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Die Reichen werden reicher: Privates Geldvermögen der Deutschen steigt auf Rekordniveau
(www.tagesspiegel.de)
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Ja die schlagen was ernsthaft schlechtes vor weil sie bereits auf der ersten Millionen zu langen wolle. Das hat mit Musk und anderen Milliardären genau nichts zu tun, macht sie aber für jeden Eigenheimbeseitzer unwählbar.
Weiß nicht. Man kann ja auch als Besitzender Bock auf eine solidarische Gesellschaft haben ¯\_(ツ)_/¯.
50 % Abgaben auf Arbeit noch nicht solidarisch genug?
Deine Frage ergibt keinen Sinn. Eine Vermögenssteuer einführen bei 50% Steuern und Abgaben ist solidarisch, da man die Last nicht mehr nur den Arbeitnehmern aufbürdet.
Das unterstellt, dass die Vermögenden nichts bezahlen würden. Ich für mein Teil zahle schon Grundsteuer und fleißig Vorabpauschale auf noch nicht realisierte Gewinne. Wenn ich sie dann realisiere 25 %. Jetzt noch mal auf den ganzen Kuchen eine wahllose Steuer abdrücken, weil… Ja warum eigentlich?
Weil du massiv was davon hast, wenn die ärmeren Menschen sich wieder als geschätzter Teil der Gesellschaft fühlen können. Die Linke sagt ja nicht "Alle Steuern bleiben wie sie sind und wir erheben die Vermögensteuer wieder, haha". Als Ausgleich wird ja Einkommen aus Arbeit, insbesondere bei Geringverdienern, massiv entlastet in deren Plänen.
Das meinte ich ja: auch Vermögende könnten das gut finden. Armutsbekämpfung schützt vor Faschismus, Kriminalität und vielen weiteren Effekten, die sich auf das Umfeld, in dem die Vermögenden sich aufhalten, positiv auswirken. Platt: auch wenn ich in einem Schloss wohne, kann ich mich darüber freuen, wenn es in meiner Stadt gepflegte Parks und gut finanzierte Schulen gibt.
Ich glaube Wertschätzung etwas mehr ist, als 3 Euro mehr Alimente von der PdL zu bekommen.
Unterm Strich hatte die PdL ein Konzept mit dreistelligen Mehreinnahmen bei der Steuer, da ist kein proportionaler Ausgleich https://www.iwd.de/artikel/was-die-parteien-beim-thema-steuern-planen-644084/
Die Parks bezahlt bei uns die Stadt, die Schulen das Land, bis da eine vom Bund erhobene VSteuer runtertropft, dauert das ne ganze Weile.
Ja, z.B. von seinem Einkommen ein "normales" Leben führen zu können. Was halt passiert, wenn man Menschen bspw. vergünstigte ÖPNV Tickets gibt oder USt. auf Nahrungsmittel senkt.
Dem GG nach steht die Vermögensteuer den Ländern zu. Zack, schöne Schulen schon mal erreicht. Bin mir sehr sicher, dass die Linke auch an den Gewerbesteuern drehen möchte, zack, Kommunen können Parks kaufen.
Unser Staat hat einen Finanzbedarf. Infrastruktur, Schulen, Verwaltung, Digitalisierung, Justiz etc. Mehrere Bundesregierungen und über 100 Regierungskoalitionen auf Länderebene haben alles versucht, um zu sparen und schlaue Lösungen zu finden. Am Ende hat man das Land kaputt gespart, sodass dysfunktionale Infrastruktur und Verwaltung der Wirtschaft massiv schaden. Staatsausgaben sind also alternativlos.
Seit Jahrzehnten haben wir Reallohnverluste. Die Armen werden Ärmer, die Reichen werden aber immer reicher. Inzwischen kommen wir dadurch an einen Punkt, an dem die Lebensqualität der Arbeitnehmer darunter immer mehr leidet.
Das führt zu einem Rechtsruck. Alle Parteien werden kollektiv für die schlechten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte verantwortlich gemacht. Nicht mal zu unrecht, da sie eben die Gesetze gemacht haben, die diese Verschlechterungen gebracht haben.
