this post was submitted on 30 Sep 2026
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Der Tarifsvertragsangestellte ist natürlich schuld und nicht die Führungsetage, die seit Jahrzehnten Misswirtschaft betreiben. Man könnte schon Marktführer bei E-Autos sein, hat aber lieber das Geld in Schummelsoftware und die Gerichtskosten gesteckt.
Guck dir bloß nicht, die hiesigen oder auch europäischen Märkte an, sonst könnte dir was auffallen...
Spoiler
In Deutschland sehen z.B. (Stand August 2026) die eAuto-Hersteller mit den Top10 Zulassungen so aus: Skoda, BMW, VW, VW, Mercedes, Skoda, Audi, Mercedes, Audi, CitroënAber da wir in wunderbaren post-faktischen Zeiten leben, ist die permanente Beschallung darüber, dass deutsche und europäische Hersteller gar kein Angebot haben, das mit den marktdominierenden Chinesen (nach zigfachen neuen Absatzrekorden und Verdoppel- Verdreifachungen immer noch <5% Marktanteil) konkurrieren könnte, halt die "Realität".
Liegt das nicht eher an den hohen Zöllen auf chinesische E-Autos bei gleichzeitig geringer Elektrifizierungsrate in der EU? Verkaufszahlen in der EU sind nutzlos, weil der Markt so klein ist.
NEV share (BEV + PHEV){in China}: Nearly 55% of new car sales in 2025 (IEA Global EV Outlook 2026). Some months in 2026 exceeded 56-60%.
Edit: Quelle ergänzt. China hatte 2025 55% elektrische und teilelektrische Antriebe bei den Neuzulassungen, überwiegend batterieelektrisch (BEV).
Dass der europäische Markt vergleichsweise klein ist, mag zwar für Unternehmen, die zuvor einen großen Teil des Absatzes in China hatten, relevant sein, ist aber nicht, worüber ich gesprochen habe.
Es wird inzwischen seit Jahren praktisch monatlich von den neuesten Verkaufrekorden chinesicher Elektroautos in Deutschland, wie auch in Europa, geredet. Wenn das mediale Narrativ einen Funken Realität enthielte müssten die allerdings irgendwo auf deutschen Straßen unterwegs sein. Oder es müssten sich welche in den Zulassungszahlen finden lassen. Also werden uns konsequent Märchen erzählt (meist im Stile von "Marktanteil beeindruckenderweise vervierfacht!!!" - also von nichtigen 0,1 auf lächerlich 0,4 Prozent).
Irgendwer gibt eine Menge Geld aus, um uns von den unschlagbaren chinesischen EVs zu überzeugen. Dazu noch die Milliardeninvestitionen in europäische Werke, um die eben ohne Zölle vor Ort herstellen zu können. So unwichtig und irrelevant ist der europäische Markt also.
Die Geschichten passen halt vorne und hinten nicht zur Realität. Als das letzte Mal vor etwa einem Jahr die große mediale Flut alá "BYD steigert seine Verkaufszahlen um gigantische +158%! Europäische Hersteller gehen unter!!!" umging, hab ich mir den Spaß gemacht und ein paar Zahlen rausgesucht. Und siehe da: Skoda +182%, Citroen +411%, Prosche +204%.
Du hast Recht: Der europäische Elektroautomarkt ist noch vergleichweise klein. Aber ununterbrochen werden wir mit Nachrichten über chinesische Hersteller und deren rapidem Wachstum überschüttet. Und ganz zufällig wird immer vergessen zu erwähnen, dass der ganze Markt gerade massiv wächst, insgesamt sogar deutlich stärker. Das schaut irgendwie nicht nach der anstehenden Dominanz aus, die uns verkauft werden soll.
Ich habe von Kollegen aus Portugal gehört dass dort die chinesischen Marken durchaus sehr präsent sind auf den Straßen. Oder wer in letzter Zeit mal in der Türkei war sieht dort ein ähnliches Bild. Der deutsche Markt ist hier noch anders, der ist aber wirklich so klein das es praktisch irrelevant ist. Wenn man in Europa weiter schaut und sich vor allem die preisbewussten Käufer und Märkte anschaut, also dort wo die Gehälter eben die Hälfte oder weniger sind als hier, dann sind die chinesischen Hersteller schon eine ernste Konkurrenz. Und das trifft eben auf viel mehr Länder zu, die reichen Länder sind hier eher die Ausnahme. Und ich fürchte außerhalb von Europa wird das eher noch stärker der Fall sein. Und am Ende entscheidet sich das Schicksal der deutschen OEMs in den Exportmärkten, das war schon immer so.
Stand heute ist EU-weit fast jedes zehnte eAuto auf China. Aber das sind eben 10% Marktanteil für alle Chinesen zusammen. Gegenüber 15% für VW (nur die Marke, nicht die Gruppe – dann eher mehr als das doppelte).
Edit/PS zum Thema "kleiner europäischer eAutomarkt": https://feddit.org/post/36142162
Damit machen –auch wenn man das auf Grund der langlebig von Auto noch nicht auf der Straße sieht– eAutos dann jetzt 25%, oder zuletzt 33%, des gesamten Automarktes aus. Ich weiß ja nicht, ob ich das noch als "klein" bezeichnen würde...
