Wissenschaft

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Community für Austausch zum Thema Wissenschaft.

Wikipedia: "Das Wort Wissenschaft [...] bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, welche systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird."

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submitted 14 hours ago* (last edited 14 hours ago) by marv99@feddit.org to c/wissenschaft@feddit.org
 
 

Trumps Politik beeinträchtigt deutsche Universitäten erheblich. US-Gelder finanzieren viele Forschungsprojekte an deutschen Unikliniken, doch deren Zukunft ist ungewiss. Wissenschaftler berichten von verängstigten US-Kollegen, untersagten Treffen und Zensur.

Der AIDS-Forscher Christian Gaebler von der Berliner Charité erlebte, wie ein Reise- und Kommunikationsstopp für NIH-Mitarbeiter verhängt wurde. Die US-Regierung plant, Tausende Stellen zu streichen, was die Finanzierung von Gaeblers HIV-Forschung gefährdet.

Große Verunsicherung herrscht an deutschen medizinischen Fakultäten. Eine Umfrage ergab, dass mehr als die Hälfte aller Unikliniken Projekte mit NIH-Geldern finanzieren. Betroffen sind vor allem renommierte Universitäten wie Freiburg, Bonn und Tübingen.

In Köln musste das IQWiG ein Treffen mit US-Kollegen absagen, da diese nicht mehr kommen durften. Zudem wurden bestimmte Begriffe wie "gender" und "mental health" in wissenschaftlichen Publikationen verboten.

Die Zensur und Unsicherheit führen dazu, dass viele US-Wissenschaftler ihre Karriere nach Europa verlegen wollen. Die Auswirkungen eines Förderstopps sind schwer abzusehen, aber einige Projekte werden sicher nicht neu begonnen.

Die USA waren bisher ein Referenzland in medizinischen Fragen. Die Zensur von Gesundheitsinformationen könnte zu schlechterer Behandlung und vermeidbarem Leid führen. Auch die Zukunft der Datenbank PubMed ist ungewiss.

Bisher gibt es nur zaghaften Widerstand gegen diese Entwicklungen. Viele Wissenschaftler hoffen, durch Schweigen ungeschoren davonzukommen, was jedoch unwahrscheinlich ist

-- Zusammenfassung durch Le Chat - Mistral AI

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Schäden auf Jahrzehnte durch den Kurs der US-Regierung befürchten Forscherinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen der USA und über zahlreiche Disziplinen hinweg.

Der offene Brief im Original

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Wissenschaftler haben erstmals gefilmt, wie Pflanzen ihre Zellulose erzeugen

„Bauprojekt“ im Zeitraffer: Forschende haben erstmals gefilmt, wie Pflanzenzellen ihre Zellulose synthetisieren und dann aus diesen Fasern ihre Zellwände aufbauen. Die mikroskopischen Live-Aufnahmen verfolgen dieses Prozess über 24 Stunden hinweg – von der Entstehung der ersten Faser bis zum komplexen, stabilen Netzwerk auf der äußeren Zelloberfläche. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse könnten zur Entwicklung robusterer, industriell und landwirtschaftlich nutzbarer Pflanzen führen, wie das Team in „Science Advances“ berichtet.

Paper: Time-resolved tracking of cellulose biosynthesis and assembly during cell wall regeneration in live Arabidopsis protoplasts | PDF

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Ein internationales Forschungsteam an der Uni Würzburg nutzt Künstliche Intelligenz (KI), um die Entwicklung neuer Antibiotika gegen resistente Keime zu beschleunigen. Diese Keime verursachen weltweit jährlich eine Million Todesfälle, und die Zahlen könnten sich bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln.

Prof. Christophe Zimmer leitet das Projekt am Rudolf-Virchow-Zentrum für Biomedizin. Die KI hilft dabei, mikroskopische Bilder von Bakterien zu analysieren, die verschiedenen Wirkstoffen ausgesetzt sind, und digitale Fingerabdrücke zu erstellen. Dies ermöglicht es, schnell Verbindungen zu identifizieren, die das Bakterienwachstum hemmen.

Die Forscher hoffen, die übliche Entwicklungszeit von 10 bis 15 Jahren für neue Antibiotika um einige Jahre verkürzen zu können. Das Projekt wird vom Europäischen Forschungsrat mit elf Millionen Euro unterstützt.

