this post was submitted on 26 Sep 2026
89 points (98.9% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5629 readers
407 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
 

cross-posted from: https://feddit.org/post/35936868

In Köln fing alles an, in Sachsen ist es jetzt verboten. In der Stadt Heidenau bei Dresden dürfen künftig keine Stolpersteine mehr verlegt werden. Das hat der Stadtrat beschlossen - auf Antrag von AfD, CDU und einem Bürgerbündnis. Das Ergebnis: 13 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen, eine Enthaltung. Die Stadtverwaltung hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen.
…

top 19 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] UnexpectedBehavior@lemmy.world 86 points 3 days ago (1 children)

Falsche Überschrift. Muss heißen: CDU unterstützt Antisemitismus Kein weiterer Kontext. So machen sie es mit den Linken in Berlin

[–] marv99@feddit.org 14 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Fick dich CDU, wie kann man sowas unterstützen? Wäre das auch ohne CDU durchgegangen? Falls nein, schämt euch! Falls ja, warum musstet ihr dann trotzdem eure Stimmen dazugeben?

[–] valgarf@discuss.tchncs.de 27 points 3 days ago (3 children)

Wie teuer sind solche Stolpersteine denn? Und wie lange dauert es einen bei schlechten Lichtverhältnissen (z.B. nachts) zu verlegen? Ich frage für einen Freund...

[–] DandomRude@lemmy.world 33 points 3 days ago

Finanziert werden Stolpersteine durch private Spenden. Ein Stein kostete 2019 einschließlich seiner Verlegung 120 Euro.

Quelle

[–] Latschenkiefer@feddit.org 6 points 3 days ago (1 children)

Kommt auf den Belag an. Bei einfachen Pflastersteinen kannst du sicherlich mit ner Brechstange die Steine raushebeln, wenn die Fugen nur mit Sand oder so gefüllt sind. Am besten nimmst du dann irgendeinen schnellhärtenden Beton oder so, wo du dann mit einer vorgefertigten Schablone was reindrückst. Oder falls du irgendwie an fertige Stolpersteine drankommst die da reindrücken.

So wie ich das verstanden habe willst du bei deinem Freund im Garten einen Stolperstein verlegen. Das hier ist keine Anleitung für Verschönerung öffentlichen Eigentums.

[–] Zwiebel@feddit.org 4 points 3 days ago

Also wie beim Original mit Schlagbuchstaben den Text in Messing-Blech hauen schaffst du dann auch noch

[–] Zwiebel@feddit.org 6 points 3 days ago* (last edited 3 days ago) (1 children)

Du darfst die nicht verlegen weil die urheberrechtlich geschützt sind, und der Künstler ein unangenehmer Typ

[–] Successful_Try543@feddit.org 14 points 3 days ago

Ich glaub, "dürfen" war nicht Teil der Frage. Es "darf" ja auch keiner eigenmächtig ein Loch in den städtischen Gehweg hacken.

[–] muelltonne@feddit.org 14 points 3 days ago (1 children)

Da sieh es ja vertuschen wollen:

Zeit des Nationalsozialismus

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden politische Gegner und anders Unerwünschte verfolgt.

Nach der Reichstagswahl 1933 wollte der Stadtverordnete Georg Schreiber (NSDAP) auf dem Rathaus durch SA-Leute die Hakenkreuzfahne hissen lassen. Bürgermeister Gröger verweigerte dies und wurde am 22. April 1933 beurlaubt. Am 19. Juni 1933 wurde er in das Konzentrationslager Hohnstein gebracht. Während seiner Gefangenschaft misshandelten ihn die stationierten SA-Leute mehrfach brutal. Rudolf Nützenadel, Beamter und ebenfalls SPD-Mitglied, der auch verhaftet und im Konzentrationslager eingesperrt war, hat niedergeschrieben, wie Paul Gröger von der SA mehrmals über den Burghof geschleift und dann in eine große Grube geworfen wurde, die mit stinkendem, schmutzigem Wasser und Jauche gefüllt war. Am 12. Juli 1933 meldete der Pirnaer Anzeiger die Entlassung Paul Grögers aus dem Konzentrationslager Hohnstein. Er war schwer erkrankt, konnte nicht mehr laufen und sein Gesundheitszustand verschlimmerte sich weiter. Am 27. August 1933 nahm sich Paul Gröger auf Grund der im Konzentrationslager erlittenen Misshandlungen das Leben. Heute erinnert ein vor dem Rathaus verlegter Stolperstein an ihn.[3]

Zu den Verfolgten gehörte auch der Kommunist Fritz Gumpert, der im April 1933 in das frühe Konzentrationslager Königstein-Halbestadt verbracht und dort von SA-Männern zu Tode gefoltert wurde. Fotos des bestialisch Gefolterten, die nach Öffnung seines Sarges angefertigt wurden, gelangten über Prag in die europäische Öffentlichkeit und lösten Empörung über den NS-Terror aus. 1947 entstand gegenüber dem Bahnhof Heidenau-Nord ein Ehrenmal für die Rote Armee. Während des Zweiten Weltkriegs forderte die Elbtalwerke AG für ihre Produktion KZ-Häftlinge an, die ihnen wahrscheinlich auch zugesprochen wurden. Eine Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg befand sich in Heidenau.[4] Am letzten Tag des Krieges, dem 8. Mai 1945, kam es zu einem verheerenden Bombenangriff auf Heidenau, bei dem 40 Menschen starben. 32 Häuser wurden zerstört, 412 Gebäude zum Teil schwer beschädigt.[2]

https://de.wikipedia.org/wiki/Heidenau_(Sachsen)#Zeit_des_Nationalsozialismus

[–] Latschenkiefer@feddit.org 7 points 3 days ago

Nach der Reichstagswahl 1933 wollte der Stadtverordnete Georg Schreiber (NSDAP) auf dem Rathaus durch SA-Leute die Hakenkreuzfahne hissen lassen. Bürgermeister Gröger verweigerte dies

Paul Gröger von der SA mehrmals über den Burghof geschleift und dann in eine große Grube geworfen wurde, die mit stinkendem, schmutzigem Wasser und Jauche gefüllt war.

Intoleranz die von Rechten bemängelt wird(man darf ja nichts mehr sagen) vs Intoleranz die Rechte gut finden

[–] hendrik@palaver.p3x.de 16 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Wow, die packen ja wirklich die wichtigen Probleme an. /s

Ist aber doch bestimmt schön aus deren Perspektive, wenn in der Stadt alles so super ist, dass es nix dringenderes mehr für den Stadtrat zu tun gibt?!