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Stimme dir zu, bis auf das Militär. Europa ist Russland heute schon deutlich überlegen. Und zwar in praktisch jeder denkbaren Kategorie. Soldaten, Waffen, Munition, Panzer, Flugzeuge, Produktionskapazitäten. Quantitativ und Qualitativ. Scheinbar ist ja die Ukraine allein Russland annähernd ebenbürtig. Man könnte sich sogar überlegen, ob die Unterwerfung unter US-Sicherheitsinteressen Europa nicht sogar unsicherer gemacht hat, da sich der berechtigte Hass auf den US-Imperialismus so auch auf Europa auswirkt. Denn Europa wird auf der Welt, vermutlich zurecht, als das Hündchen der Amerikaner betrachtet. Falls es dir also nicht darum geht, Europa selbst wieder zu einem Imperialen Gebilde zu machen, ist der Fokus auf Militär Verschwendung. Die Abhängigkeit Europas von den USA ist außerdem viel mehr eine technologische und ökonomische. Darum muss Europa in unabhängige Energieversorgung, eigene digitale Infrastruktur, unabhängige Finanzstrukturen und Bildung bzw. Forschung investieren. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass Europa sich von der extrem schädlichen Austeritätspolitik verabschiedet, welche die CDU der ganzen EU aufgezwungen hat. Außerdem müssen neue Abkommen geschlossen werden. Warum nicht ein eurasisches Sicherheitsabkommen, bei dem China dafür sorgt, dass Russland chillt.
Russland? Ja. Aber Russland ist aktuell nicht mehr die einzige potentielle Gefahr. Jetzt, wo Amerika Venezuela einfach mal aus heiterem Himmel semi-annektiert hat, müssen wir auch mit Amerika als potentiellem Aggressor rechnen.
So gern ich das glauben würde, aber das ist falsch. Die Ukraine hätte ohne die Unterstützung von außen gegen Russland nicht so lange gegenhalten können, um ihre eigene Produktion in ausreichendem Maß hochfahren zu können.
Es geht nicht darum, Europa zu einem "Imperialen Gebilde" zu machen, sondern darum, dass du ohne ein schlagfertiges und mächtiges Militär von Leuten mit einem schlagfertigen und mächtigem Militär geprügelt wirst. "Si vis pacem, para bellum" - Willst du Frieden, rüste dich für Krieg.
Das stimmt, und hier müssen wir unbedingt etwas machen. Aber das heist nicht, dass wir die militärische Bedrohung, die Amerika seit vorgestern nunmal darstellt, ignorieren können oder sollten.
Tatsächlich würde eine "Befreiung" der ökonomischen und technologischen Abhängigkeit erst recht erfordern, dass wir uns militärisch aufrüsten - denn dann hätte Amerika weniger zu verlieren, wenn es wirklich zu einem Krieg kommen sollte.
Weil China kein Interesse daran hat, dass Russland chillt. Solange Russland Aggressor ist, kann China seine eigenen kleinen Kriegsprojekte fortsetzen, wie z.B. eine Invasion von Taiwan. Tatsächlich wäre es China vermutlich auch sehr Recht, wenn Amerika in einen größeren Krieg verwickelt wäre. Dann würde sich der globale Fokus noch weiter in diese Richtung schieben und China hätte mehr oder weniger freie Fahrt.
Russland hat noch keine Massenmobilisierung gemacht, die arbeiten im Moment immer noch größtenteils mit Zeitsoldaten.
Ein Militär, das zur Verteidigung taugt, muss so viel stärker sein, als der erwartete Gegner, dass auch ein verblendeter Diktator wie Putin, dem sich niemand traut, schlechte Nachrichten zu überbringen, und dem das Leben und Wohlergehen seiner Bevölkerung scheißegal ist, trotzdem nicht traut, anzugreifen.
Dafür sollte man natürlich kein riesiges stehendes Militär benutzen, denn das wäre in der Tat nicht gut für die Gesellschaft. Viel mehr muss man ausreichend Material und gut skalierbare Produktionskapazitäten haben, und das Personal größtenteils über den Aufbau einer großen Reserve vorhalten. Dabei führt leider kein Weg an einer Wehrpflicht vorbei, aber das ist ein kleineres Übel, als die Alternativen.
