In ihrem Antrag für den Bundesparteitag verlangt die Bundesspitze von ihrer Partei ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht Israels. So heißt es darin: "Wir bekennen uns daher weiterhin unmissverständlich zum Selbstbestimmungsrecht von Jüdinnen und Juden im heutigen Staat Israel." Das Gleiche gelte demnach auch für die Palästinenserinnen und Palästinenser. Auch sie hätten das Anrecht auf einen eigenen Staat. Im Antrag ist daher die Rede von einer "integrativen Zweistaatenlösung".
Zugleich versucht der Antrag zwischen den unterschiedlichen Positionen in der Partei zu vermitteln. So heißt es, die Linke sei mehrheitlich davon überzeugt, dass es sich dabei um "Völkermord" handele. Andererseits dürften Menschen, die Zweifel daran hätten, dass der juristische Tatbestand eines Genozids erfüllt sei, nicht fälschlicherweise unterstellt werden, "sie würden damit die israelischen Kriegsverbrechen leugnen oder gar unterstützen."
Das klingt doch sehr vernünftig. Es verbindet jene, die sich vorwiegend für das palästinensische Volk einsetzen und jene, die hinter jeder Israelkritik Antisemitismus vermuten. (Sorry, bin da ziemlich biased)