this post was submitted on 24 Feb 2026
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Die Klimakrise ist real - doch die grüne Transformation stößt auf wachsenden Widerstand. Soziologe Philipp Staab erklärt im Interview, warum viele Menschen Klimaschutzmaßnahmen nicht als Fortschritt, sondern als Bedrohung empfinden, weshalb selbst Profiteure der Energiewende kaum Enthusiasmus zeigen - und wie die AfD den kollektiven Frust geschickt für sich nutzt. Sein Befund: Die Gesellschaft steckt in einer tiefen Identitätskrise, in der Angst die Hoffnung verdrängt hat.

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[–] A_norny_mousse@piefed.zip 27 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (1 children)

Was für ein Scheissartikel. Ich verstehe gut dass OP ihn pfostieren wollte.

Während Menschen noch vor kurzer Zeit auf den Straßen für besseren Klimaschutz demonstrierten – oder sich auf den Asphalt klebten –, herrscht nun auffällige Stille.

Weil die Bekämpfung des Faschismus noch wichtiger ist, würde ich sagen.
Und weil der grösste lebende Faschist auf diesem Planeten so dermassen dagegen ist ihn zu retten, dass es schwer ist dagegen anzukommen bevor man ihn beseitigt.

Und damit wäre auch die Frage beantwortet warum denn gerade die AfD so lauthals gegen die "Grüne Wende" anschreit.

Ich kann dieses ständige Erwähnen der AfD echt nicht mehr. Das sind zu Politikern aufgestiegene Internet-Trolle die ständig und kindisch nach grösstmöglicher Negativaufmerksamkeit suchen. Sie haben die emotionale, undurchdachte Instinktivreaktion zur Weisheit des Volkes erhoben, und das Volk (anscheinend nicht nur AfD-Wähler) glaubt ihnen.

Wer das immer noch nicht begriffen hat ist entweder ein geheimer Faschistensympatisant oder anderweitig komplett verstrahlt.

Ausserdem wird diese "Stille" (und der "Lärm") auch immer von den Medien erzeugt.


Was das Klima selbst betrifft, ja, langsam sickert es in das kollektive Bewusstsein dass es eine "Rettung" nicht mehr geben wird.

Tausende Klimatologen* auf der ganzen Welt: *seufz* - das haben wir euch vor Jahrzehnten gesagt!

Jetzt geht das Zähneknirschen mit Krokodilstränen los. "Wir können die steigenden Zahlen an Klimaflüchtlingen leider nicht reinlassen, wo kämen wir denn da hin!"

* und jeder Wissenschaftler der irgendwie annähernd Ahnung von der Materie hat, und noch viel mehr Menschen die klug genug sind zuzuhören

[–] Teppichbrand@feddit.org 6 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (2 children)

Ich habe diesen Artikel schon oft geteilt, der ist wirklich sehr erkenntnisreich. Und er erwähnt nicht reflexhaft die von dir sehr treffend beschriebene Troll-Partei.

Edit: https://www.zeit.de/2025/03/klimaschutz-elite-arbeiterklasse-energiewende-nachhaltigkeit/komplettansicht

[–] rumschlumpel@feddit.org 6 points 1 month ago (1 children)

Hast du einen besseren Link, der keine Malware verteilt? (Kontext: https://feddit.org/post/25004491)

[–] A_norny_mousse@piefed.zip 1 points 1 month ago (1 children)

Immer noch? Mist.

Der Blogger kann einem echt leid tun.

[–] rumschlumpel@feddit.org 3 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Naja an dem Punkt, wo das einmal gemacht wurde, ist diese Seite halt überhaupt nicht mehr vertrauenswürdig. KP ob das mit der Malware mittlerweile geändert wurde, aber ich werde das ganz sicher nicht ausprobieren.

[–] A_norny_mousse@piefed.zip 2 points 1 month ago

Auch ich bin leider nicht mehr willig archive.today/is/usw. aufzurufen. Welcher Artikel ist es denn?

