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Puh, da wird mir jetzt etwas zu detailreich. Deshalb nur kurz:
Am Rande daher so viele dicke eSUV‘s:
Ich habe nie behauptet, dass solche Steuerumgehungsmethoden einfach sind. Schwer- und Überreiche haben eine Menge Helfer um das zu bewerkstelligen. Spart ja viel Geld. Da kann das Finanzamt personell und fachlich kaum mithalten.
Zu den Themen findest du viel im Internet und YT bei Suche nach Steuergestaltung, Immo Gmbh und Familienstiftung
Das stimmt. Konsum lässt sich jedoch nicht einfach so als Investition umdeklarieren.
Ein Unternehmen kann aber nicht einfach mal so ein Haus kaufen und zum Spottpreis vermieten, sondern es muss auch eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegen (ansonsten Liebhaberei) und bspw. marktübliche Mieten genommen werden. Und spannend wird es ohnehin, wenn ein auf 0 abgeschriebenes Wirtschaftsgut dann plötzlich verkauft werden soll/muss. Da greift der Fiskus nämlich sofort wieder rein.
Absolut. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, dass die Grenze des Fahrzeugpreises von 60TEUR auf jetzt 100TEUR erhöht wurde.. da hat die Autolobby "gute" Arbeit geleistet.
Jo, aber ehrlich gesagt ist da auch viel Unfug dabei. Es gibt "tolle" Konstrukte, um Geld am Fiskus vorbei von Firma A nach Firma B zu verschieben, aber die allermeisten dieser Konstrukte brechen dann hoffnungslos zusammen, wenn die Schlauberger irgendwann auch mal an ihr Geld ranwollen und es entnehmen möchten. Was nützt es dir, dein Geld jahrelang in einen Ballon zu pumpen, an den du dann nicht mehr herankommst?
Das würde ich so nicht sagen. Ab einer gewissen Größe hast du ohnehin eine lückenlose Prüfung und das sind keine Idioten, die da sitzen. Nicht zu unterschätzen.
Wieso unterm Marktpreis vermieten? Muss man doch nicht. Ob du Miete zahlst oder in der gleichen Höhe deinen Hauskredit abzahlst, ist ja gleich - Haus bewohnen kostet was.
Nur, wenn du die Miete deinem Unternehmen bezahlst, kann das die Zinsen des Hauskredits als Kosten abziehen und die Wertminderung (AfA) des Hauses. Das kannst du als Privatperson nicht. Gewinn muss ein Unternehmen nicht ausschütten, kann es aber. Ist dann nur 25% Kapst. oder MiniJob an deine Kinder oder GF als Nebenjob oder Whatever. Oder du behältst den Gewinn und kaufst noch ein Haus davon.
Diesen Gewinn durch Steuervorteile wird eine Privatperson niemals haben, obwohl Miete/ Hauskredit gleich hoch sind. Das ist der bereichernde Punkt an diesen Konstrukten.
Ja, Gier frisst Hirn. Das ist die immanente Gefahr bei denen. Machste halt 5 Gmbh‘s auf mit jeweils € 10k steuerfreie Ausschüttung pro Jahr.
Das ist halt alles auch Papier- und Orgaaufwand und macht vermutlich erst ab 5 Mio Sinn.
(Keine Steuerberatung. Nur angelesen und empört)
Nur, dass du in diesem Fall dann sowohl (marktübliche) Miete zahlen musst (als Privatmann), als auch den Hauskredit abbezahlen musst (über das Unternehmen). Irgendwo muss dein Unternehmen das Geld für das Haus ja auch herhaben. Aufgrund der Gewinnerzielungsabsicht muss das Unternehmen dabei Gewinn machen, du müsstest deinem Unternehmen also mehr Miete zahlen, als es selber für die Finanzierung des Hauses braucht. Diese Miete zahlst du außerdem aus deinem Netto-Einkommen, also Geld, das du bereits versteuern musstest. Und dann kommt am Ende der Verkauf: da Immobilien in der Tendenz im Wert steigen, werde ich das Haus letztendlich für mehr verkaufen können, als ich bezahlen musste. Als Privatmann ist der dabei erzielte Gewinn zu 100% steuerfrei meins. Meine Gesellschaft muss darauf erst mal selber 30% Steuern zahlen und ich dann noch mal 25%, wenn ich es ausschütten will.
Ich sehe ja durchaus deinen Punkt und die Reinvestitionsmethode ist schon sehr mächtig. Aber wir haben ursprünglich mal darüber gesprochen, wie Reiche sich nicht über Einkommen, sondern ihr Vermögen finanzieren. Und das sehe ich halt nicht, weil auch bei Reinvestitionsmodellen das Kartenhäuschen zu wackeln beginnt, sobald diese Leute dann "ihr" Geld aus den Unternehmen herausnehmen möchten.
Das ist die immanente Gefahr bei denen. Machste halt 5 Gmbh‘s auf mit jeweils € 10k steuerfreie Ausschüttung pro Jahr.
Den einzigen Freibetrag, den ich für Kapitalerträge kenne, ist der Sparerpauschbetrag von jährlich 1000€. Dem stehen pro GmbH Gründungskosten (allein min. 12.500€ Einlage als Stammkapital) und jährliche Bilanzierungskosten gegenüber. Glaube nicht, dass sich das rechnet.
Jo, da stimme ich dir vollkommen zu. Es gibt ja auch durchaus viele Reiche und entsprechende Berater, die tatsächlich glauben, sich mit so Konstruktionen am Fiskus vorbeiwurschteln zu können. Aber in der Realität klappt das halt erheblich weniger toll als es ein Berater einem für teuer Geld verspricht. Und nur noch mal ganz explizit: es gibt durchaus riesige Schlupflöcher, durch die entsprechende Personen ihre Steuerlast erheblich minimieren können und vieles davon gehört der Fairness halber massiv umgebaut. Aber der Aussage, dass man sich als Reicher sein Leben statt über Einkommen einfach über sein Vermögen finanzieren kann, kann ich nicht zustimmen.