 children)

Wenn man das so liest, gleicht das einer Bankrotterklärung: Batterieforschung und -produktion gestrichen, Antriebsproduktion (für eBikes) gestrichen und Softwareentwicklung gestrichen.

Was will Porsche denn dann demnächst als Kernaufgabe machen, wenn es in Batterie, Motor und Software keine Kompetenzen hat? Design, Montage, Marketing und Service? Für einen Automobilhersteller ist das echt eine gewagte Strategie: keine Kernkompetenz mehr, nur Zukauf.

Neulich gelernt, dass die Ami‘s dafür einen Begriff haben „skin in the game“ Der fehlt vielen deutschen Unternehmen und auch Politikern.

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 5 points 3 days ago

Genau das - im Endeffekt höhlt man damit ja seine eigene Firma aus. Wenn die Entwicklung bei Porsche dann nur noch darin besteht, dass man Batterien und Elektromotoren anderer Hersteller zusammenstöpselt, dann gibt es ja kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Warum sollte man sich dann einen Porsche kaufen?

[–] rbn@sopuli.xyz 1 points 2 days ago (1 children)

Vielleicht sind sie auch einfach im Management zu dem Schluss gekommen, dass sich Porsche als Luxusmarke mit Elektroantrieb nicht behaupten können wird, wenn es jetzt passable Sportwagen aus China für ein Fünftel des Preises gibt. Wenn dem so ist, stoppen sie jetzt die Investitionen und reiten die Kuh, so lange sie noch ein paar Moneten aus den Verbrenner-Emotionen der Kundschaft pressen können.

Ich denke ehrlich gesagt, dass sie - falls das ihre Einschätzung sein sollte - damit auch nicht wirklich falsch liegen. Auch Ferrari, Lamborghini etc. würde ich keine große Zukunft mehr prophezeien. Selbst WENN sie jetzt auf Elektro umsteigen.

[–] DrunkenPirate@feddit.org 1 points 2 days ago

Schwer einzuschätzen. Reichen sind die Spritkosten egal, die haben genug Geld. Eventuell haben die keinen Bock auf lange Ladezeiten. Aber ob die so einen Massenmarkt darstellen, wage ich zu bezweifeln. Porsche bewegt sich ja im Segment Einsteigerreichtum bis nach oben.

Auf jeden Fall büßt Porsche das Technologieimage bei Elektro ein. Ob die den Weg von Jaguar gehen werden (wer ist Jaguar?), werden wir sehen.

[–] ranslite@pie.dasneuland.de 33 points 3 days ago (2 children)

Das Tochterunternehmen Cellforce passe nicht zur technologieoffenen Strategie.

Kann mir das bitte jemand erklären? Wie kann sich von einer Technologie verabschieden und das mit Technologieoffenheit begründen?

[–] Ooops@feddit.org 23 points 3 days ago

Ab irgendeinem Punkt wird "technologieoffen" halt albern, weil jeder mit 2 funktioniereden Gehrinzellen weiß, dass es nur Code ist für "einfach weiter wie bisher und so tun, als wenn jeden Moment eine neue Technologie vom Himmel fällt, durch die das nicht bekloppt ist und im Untergang endet".

Und wenn man erstmal soweit ist, müssen die Worte keinen wirklichen Sinn mehr ergeben. Sie sind halt eh nur noch Gebrabbel für Idioten, die darauf herein fallen.

Der selbe Typ Idiot hätte auch damals die Entwicklung von Autos zugunsten von Kutschen verweigert, weil sicher jeden Moment die magische Super-Pferderasse gezüchtet wird, die Motoren obsolet machen.

[–] Etnaphele@lemmy.world 12 points 3 days ago

Es ist lediglich ein Typo: “technologie-affene Strategie” = nur auf die Affen achten, die ohne ihren bruuum bruuum sich nackig fühlen!

[–] Jiral@lemmy.org 2 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Porsche schafft sich ab. Glauben die den Schwachsinn von der "Technologieoffenheit" gar selbst schon?

Man darf Dampflokomotiven nicht ignorieren sie werden auch in der Zukunft einen Platz haben mit Schweröl befeuert und mit hocheffizienten Kesseln ...

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 0 points 1 day ago (1 children)

Die Dampflok ist aber jetzt ein sehr schlechtes Beispiel.

Du wirst es kaum glauben, aber Dampflokomotiven mit Kohlekesseln werden tatsächlich noch außerhalb von Museen aktiv benutzt. Die funktionieren nämlich besonders gut in abgelegenen Gegenden mit wenig entwickelter Infrastruktur, weil die Technik so primitiv ist, dass sie mit sehr einfachen Mitteln zu warten und reparieren ist und so viele Jahrzehnte lang mit geringem Aufwand zuverlässig funktioniert. Außerdem kann man im Kohlenkessel praktisch alle brennbaren Feststoffe verbrennen. Ob Kohle, Holz, oder getrocknete Kuhscheiße, ist dem eigentlich egal, man braucht nur entsprechend dem Heizwert unterschiedliche viel Brennstoff für gleiche Leistung.

Effizienz ist nicht Alles. Wartbarkeit, Langlebigkeit und Robustheit sind auch wichtig, obwohl die Befürworter einer Wegwerfgesellschaft ständig versuchen, uns das Gegenteil einzureden.

[–] Jiral@lemmy.org 0 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Wieviele Dampflokomotiven sind in der EU noch im regulären Güter- bzw Personenverkehr in routinemäßiger Verwendung? Abgesehen von Oldtimer Verwendungszwecken nahe null. Abgesehen davon, Dampflokomotiven sind nett und cool gerade weil sie weitestgehend nicht mehr in Verwendung sind. Für Anrainer deren Häuser von Ruß ganz geschwärzt wurden nicht so sehr. In den Städten wird man sich schon bald nicht nehr vorstellen können wie es war als diese noch vollgestopft waren mit Drecksschleudern und die Luft von Verkehrsabgasen getränkt war. Für mich war das ein Augen öffnendes Erkebnis als eine Transitroute zur Fußgeherzone umgewandelt wurde. Das was mir am stärksten Auffiel war die dramatische Verbesserung der lokalen Luftqualität.