-- Zusammenfassung durch Le Chat - Mistral AI

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  • Volker Haucke, Biochemie und Zellbiologie, Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie, Berlin
  • Hannes Leitgeb, Theoretische Philosophie, LMU München
  • Bettina Valeska Lotsch, Festkörper- und Materialchemie, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart
  • Wolfram Pernice, Experimentelle Physik, Universität Heidelberg
  • Ana Pombo, Genombiologie, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin
  • Daniel Rückert, Künstliche Intelligenz, TU München
  • Angkana Rüland, Angewandte Mathematik, Universität Bonn
  • Michael Seewald, Katholische Theologie, Universität Münster
  • Maria-Elena Torres-Padilla, Epigenetik, Helmholtz Zentrum München
  • Robert Zeiser, Hämato-Onkologie, Universitätsklinikum Freiburg
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Viele Forscher in den USA fürchten nicht nur um ihre Jobs, sondern auch um die Freiheit der Wissenschaft. Die Universität Aix-Marseille bietet einen Zufluchtsort.

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Alternativer Link @archive.org

Lebensmittel enthalten zahlreiche Aromen, die unser Geschmackserlebnis prägen. Diese Aromen werden durch flüchtige Moleküle vermittelt, die wir beim Essen und Trinken über die Nase wahrnehmen. Dieser retronasale Effekt ermöglicht es uns, die komplexen Düfte von Speisen und Getränken zu erleben.

Aromen sind entscheidend für unseren Genuss, da sie uns helfen, Lebensmittel zu identifizieren und deren Qualität zu beurteilen. Selbst unangenehme Gerüche, wie bei verderblichen Lebensmitteln, warnen uns vor potenziellen Gefahren.

Extreme Beispiele wie Surströmming und Durian zeigen, dass selbst starke, unangenehme Gerüche durch Gewöhnung genießbar werden können. Diese Lebensmittel enthalten eine Vielzahl von Aromamolekülen, die ihre charakteristischen Düfte erzeugen.

-- Zusammenfassung durch Le Chat - Mistral AI

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Zusammenfassung durch Le Chat - Mistral AI:

Drei Forscher erhalten den Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis 2025 für die Entdeckung des cGAS-STING-Signalwegs, der DNA im Zellplasma bei Infektionen, Krebs oder Zellstress erkennt und die Immunabwehr aktiviert.

Die Preisträger Andrea Ablasser, Glen Barber und Zhijian Chen legten die Grundlage für neue Therapien gegen Infektionen, Krebs und entzündliche Erkrankungen. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert und ehrt herausragende Leistungen in der Immunologie.

Der cGAS-STING-Signalweg ist ein zentraler Mechanismus der angeborenen Immunabwehr. Barber entdeckte ein Protein, das bei der Immunabwehr gegen DNA-Viren wichtig ist, während Chen das Enzym cGAS identifizierte, das DNA im Zytoplasma erkennt. Ablasser untersuchte die Bedeutung des Signalwegs für verschiedene Krankheiten.

Die Entdeckung könnte zu innovativen Therapien führen und hat das Verständnis immunologischer Prozesse erweit

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Wie virtuelle Naturerfahrungen die Schmerzverarbeitung im Gehirn hemmen

„Grüne Medizin“: Wenn wir Zeit in der Natur verbringen, verändert dies die Schmerzverarbeitung im Gehirn und kann akute körperliche Schmerzen lindern. Dieser Effekt tritt sogar schon bei virtuellen Naturausflügen per Video ein, wie nun eine Studie belegt. Während Placebos nur die Schmerzbewertung im Gehirn verändern, hemmen solche Naturerfahrungen die Weiterleitung der Nervensignale vom Schmerzauslöser, berichtet das Team in „Nature Communications“.

Paper: Nature exposure induces analgesic effects by acting on nociception-related neural processing | PDF

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Spoiler vorneweg:

Allerdings dämpft er Erwartungen, schon jetzt den neu entwickelten Stoff beim Hausbau nutzen zu können. In frühestens fünf bis zehn Jahren könnte eine erste stromspeichernde Betonplatte in einem Haus zum Einsatz kommen, sagt Professor Markus Weber.

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Alternativer Link @archive.org

Zusammenfassung durch Le Chat - Mistral AI:

Kognitive Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen steigen in Deutschland bis in die vierziger Jahre an, bevor sie abnehmen. Der Abbau ist besonders stark bei Rechenfähigkeiten und weniger ausgeprägt bei Lese- und Schreibfertigkeiten.

Die Studie basiert auf Daten des PIAAC-Programms der OECD und zeigt, dass regelmäßige Nutzung dieser Fähigkeiten den Abbau verlangsamt. Menschen mit höherem Bildungsniveau, die ihre Fähigkeiten häufig nutzen, verbessern sich sogar noch nach dem vierzigsten Lebensjahr.