[–] varyingExpertise@feddit.org 13 points 1 month ago (1 children)

Hängengeblieben ist bei mir: "Die Nachricht an die Menschen ist, dass auch sie mit solchen Ersatzhandlungen ihrer Ohnmacht entkommen können." - so lange Bedarf an solchen Lückenfüllern besteht kann man in einer schwieriger werdenden Welt immer weniger Leute abholen. Mist.

[–] DGen@piefed.zip 6 points 1 month ago (1 children)

Es wird erfolgreich daran gearbeitet Innovation und Zukunftsfähige Technologie als schlecht darzustellen.

Und wenn man vom Status Quo redet, sollte man sich ehrlicherweise auch fragen, wessen Status Quo? Wem dient was?

[–] A_norny_mousse@piefed.zip 2 points 1 month ago

wessen Status Quo?

Cui bono? 💰

[–] it_depends_man@lemmy.world 9 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (1 children)

Kaum einer wollte hier für das Programm der öko-kapitalistischen Erneuerung in die Bresche springen.

Was war Ihre Reaktion?

Wir waren doch ziemlich überrascht.

Hä, da schlägt jemand dem Öko Spektrum einen grünen globalen Turbokapitalismus vor und die wollen das nicht?!?! Voll komisch. Ist doch Grün?!

Wachstum?!!

/s

Ich verstehe das auch total das Fridays for Future "eingeschlafen" ist, die Proteste wurden maximal medial und polizeilich verfolgt und haben exakt null Wirkung in der Politsphäre erreicht. Wer die Message nach 10 jahren Protesten nicht hört, ist nicht taub oder dumm, oder sondern will nicht. Das hat die Bewegung verstanden.

Besonders im Kontrast zu den Bauern, die einfach nur mit Gerät anfahren müssen und sofort kriegen was sie wollen.

[–] zaphod@sopuli.xyz 5 points 1 month ago (1 children)

die Proteste [...] haben exakt null Wirkung in der Politsphäre erreicht.

Ich würde behaupten, dass die Proteste die Grünen 2021 in die Bundesregierung gebracht haben und das war die progressivste Regierung seit langem. Seit dem hat sich aber politisch einiges gewandelt.

[–] it_depends_man@lemmy.world 4 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Ja,... ich hab ein bisschen drüber nachgedacht, das stimmt schon, aber es hat das Ruder eben auch nicht so massiv rumgerissen das wir jetzt auf dem richtigen Weg wären. Es waren schon Fortschritte, aber eben nicht so drastisch wie wir sie brauchen um das Problem so radikal anzugehen wie es eigentlich wissenschaftlich und von der Bewegung gefordert wurde.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 8 points 1 month ago (4 children)

Was da vollständig ausgeklammert wird, ist die Frage der Kosten. Denn durch die zunehmende Umverteilung von unten nach oben können sich immer mehr Leute die tolle grüne Modernisierung gar nicht leisten. Da geht es nicht nur um Bevormundung, sondern darum, dass die Bevormundung arm macht. Dass ausgerechnet eine Partei wie die AfD, die noch mehr auf Arme scheißt, als der ganze Rest, ist natürlich absurd.

Dass ein Soziologieprofesser das nicht sieht, wundert mich nicht, der kann sich sowohl das neue Elektroauto, als auch die Wärmepumpe leisten. Und kriegt dann sogar noch Zuschuss dafür.

[–] DGen@piefed.zip 8 points 1 month ago (1 children)

Das ist der fundamentale Knackpunkt. Klimaschutz.. wer es sich leisten kann.

Die Öl-Lobby hat sehr erfolgreich das Klimaproblem auf Einzelpersonen verschoben (CO2-Fußabdruck). Natürlich führt das insgesamt zu einer Überforderung. Wie soll man das stoppen?

Hinzu kommt ..viele die Sau viel Geld haben, scheißen drauf - die können sich aber auch einen Schutz leisten, wenn's richtig beschissen wird. Das hat auch eine gewisse Signalwirkung.