Das "klein" bezog sich auf den deutschen Automarkt im Verhältnis zum restlichen Markt, also allen weltweiten Exportmärkten.
Dein Problem ist also die pro-chinesische Propaganda? Ich bin da emotional nicht so involviert... Ich hatte den Eindruck, dass europäische Marken tendenziell teurer sind als chinesische und die Elektrifizierung schneller voran gehen würde, wenn die Chinesen es auf den EU-Markt schaffen.
China hat jede Menge Geld investiert, um riesige eAuto-Produktionen aufzubauen. Klar sind die billiger. Sie bekamen massive staatliche Hilfen, ihnen wurden quasi Produktionszahlen verordnet, und jetzt sitzen sie auf produzierten Autos, die sie loswerden müssen, (und auf den Produktionskapazitäten). Das ist keine marktwirtschaftliche Situation, dass da Autos für Entwicklungskosten plus Produktionskosten plus Gewinnmarge verkauft werden. Da wurde für teils staatliches Geld produziert, was der Staat angeordnet hat. Und jetzt will man die lieber billig loswerden, als dass die verroten.
Und ja, da die EU aus klimatechnischen Gründen die Elektrifizierung fördert und dabei europäische Autos genauso wie importierte aus China, würde die Elektrifizierung sicher ohne Zölle schneller gehen. Aber möchte man die chinesiche Strategie, die ganz klar auf den Aufbau eines Monopols (und den daraus folgenden Abhängigkeiten) auf Staatskosten zielt, entsprechend belohnen oder sind Zölle in dem Fall absolut gerechtfertigt und nicht einfach ein Schutz der heimischen Industrie vor vermeintlich gleichwertiger aber preiswerterer Konkurrenz (dafür müsste man ja erstmal wissen, was so ein Auto real kosten würde... vielleicht bringt uns Produktion in Europa, wo vieles transparenter sein muss, der Antwort etwas näher).
Fairer punkt aber da ist finde ich wichtig zu betrachten, dass so 70% oder sogar mehr firmenzulassungen sind.
Also allea fahrzeuge über firmenleasing/dienstwagenprivileg.
Als privatperson können sich deutsche e-autos meist nur rentner leisten.
(Kleinwagen jetz mal außenvor - die sind haaalbwegs machbar)
Das ist aber kein neues oder eAuto-spezifisches Phänomen.
Aber trotzdem der grund, weshalb die chinesen so stark in ihrem land sind und aktuell bei uns erstarken.
Dort mit krasser subvention - schon klar. Aber die strategie geht auf.
Bei uns steigen sie auch aktuell weiter auf und das verkaufsargument bei einem chinesischen auto ist mit sicherheit nicht das jahrelange vertrauen - denn das hat nur VW usw.
Der chinese kann nur mit einem punkten - so viele features wie möglich für einen kampfpreis.
Die strategie haben sie schon jahrzehnte gefahren und ist der grund warum heute alles in china produziert wird.
Und wenn deutsche anbieter nicht mehr mit qualität überzeugen oder so teuer sind, dass sich die meisten die marktoptionen sehr genau ansehen, dann sind die chinesen auf einen schlag recht weit hoch in der pro/kontra ranking liste.
Es behauptet ja keiner, dass die chinesische Konkurrzenz keinen Gedanken wert ist. Was ich bemängele ist, dass die ständige mediale Beschallung so tut als wären chinesische eAutos konkurrenzlos und marktbeherrschten mit ständigem rasanten Wachstum.
Aber in der Realität haben alle chinesischen Hersteller zusammen vielleicht 10% Marktanteil, VW (nur Marke, nicht die ganze Gruppe) über 15%. Wenn wir von beindruckenden +160% Zuwachs an Verkäufen hören, stehen deutsche Hersteller bei ähnlichen, wenn nicht sogar deutlich bessere Werten, weil das einfach der eAuto Markt ist, der wächst. Wir hören in den Massenmedien von Mängeln oder Rückrufen bei deutschen Herstellern, bei den chinesischen mit viel Glück irgendwo in der Fachpresse.
Die Wahrnehmung wird (und das absichtlich) halt massiv verzerrt.
Fließbandarbeiter werden schon noch ein Stück unter nem 6-stelligen Gehalt sein.
Also wenn man die beiden Stellen nach dem Komma mitzählt, kommt das schon hin…
Die Führungsebene hat sich Jahrzehnte lang schön den Hintern breit gesessen, das Geld kam ja praktisch von selbst. Die Belegschaft wurde mit ausreichend guten Bedingungen ruhig gehalten. Innovation und Veränderungen waren auf allen Seiten unerwünscht. Die Politiker haben es geliebt, keiner musste hier wirklich etwas leisten, um auszukommen, ein echtes Paradies. Jetzt ist es vorbei und weder Politik noch Gewerkschaften noch die komplett inkompetente Führungsriege werden das noch ändern können. Sie werden es allerdings versuchen, vermutlich mit Steuergeldern.