Frauen zeigen einen stärkeren Rückgang in Rechenfähigkeiten im Vergleich zu Männern, was möglicherweise auf Unterschiede in Ausbildung oder Berufserfahrung zurückzuführen ist. Gezielte Förderung könnte diese Unterschiede ausgleichen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von lebenslangem Lernen und geistigem Training, um kognitive Fähigkeiten bis ins hohe Alter zu erhalten.

Paper: Age and cognitive skills: Use it or lose it | PDF

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Optische Illusion: Unser Gehirn gaukelt uns im Alltag oft vor, Gesichter zu sehen, wo keine sind. Woher diese Sinnestäuschung kommt, könnten Forschende nun herausgefunden haben. Demnach beruht das Phänomen wahrscheinlich darauf, dass unser Gehirn im Zuge der Evolution gleichzeitig zwei Fähigkeiten perfektioniert hat: einerseits Gesichter zu erkennen und andererseits Objekte zu klassifizieren.

Paper: Human-like face pareidolia emerges in deep neural networks optimized for face and object recognition | PDF

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Analyse von Blasentang-DNA sorgt für Überraschung

Unerwarteter Fund: In der Ostsee könnten Genetiker auf den größten Klon der Welt gestoßen sein – eine Reihe von genetisch identischen Blasentang-Populationen, die sich über 500 Kilometer erstrecken. Jedes der Millionen von Individuen ist demnach einst aus einem Ableger derselben Mutterpflanze hervorgegangen. Doch die genetische Uniformität dieses Blasentang-Klons könnte ihm bald zum Verhängnis werden.

Paper: An Evolutionary Mosaic Challenges Traditional Monitoring of a Foundation Species in a Coastal Environment—The Baltic Fucus vesiculosus | PDF

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Neue Abbaumethode spaltet komplexe Polymer-Kunststoffe auf

Recycling-Durchbruch? Chemiker haben durch Zufall einen Weg gefunden, auch das beständige Plexiglas abzubauen. Der langkettige Polymer-Kunststoff PMMA wird dabei fast vollständig in seine Monomer-Bausteine zerlegt und dann von Zusatzstoffen aus dem Plastik getrennt. Dieser Prozess galt bislang als nahezu unmöglich, stellte sich aber als überraschend simpel, effizient und energiearm heraus, wie das Team im „Science“ berichtet. Statt durch einen Katalysator wird der Abbau durch Licht angetrieben. Doch noch hat die Sache einen Haken.

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TLDW:

Das Erkennen von Stimmen in Menschenmengen könnte abnehmen. Normale Hörtests stellen keine Probleme fest.

Klingt für mich nach Gewohnheitseffekt.

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CO2-Capture: Eine verblüffend simple Methode könnte reichlich verfügbare Silikatminerale zu effektiven, praktisch nutzbaren CO2-Fängern machen. Dafür genügt es, magnesiumhaltige Silikate zusammen mit Kalk zu brennen, wie Chemiker in „Nature“ demonstrieren. Es entstehen zwei neue Minerale, die Kohlendioxid weit schneller aufnehmen und binden als bei der normalen Silikatverwitterung. Die Herstellung braucht nur halb so viel Energie wie das Direct-Air-Capture – und das Mineralpulver könnte auch in der Landwirtschaft nützlich sein.

Paper: unfrei, also kein Open Access | Was bedeutet Open Access?

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Nur beim Menschen vorkommende Mutation könnte für unsere Sprachfähigkeit entscheidend sein

Folgenreiche Mutation: Wir Menschen könnten unsere einzigartige Sprachfähigkeit der Veränderung nur eines Genbuchstabens verdanken. Denn diese Mutation im NOVA1-Gen kommt nur beim Homo sapiens vor und beeinflusst die Fähigkeit zu komplexen Lautäußerungen, wie DNA-Analysen und Tests mit Mäusen nahelegen. Das NOVA1-Gen beeinflusst die Hirnentwicklung, aber auch die Aktivität vieler für das Sprechen essenzieller DNA-Bereiche. Die mutierte Variante könnte demnach ein echtes Sprach-Gen sein, so das Team in „Nature Communications.

Paper: A humanized NOVA1 splicing factor alters mouse vocal communications | PDF

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Laut einer Hypothese sausen mikroskopische Schwarze Löcher aus der kosmischen Geburtszeit umher. Wirklich gefährlich wären solche Winzlinge erst ab der Masse eines großen Asteroiden

archiv.is

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