Am Ende hängt es wieder mal am Kapitalismus und der Verteilung von unten nach oben. 

[–] A_norny_mousse@piefed.zip 7 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (1 children)

Die Öl-Lobby hat sehr erfolgreich das Klimaproblem auf Einzelpersonen verschoben

Genau dies. Das hat sich im Laufe der Jahrzehnte richtig in unsere kollektiven Gemüter eingebrannt. Während Ölfirmen auch noch PR-Gummipunkte bekommen weil sie "Grüne Technologien unterstützen".

[–] DGen@piefed.zip 3 points 1 month ago

Während Ölfirmen auch noch PR-Gummipunkte bekommen weil sie "Grüne Technologien unterstützen"

Das treibt mit regelrecht Schaum vor den Mund. Es gibt kaum etwas heuchlerisches. Genau der gleiche Unfug wie E-Fuels. 

[–] elvith@feddit.org 5 points 1 month ago (1 children)

Denn durch die zunehmende Umverteilung von unten nach oben können sich immer mehr Leute die tolle grüne Modernisierung gar nicht leisten.

Nach dem Motto "das Geld ist nicht weg, es ist jetzt nur woanders" hätte ich da so ein paar Ideen zur Finanzierung...

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 1 month ago

Diesen Ideen widersprechen aber sämtliche Parteien, die in den letzten Jahrzehnten mitregiert haben.

[–] Lemmchen@feddit.org 5 points 1 month ago

Beim ersten Teil gehe ich mit. Der zweite ist dann leider Polemik.

[–] rumschlumpel@feddit.org 5 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (1 children)

Im Gegenteil können es sich Ärmere nicht leisten, dass die Politik Milliarden in dreckige Energieträger wie Erdgas investiert und bewusst die Wende zu erneuerbaren Energien ausbremst.

Darüber hinaus essen Ärmere auch, genauso wie der Rest der Bevölkerung, in der Regel deutlich mehr Fleisch und Milchprodukte als von seriösen Ernährungsexperten empfohlen wird, was mMn dagegen spricht, dass diese Nahrungsmittel, die stark subventioniert werden, jetzt schon zu teuer sind.

[–] Limerance@piefed.social 1 points 1 month ago (2 children)

Den Armen die Freiheit bei der Ernährung einzuschränken ist nah einer „sollen sie doch Kuchen essen“ Einstellung.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 1 month ago

Das hätte mehr Gewicht, wenn ich nicht selbst arm wäre.

[–] Crumblefluff@feddit.org 0 points 1 month ago

Jeder sollte Kuchen essen, zumindest in größeren Teilen als bisher. Darum geht es ja. Wer sich jetzt noch hinstellt und fordert, dass wir eine Klimawende hinlegen müssen ohne Einschränkungen, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

Uns es ist keine Frage des Geldbeutels, was für eine Illusion. Die billigsten Kalorien, die problemlos mit einer auagewogenen Ernährung vereinbar sind, sind fast ausschließlich pflanzlich, z.B. Reis, Kartoffeln.

[–] Obin@feddit.org 7 points 1 month ago (1 children)

Wir hätten das Klimageld gebraucht. Wenn die Grünen eines auf die Reihe kriegen hätten müssen, dann wäre es das gewesen. Sie hätten alles andere dem unterordnen müssen. Wenn am Ende des Monats ein paar zusätzliche hundert Euro auf dem Konto wären mit "Gruß, Robert Habeck" im Überweisungstext, dann sähe die Bereitschaft in der Bevölkerung ganz anders aus.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 10 points 1 month ago (1 children)

Ganz ehrlich: Wir sollten hier nicht den Grünen die Schuld geben. Gegen die geballte Macht und Publizistik der Gegenseite waren sie vollkommen chancenlos. Dem Klimageld wäre es unter Merz genauso gegangen wie dem Bürgergeld. Das war ja explizit dazu gedacht, um Hartz IV und das damit verbundene Stigma zu überwinden. Und dann schau dir an, was die Menschenfeinde gerade als Kampagne fahren

[–] Obin@feddit.org 2 points 1 month ago* (last edited 1 month ago) (1 children)

Dem Klimageld wäre es unter Merz genauso gegangen wie dem Bürgergeld.