Die Lösung wäre allerdings nicht die AFD, sondern eine linke Regierung, die Vermögen und Erbschaften besteuert und Gehälter entlastet.
Mein Kommentar zielte eher darauf, dass ich glaube, dass die Linke sinnvollere Dinge kauft als ihre politische Konkurrenz. Die Dinge, die die Linke will, führen zu einer solidarischeren, faireren und v.a. stabileren Gesellschaft. Und daher würde ich dann auch Vermögensteuer zahlen ¯\_(ツ)_/¯.
Abgesehen davon stimmt das ja mit 50% Abgaben auf Arbeit nur so mittelmäßig. Rentenansprüche und Krankenversicherung bringen ja direkt Leistung. Die reinen Steuern sind ja nicht 50%.
Edit: und Leute, die nicht arbeiten und nur von ihrem Vermögen leben, zahlen das ja gleich gar nicht. Finde da die Zucman Steuer gar nicht dumm, in dem Kontext. Da zahlt man nur die Differenz zur Vermögensteuer quasi.
Dass diese linke Politik langfristig zu Wohlstand und Fairness für alle führt, bezweifle ich ernsthaft. Sah man ja nicht zuletzt und Chávez in Venezuela. Wenn erst mal die Staatsquote hoch genug ist und eine Produktionsmittel unter Parteikontrolle kommt die Korruption von ganz alleine.
Ich weiß nicht, welche Vermögenden du meinst, die von ihrem Vermögen leben aber nichts bezahlen. Für jeden Zins Euro werden selbstverständlich Kapitalertrag Steuern fällig, Kirchensteuern, Solidaritätsbeitrag. Jemand, der nur von seinem Vermögen lebt, muss zudem seine Krankenkasse entsprechend seiner Kapitaleinkünfte im Jahr bezahlen.
Das mag für Die Linke schwer verständlich sein, aber einfach-Millionäre sind weder extrem reich, noch zahlen Sie keine Steuern und Abgaben in diesem Land.
In meiner Wahrnehmung führt halt alle sonstige Politik der letzten Jahrzehnte auch nicht dahin. Würde ich probieren. Aber darum geht es ja gar nicht. Geht um die Aussage, dass "jeder der ein Eigenheim besitzt die Vorschläge der Linken zur Vermögensteuer doof finden muss". Ich sage ja nur, die Linke ist ja nu' keine Ein-Themen-Partei. Nur weil ich persönlich von der Vermögensteuer betroffen wäre, kann ich ja viele andere Vorschläge dieser Partei schlau finden?
Torpfosten verschieben, much? Du hast diese fantasierte 50% Abgabenquote auf Arbeit erwähnt. Kein Mensch, insbesondere kein Vermögender, zahlt so viele Abgaben.
Quelle? Of course I know him, he's me!
Ich würde davon ausgehen dass das auch Leute ablehnen die davon ausgehen dass sie davon betroffen werden. Was mit Eigenheim und mangelndem Inflationsausgleich bei einer VSteuer ab 1 Mio einfach fest zu erwarten ist.
Schon der Mindestlöhner in Vollzeit bekommt von seinem Arbeitgeberbrutto nur 40 % auf das Konto. Spoiler: Das wird nicht besser, wenn man mehr verdien. Siehe: Beliebiger Arbeitgeberbruttorechner.
Kann man sich nicht ausdenken. Du gibst als Beispiel für "solidarisch genug" die schlimme Abgabenquote an (von denen man ja Leistung bezieht, die also in eine "Solidarquote", wenn man sie sich denn ausdenken würde, gar nicht reinzählen) und jetzt reden wir auch noch über das Arbeitgeberbrutto? Weißt du, wieviele Abgaben der Arbeiter auf den von ihm erwirtschafteten Mehrwert bezahlt? Davon bekommt er ggf. nur noch 1% auf sein Konto. Schlimmschlimm, das!
Leistungen die ich nicht möchte, geil. Das ist staatlich mandatierte Abgabe, also gehörts zur Abgabgenquote. Da jetzt Untermengen anders zu nennen ändert nichts daran.
Über was denn sonst?
Also definitiv mal die explizit vom Staat verlangten. Da komme ich wie gesagt auf 40-50 % Abgabenlast. Wie kommst du auf 99? Die Rechnung kenne ich nicht.
