this post was submitted on 23 Aug 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Naja, die meisten LKWs laufen nun mal mit einem Verbrennungsmotor, es gibt einen Wandel, der dauert aber... dementsprechend hängen Lebensmittelpreise auch mit dem Spritpreis zusammen. Ansonsten: Wer fährt heute Verbrenner? Neben dem Überzeugungstäter "Diesel-Dieter" doch auch hauptsächlich die Leute die sich einfach keinen Neuwagen leisten können und auf ihre "alte Karre" angewiesen sind...
Oder die Infrastrukturtechnisch kein E-Auto sinnvoll betreiben können.
Die gibt es aber nicht. Die Infrastruktur ist da, die paar weißen Flecken kann man an einer Hand abzählen.
Viele haben nur keine Ahnung, wie das mit dem Laden funktioniert und meinen nur, dass sie das nicht können. Ich kann nach fast 6 Jahren BEV aber klar sagen, dass Laden im Alltag kein Problem darstellt.
Natürlich gibt es die.
Ich habe bei mir in der Nähe keine Schnell-Ladesäulen, bedeutet eine volle Ladung würde 3-4 Stunden dauern. Ich gehe 1x die Woche einkaufen für ca. 30 Minuten... damit bekomme ich nur 100-200 km ins Auto, was für den Arbeitsweg bei weitem nicht ausreicht.
Jetzt bleibt mir nur das Auto irgendwo zum Laden abzustellen, wo ich dann irgendwie nach Hause kommen und irgendwann das Auto wieder abholen muss.
Klar, das geht schon, es ist nicht unmöglich, aber es ist nicht praktisch oder alltagstauglich.
Würde es zum Beispiel ein System mit Wechselakku geben, das wäre eine gute Sache. Hin fahren, Akku tauschen, weiter fahren.
So Diskussionen hatten wir hier erst kürzlich.
Die Stellen in DACH, an denen mal weder zu Hause, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, am Gym oder bei Gelegenheit unterwegs laden kann, sind anekdotische Einzelfälle, die für die Gesamtsituation irrelevant sind.
So wie Du sagst, es gibt bei Dir nix, kann ich sagen, dass ich eine Säule gegenüber meiner Haustür stehen hab.
Im Allgemeinen ist es unter den typischen Anforderungen des Otto-Normalverbrauchers heute möglich, überall in DACH ein BEV zu betreiben, es besteht kein infrastrukturelles Problem.
Nope. Hab die gleiche Situation wie der Kommentator über dir, ich hab keine Möglichkeit zu laden ohne dass es ein Riesen Zeitaufwand wäre. Und nur weil laut Karte irgendwo ne Ladesäule existiert, heißt es auch nicht, dass die immer auch frei ist wenn man laden muss. Es sind keine anekdotischen Einzelfälle; denn wen man zur Miete in einem Mehrfamilienhaus ohne Stellplatz mit Lademöglichkeit wohnt und nicht auf Arbeit laden kann und es eben im direkten Umfeld keine Ladesäule gibt, bedeutet ein BEV zusätzlicher Zeitaufwand im Vergleich zum Verbrenner. Und diese Situation ist nichts spezielles, viele Menschen befinden sich in diesen Umständen. Und beim Einkaufen zu laden ist auch nicht ausreichend, wie vorher schon gesagt, wenn die Ladesäule da kein Schnellader ist und man eben nur wöchentlich einkaufen geht.
Viele Haushalte haben auch gar kein Auto. Ganz besonders stark ist das bei armen Haushalten der Fall. Im April waren auch 6,7% des PKW Bestands in Deutschland in der Lage mit Strom zu fahren(also BEV oder PHEV). Oh und LKW fahren meistens mit Diesel. Es gibt bald mehr Batterie LKW als Benziner.
Ich möchte als jemand aus einem ehemals armen Haushalt stammt sagen: Wenn du auf dem Land (oder in einer ländlichen Region) ohne funktionierenden ÖPNV wohnst dann brauchst du - auch als armer Schlucker - eben dein Auto wenn du arbeiten gehen willst.
Bis ich etwa 30 war bin ich mit Autos der 300 - 500 € Kategorie herumgefahren habe alles was notwendig war selbst geschraubt und mir Teile vom Schrott geholt um die Kisten irgendwie noch ein Jahr länger zu fahren oder über den TÜV zu bringen, und wenn der TÜV nicht machbar war... naja, dann gab's halt die Plakette aus dem Laserdrucker...
Das gehört für mich und meine Familie ZUM GLÜCK heute der Vergangenheit an aber trotzdem muss man sehen, dass auch arme Haushalte einfach "zum Überleben" auf das Auto angewiesen sein können.
Nur leben halt nur 25% der Deutschen in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern. Selbst da gibt es Gemeinden mit brauchbaren ÖPNV oder die nah genug an der Arbeit sind, dass man mit dem Rad fahren kann. Bei günstigen und einfach zu bekommenden Wohnraum kann man sogar in die Nähe der Arbeit ziehen.
Und ALLE Haushalte sind auf Wohnraum und Essen zum Überleben angewiesen. Sprich da sollte man entlasten.
Gibt es bestimmt, in der Zeit in der ich zum Niedriglohnarbeitgeber fahren musste war das nur definitiv nicht der Fall. JETZT, wo ich einen ganz auskömmlichen Job habe ist das alles kein Problem, JETZT kann ich mit dem E-Bike zur Arbeit pendeln, damals? Völlig illusorisch.
Das KANN man machen, wenn man sein komplettes soziales Umfeld und evtl. auf Unterstützung angewiesene Verwandtschaft aufgeben will... kann man machen...
Lebensmittelpreise hängen aber auch zB damit zusammen dass durch die Dürre dieses Jahr viel weniger geerntet wurde. Oder dass wenige Großkonzerne quasi den kompletten Einzelhandel unter sich aufteilen, die Preise abstimmen und nach oben treiben. Deshalb stiegen sie auch schon unabhängig von und viel stärker als Kraftstoffpreise.
Und auch sonst, das Argument bleibt: Warum Spritpreise subventionieren statt zB die MWSt auf unverarbeitete Grundnahrungsmittel abschaffen und das Kartellamt ein bisschen motivieren mal die Augen aufzumachen?
Weil du mit der Subvention der Spritpreise eben gleich mehrere Fliegen mit einer Klatsche schlägst: Die verteuerten Transportwege, der (geringer verdienende) Endverbraucher etc.
Stimmt. Aber dabei subventionierst du halt immer die Lebensmittel mit dem längsten Transportweg am meisten, nicht alle Endverbraucher (zB die mit E-Auto nicht) und belohnst damit rückwärtsgewandtes und klimaschädliches Produzieren und Transportieren. Wenn man die MwSt auf Grundnahrungsmittel abschaffen würde würde man Menschen entlasten und gleichzeitig den Markt regeln lassen, was die klimafreundliche Transformation angeht. Wer nur eine bestimmte Technologie (Verbrennung) subventioniert, handelt ideologisch und nicht technologieoffen.