Es ging hier aber ohnehin um Hersteller die von "technologieoffen" faseln. Wie verkaufen sich denn neu produzierte Dampflokomotiven so in der EU? Dampflokomotiven sind ein einwandfreies Beispiel.

Was Wartbarkeit angeht, elektrische Antriebe sind weitaus wartungsfreundlicher als Verbrenner. Das Problem bei modernen Autos sind nicht der Antrieb/Tank/Batterie.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 1 points 1 day ago (1 children)

Was Wartbarkeit angeht, elektrische Antriebe sind weitaus wartungsfreundlicher als Verbrenner. Das Problem bei modernen Autos sind nicht der Antrieb/Tank/Batterie.

Moderne Autos sind überhaupt nicht mehr wartbar. Noch vor 20-25 Jahren konnte man mit mäßigem mechanischem Geschick und einem spärlich ausgestatteten Werzeugkasten viel Routinewartung und Einiges an Reparaturen am Auto recht einfach selbst machen. Das hat den Herstellern nicht gefallen. Inzwischen sind die so weit, dass sogar Vertragswerkstätten viele Komponenten, die man in der Vergangenheit einfach repariert hat, nur noch austauschen, weil sie nicht mehr reparierbar sind. Ob die Autohersteller jetzt Eisenschrott oder Elektroschrott herstellen, macht da keinen Unterschied. Schrott bleibt Schrott. Und für die Preise, die die für ihre Produkte abrufen, ist das eine bodenlose Unverschämtheit.

[–] Jiral@lemmy.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Das hat halt alles so rein gar nichts mit der "technologieoffen" Thematik zu tun und ist ein gänzlich separates Problem.

Wie gesagt, das liegt nicht an der Antriebstechnologie. Elektromobile gab es schon vor 100 Jahren und waren schon damals deutlich einfacher zu warten als Verbrennungsmotoren. Moderne Elektromotoren sind natürlich komplexer aber noch immer deutlich simpler als moderne Verbrenner, mit deutlich weniger Verschleißteilen.

Würden moderne Dompflokomotiven gebaut wären sie genauso wartbar (oder eben nicht) wie moderne E-Lokomotiven.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 0 points 1 day ago (1 children)

Die Batterie selbst ist ein Verschleißteil und verliert mit jeder Benutzung kontinuierlich an Kapazität. Das ist wie wenn bei einem Auto mit Verbrennungsmotor bei Benutzung ständig der Tank kleiner würde, aber der Tank nicht wirtschaftlich austauschbar wäre. Solange es keine standardisierten, einfach austauschbaren Batterien gibt, ist das überteuerter Elektroschrott.

[–] Jiral@lemmy.org 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Ich hab nirgends gesagt, dass EVs keine Verschleißteile hätten. Der Verschleiß der Batterie wird regelmäßig stark überschätzt. Selbst moderne NMC halten mittlerweile solange dass sie normalerweiße über die Lebensdauer gar nicht angegriffen werden müssen geschweige denn ersetzt. Wenn das dann doch der Fall sein sollte ist bei Verbrennern wohl auch oft schon eine gröbere Motorreparatur fällig.

Wenn Sie sich um die Langlebigkeit des Akkus sorgen, dann wählen Sie halt ein Auto mit LFP Akku. Die halten ca 600000 km lange eine Kapazität über 80%.

[–] smokeysnilas@feddit.org 6 points 3 days ago* (last edited 3 days ago) (1 children)

Porsche ist damit nicht allein, das ist ein Kulturproblem in der deutschen Autoindustrie und ich würde behaupten sogar darüber hinaus in der deutschen Kultur als solche. Nach meiner Erfahrung geht es im Kern auch nicht um Umweltverschmutzung, Klimaschutz oder (langfristigen) wirtschaftlichen Erfolg.

So wie deutsche (Groß)unternehmen organisiert sind hat man als Manager ein Interesse daran, möglichst wenig Verantwortung zu übernehmen und möglichst wenig Entscheidungen zu treffen. Das ist alles nur Angriffsfläche die einen Manager in seiner Position potentiell gefährden kann. Alles was nur ansatzweise kontrovers oder mit Risiko verbunden ist, und das ist der Aufbau einer Batterietochter immer egal ob die Technologie absehbar die einzig richtige ist, wird wegdelegiert oder irgendwie verzögert oder vermieden. So kommt es dann zum Stillstand und zu Innovationsfeindlichkeit.

In der aktuellen Situation ist ein Manager der in der Batterieforschung Millionenbeträge vernichtet hat immernoch besser als ein Manager der einfach nichts macht. Aber das ist halt nicht die Konzernkultur, Investitionen werden erst gemacht wenn jedes Risiko zu 100% ausgeschlossen ist und jemand anderes dafür die absolute Verantwortung übernimmt.

[–] Jiral@lemmy.org 2 points 2 days ago

Naja, VW ist noch nicht ganz verloren. Die versuchen zumindest noch die Kurve zu kratzen, auch was Batterientechnologie und -fertigung angeht. Und der ID-Polo ist endlich mal ein EV den der Markt braucht und preislich in die richtige Richtung geht.

[–] dwt@feddit.org 1 points 3 days ago

Klingt nach Heiz Bock schnell Kasse machen bis das Unternehmen unweigerlich eingeht.

Oder aber von der politik/der Allgemeinheit gerettet wird, weil too big to fail. 🤦