Wow, ich will auch nicht, dass von meinen Steuern Autobahnen gebaut und fossile Energien subventioniert werden, buhuu.
Was der Staat nicht vom Mehrwert klaut, klaut der Arbeitgeber. Von staatlichen Ausgaben hat der Arbeiter aber ggf. etwas.
Hier übrigens die tatsächliche Abgabenlast:
Inklusive USt. und den schröcklichen Sozialabgaben. Kaum über 50%, und, huch, warum flacht denn die Kurve ab dem ca. 85% Perzentil da wieder ab?
Drei Prozent der Eigenheimbesitzer sind Immobilien Millionär(e). Der Vorschlag der Linken sieht dann so aus: Bei einer Million Eigenheim muss man ~436€ monatlich an Abgaben zahlen. Vorausgesetzt man besitzt die Immobilie alleine und hat keine Schulden.
Man kann natürlich das Narrativ glauben dass hier Omis aus ihren kleinen Häusern in Speckgürteln getrieben werden. Diese Fälle muss man allerdings mit der Lupe in den 3% suchen.
Ich weiß nicht, warum wir jetzt nur die Eigenheimbesitzer dafür anschauen, aber 10 % der Haushalte zwischen 65 und 75 sind schon mal Millionäre https://www.iwd.de/artikel/mit-dem-alter-waechst-das-vermoegen-489710/
Die Familie, die mit Ende 30 das Eigenheim kauft, hat natürlich erst mal nicht viel Vermögen weil noch viel auf Pump.
Natürlich ist es egal, ob das Geld im ETF hängt oder im Eigenheim, Es wird schließlich alles addiert.
Naja weil du meintest dass mit die Linke mit der Vermögenssteuer für alle Eigenheimbesitzer unwählbar ist. Was 41,9% aller Deutschen wären.
Okay also das arbeitgebernahe Forschungsinstitut sagt dass nur die obersten 10% aller Haushalte der Altersgruppen von 55-74 über eine Million besitzen. Und das auch nur sehr knapp über einer Million. Dazu müsste man noch beachten dass der iwd hier Haushalte aufzählt kein Vermögen pro Kopf. Von wie vielen Menschen reden wir denn hier? Ich finde keine verlässlichen Zahlen um das zu vergleichen.
Ich würde aber behaupten man findet Mittel und Wege um 19k-61k loszuwerden wenn es wirklich darauf ankommt. Auf der anderen Seite werden die Leistungslosen endlich mal zur Kasse gebeten. Klingt für mich gut, endlich wieder eine Leistungsgesellschaft auferstehen lassen in Deutschland!
Ja, und du fragst so gar nicht nach warum, sondern postolierst direkt, dass ja gar nicht jeder Eigenheimer heute Millionär ist. Das ist richtig, aber wer heute ein Eigenheim zu 500.000 kauft hat völlig absehbar allein schon der Inflation wegen, bis er das abbezahlt hat in 30 Jahren da eine nominale Million stehen. Siehe https://gerd-kommer.de/blog/wertsteigerungen-wohnimmobilien/
Da hat einfach keiner Bock drauf.
Eine Eingrenzung hast du da. Bevor wir hier Gute-Daten-schlechte-Daten spielen, komm gerne mit besseren. Aber die Vsteuer kann ja keine Steuer sein, die gleichzeitig was bringt aber auch garkeinen wirklich betrifft. Deutschland hat millionen Millionärshaushalte.
Die 10 % haben mindestens die Million + zerquetschte, nicht im durchschnitt. Das ist die Grenze zu den obersten 10 % in der Alterskohorte.
Wo nimmst du das her? Wann ist jemand leistungslos? Vielleicht messen wir das mal, schauen wer überhaupt schon wie viel beiträgt, als hier am Vermögen irgendwas festzumachen. Nochmal: Die haben mit Elon Musk und Klattens nichts zu tun. Das sind keine Milliardäre. Jeder 20 Jährige hat heute ein erwartbares Lebensarbeitseinkommen von mehreren Millionen Euro.