Optimal wäre ein gemeinsames EU-Militär. Tendenzen in die Richtung gibt es ja schon mit Kooperation und gemeinsamen Einheiten verschiedener EU-Länder in einigen Bereichen, allerdings gehört das Alles vereinheitlicht und sauber unter einen Hut gebracht. Das würde auch sehr wahrscheinlich das deutsche Problem mit den vielen Nazis im Militär eindämmen, denn Nazis wird es kaum in ein "ausländisches" internationales Militär ziehen, in dem Führungskräfte möglicherweise sogar Anstoß an ihrer Weltanschauung nehmen.
Definitiv. Spätestens die europäische Beteiligung an den amerikanischen Nahost-Feldzügen hat eine dicke Zielscheibe auf sämtliche beteiligten Länder gemalt. Außerdem sind Militärstützpunkte eines Gegners in einem Krieg legitime Angriffsziele, egal, wo sie sich befinden. Alle Länder, die US-Stützpunkte beherbergen, haben also noch zusätzliche Zielscheiben für Angriffe von jedem, mit dem die USA einen Krieg vom Zaun brechen, für den Fall, dass die Waffensysteme mit entsprechender Reichweite haben. Der Ukrainekrieg hat ja eindrucksvoll bewiesen, dass es durchaus möglich ist, dass auch Länder, die über nur eine kleine Luftwaffe und keine weitreichenden Raketen verfügen, mit ein bisschen Kreativität und aktueller Technik trotzdem auch sehr weit von ihrem Territorium entfernt militärische Angriffe durchführen können. Die Drohnenangriffe auf russische Luftwaffenstützpunkte bis in Sibirien durch ukrainische Agenten (Die Drohnen aus den Containern, die per Spedition verschickt wurden) konnte nicht mal der russische Polizeistaat verhindern.
Gerade mit einem wahnsinnigen Möchtegern-Diktator, der für ein bisschen PR und einen schäbigen Raubzug einfach mal einen Krieg anfängt, und den bis jetzt noch niemand aufgehalten hat, sind die USA eine große Gefahr für alle ihre "Verbündeten".
Ja. Betonung liegt hier auf "eigene". Also auch die Kapazitäten, die zur Gewinnsteigerung nach China oder in andere Billiglohnländer ausgelagert wurden, wieder zurückholen.
Diese dümmliche Sparpolitik hat noch nie geholfen. Wenn man nötige Investitionen aufschiebt, werden die nur teurer. Sparpolitik ist eigentlich das genaue Gegenteil von Sparen, denn irgendwann ist die Investition so dringend nötig, dass man sie nicht mehr verschieben kann, und um ein Vielfaches teurer.
Das war nicht nur die CDU, die SPD und einige ihrer EU-Äquivalente (insbesondere, als sie noch Mitglied waren, Labour aus Großbritannien) haben da fleißig mitgemacht.
Also da habe ich schlechte Nachrichten für dich, denn Faschisten im Militär ist bei weitem kein exklusiv deutsches Problem, ehr im Gegenteil da es in Deutschland zumindestens noch ein gewisses Problembewusstsein dazu gibt.
Wenigstens richtiggehende Nazis sind in anderen Ländern in der Regel nicht gerne gesehen.
Erinnerst Du Dich an den Bundeswehr-Offizier und Nazi, der als syrischer Flüchtling verkleidet einen Terroranschlag begehen wollte, um die Öffentlichkeit gegen Ausländer aufzuhetzen? Der war ja auf einem Austausch nach Frankreich seinem dortigen Vorgesetzten wegen seiner Äußerungen aufgefallen und der hatte ihn zurückgeschickt und gemeldet, mit der Empfehlung, ihn aus dem Dienst zu entfernen, die Bundeswehr wollte ihn aber lieber behalten und hat das auch getan.
Das hätte dem auch bei nem Austausch in ne andere Abteilung der BW passieren können. Aber klar, Hakenkreuze und sonstiger historischer Nazikram sind im europäischen Ausland selten gern gesehen, aber wenn es das lokale Equivalent ist, dann sind das halt "aufrechte Patrioten" 🙄
Der war aber nicht durch Hakenkreuze und andere Nazisymbolik aufgefallen, sondern durch einfachen Rassismus.