Es ist ein großer Unterschied ob Merz (sagen wir) 200€ von einer als Sozialschmarotzer gebrandmarkten Minderheit nimmt, die keine Lobby hat, oder jedem einzelnen und letzten Bundesbürger. Keine Anti-Klimapropaganda der Welt hätte den Leuten schmackhaft gemacht dieses Geld aufgeben zu müssen, das wäre politischer Selbstmord gewesen.

Ok, zumindest wenn es ordentlich gemacht worden wäre. Weil wenn man es, wie beim Deutschlandticket, nur halbherzig raushaut, weil grade bisschen Geld über war, aber ohne rechtliche Absicherungen Gesetze zur nachhaltigen Finanzierung zu machen, dann hätte Merz ein Leichtes gehabt das als einmaligen Exzess einer dekadenten Ampelregierung abzuurteilen, den "wir uns jetzt nicht mehr leisten können, irgendwas, irgendwas, Wirtschaft", soweit bin ich bei dir. Aber ich hätte sehen wollen wie er ein entsprechendes Gesetz, das die Finanzierung eines nennenswerten Klimageldes aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung zementiert wieder abgeschafft hätte. Die Leute wären auf die Barrikaden gegangen. Die Leute hätten nach höherem CO2-Preis geschrien! Keine Propaganda hätte den Leuten den Fakt, dass 90% der Menschen nun durch Klimapolitik mehr auf dem Konto haben ausreden können.

[–] plyth@feddit.org 0 points 1 month ago

Die Leute hätten nach höherem CO2-Preis geschrien!

Denke ich auch. In drei Jahren ist Bundestagswahl. Wenn man das jetzt zum Thema macht und als Projekt 2029 verspricht, und die Wähler bindet, müssen CDU und SPD es umgehend umsetzen, damit das Thema vorbei ist und sie die Wahl nicht verlieren.

[–] D_a_X@feddit.org 4 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)
[–] Limerance@piefed.social -5 points 1 month ago (1 children)

Die deutsche Politik hat kollektiv versagt was Klimaschutz angeht. Angefangen bei der vehementen Anti-Atombewegung, über Kohlekult, Verbrennerwahn, Solar- und Windskeptik. Alles davon hat konservativ-reaktionär-romantische Anteile.

Der von Linken und Umweltschützern als Sieg gefeierte Atomausstieg war ein Klimapolitisches Eigentor gigantischer Ausmaße.

[–] Obin@feddit.org 4 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Deine Position steckt sowas von in den 80ern fest. Wir sind nicht ausgestiegen wegen Tschernobyl, sondern weil Atomkraftwerke teuer sind, im Bau ewig brauchen, elend teuer im Unterhalt sind, wegen den aufwändigen Prüfungen, dann im Rückbau nochmal elends teuer, dann die elends teuere Müllentsorgung, im Sommer nicht mehr betrieben werden können wegen Wassertemperatur oder niedrigem Grundwasserspiegel, und dann irgendwann erst kommen noch die paar Bedenken wegen Sicherheit dazu, in den 2000ern hauptsächlich wg. Terrorismus, nicht Unfällen.

Es hat schon seinen Grund, dass wenn man diese Kosten alle den Betreiber zahlen lässt (und damit in den Strompreis einrechnet), anstatt den Steuerzahler hinterher blechen zu lassen, auf einmal niemand mehr Atomkraftwerke betreiben will. Es rechnet sich nicht.

Der Fehler nach dem Beschluss des Ausstiegs war schlicht und einfach, dass die Erneuerbaren-Industrie von Altmaier ge-Altmaiert wurde. Das und dass man dann voll auf Kohlekraft gesetzt hat kannst du nicht den Linken und Grünen anlasten.