Achso weil es in ~30 Jahren in der Zukunft durch kalte Progression einen selbst treffen könnte, vorausgesetzt die Freibeträge werden in 30 Jahren nie angefasst, ist es logisch dass jeder Eigenheimbesitzer dagegen sein muss? Steile These, bin Immobilienbesitzer und bin für die Vsteuer. Warum? Weil nur eine progressive Besteuerung von Vermögen die Vermögensungleicheit ausgleichen kann.
Wofür Brauch ich bessere Daten? Wir sehen dass maximal 10% in zwei Altersgruppe betroffen sind. Tendenziell deutlich weniger weil falsche Messgröße. Und nu? Eigentum verpflichtet, wer mehr Kapital anhäuft profitiert von der Infrastruktur um ihn herum.
Leistungslos sind ungefähr 75% in Deutschland zu ihrer Milliarde gekommen. https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-milliardaere-in-deutschland-drei-viertel-erben Ja wie oben schon erwähnt wenn nie irgendwas angepasst wird. Klar wenn man davor Angst hat dann lassen wir das System besser so unfair wie es gerade ist. Wo führt diese Kapitalverklumpung uns hin?
Jetzt bist du wieder Faktor 1000 über den Millionären. Was hat das mit Millionären zu tun? Würde sich der Drang zu Besteuerung ändern, wenn die Millionäre nicht leistungslos zu ihrer Million gekommen wären?
Das liegt einfach Größenordnungen daneben. Das ist wie die Steuern für Menschen mit 50.000 Euro Jahreseinkommen anzuziehen aufgrund irgendwelcher Verfehlungen von Menschen mit 50 Millionen Euro Jahreseinkommen.
Irgendwo muss man eine Freigrenze ja setzen. Über die aktuelle Freigrenze kann man gern nochmal nachdenken. Auch wie man die gestaltet. Evtl einfach an das Medianeinkommen netto, 45 Jahre lang 100% sparen mit Faktor 2 oben drauf und dann wächst die Grenze mit dem Medianeinkommen. Das wären aktuell knapp 2,052 Millionen.
Ich finde, wer mehr Geld hat als ein Arbeiter in zwei Arbeitsleben verdienen kann, der sollte der Gesellschaft etwas zurückgeben können/müssen. Klar ist das ne Milchmädchenrechnung, aber da unser Reallohn angeblich relativ gleich bleibt sollte das ja annähernd hinkommen.
Für sowas wäre ich komplett zu haben. Das entspricht einer Systematik und meinem Gerechtigkeitsempfinden, dass man sich doch bitte ein sorgenfreies Leben ansparen können darf. Kest, Krankenkasse etc. zahlt man ja eh noch obendrein.
Irgendwelche 65 jährigen abzukassieren weil die nach einem Arbeitsleben dann doch die Früchte eines Arbeitslebens besitzen halte ich für unverfroren. Mal davon ab, dass Pflege easy all dieses Geld benötigen kann.
Finde es schön dass wir einen Konsens finden. Ich finde man darf den Anreiz des Leistens und Aufbauens nicht zerstören.
Irgendwelche 65 jährigen abzukassieren weil die nach einem Arbeitsleben dann doch die Früchte eines Arbeitslebens besitzen halte ich für unverfroren. Mal davon ab, dass Pflege easy all dieses Geld benötigen kann.
Joa wenn das wirklich alles selbst erarbeitet ist darf man das ja gerne behalten. Meine Meinung.
Im Moment jedoch bestrafen wir Arbeit (mit hohen Abgaben) und belohnen Kapital. Das ist nicht der Weg zu einer Leistungsgesellschaft sondern zu frustrierten Lohnsklaven.
Anstatt was? Ererbt? Dann sollten wir über Erbschaftssteuern reden, nicht über Vermögensteuern.
Auch dem würde ich widersprechen. Auf Unternehmensebene haben wir zahlreiche Steuern, für Dividenden und Unternehmensverkäufer Kapitalertragsteuer, für Fonds haben wir vorab pauschalen, für Immobilien haben wir Grundsteuer. Das ist eine regelrechter und er könnte gerne mal angeglichen werden, so dass alle Kapitalertragsarten ähnlich besteuert werden. Dass wir die nicht besteuern ist faktisch falsch.