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Der Molkerei-Milliardär ist mit AfD-Chefin Alice Weidel befreundet. So eng, dass er sie zu seiner pompösen Geburtstagsfeier einlud. Nicht als Einzige vom politischen Rand, wie SPIEGEL-Recherchen zeigen.

Der Mann, der einmal sagte, der Reichtum habe sein Leben nicht wesentlich verändert, feierte am letzten Samstag im Mai pompös seinen Geburtstag nach: Vormittags sprudelte Champagner für gut 250 Gäste, dann musizierte ein Orchester aus Prag. Später gab es ein Buffet unter freiem Himmel an mit Zitronen geschmückten Tischen, bevor im Festzelt »Party-Time« war, wie es in der Einladung hieß. Mit fortgeschrittener Stunde wurde die Deko üppiger. Auf den weiß gedeckten Tischen standen güldene und gläserne Vasen mit Hortensien, Rosen und schwimmenden Kerzen, dazwischen Bouquets aus weißen Straußenfedern und goldbesprühten Palmenblättern, an denen Kristalle baumelten. Selbst die Stuhllehnen hatten einen goldenen Rahmen. Von der Decke des Zelts funkelten Kronleuchter. Der Mann, der so exquisit jubilierte, war Theo Müller, 85, der Milch-Milliardär. Den meisten Deutschen dürften sein »Joghurt mit der Ecke« und der Slogan »Alles Müller, oder was?« bekannt sein. Seine Firma Müllermilch war unter anderem Werbepartner der Fußball-Nationalelf.

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[–] Teppichbrand@feddit.org 11 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Ich kann dazu nur von meiner persönlichen Erfahrung erzählen:
Ich habe Käse geliebt. Stinkekäse, Blauschimmel, alter Gouda, Raclette, mega! Ich habe erst mit Fleisch aufgehört, das ist mir nicht besonders schwer gefallen. Dadurch habe ich mich weiter mit der industriellen Tierhaltung beschäftigt und zum ersten Mal all die Videos geschaut, die ich vorher gekonnt ignoriert habe. Einer der Hauptabnehmer von deutschen Milchkühen ist McDonalds. Die schreddern all die unrentablen Kühe für ihre "Beef-Burger". Jedes Video ein Albtraum.
Irgendwann habe ich ganz rational beschlossen, dass ich kein Teil mehr dieser Industrie sein will, dass ich das Elend und die Vernichtung nicht weiter finanzieren will. Damit hat sich ein Schalter in meinem Kopf umgelegt, genau wie bei einem Raucher, der zuerst erkennen muss, was die Zigarette für einen Schaden anrichtet, um ernsthaft aufhören zu können.
Ja, ich erinnere mich an den Geschmack von Käse. Und ich weiß, dass er im Moment nicht komplett reproduzierbar ist. Käsekultur ist Jahrhunderte alt, mit veganem Käse wird seit nichtmal zehn Jahren ernsthaft experimentiert. Aber wie wichtig ist mir dieser Geschmack, wenn ich die verheerenden Auswirkungen kenne? Seit dieser Entscheidung sind Milcherzeugnisse für mich einfach kein Nahrungsmittel mehr.

Verstehe und bewundere ich, aber ganz soweit bin ich noch nicht. Schrittchen für Schrittchen.