Ich habe als Kind und Jugendlicher viele Romane gelesen, aber irgendwann im Studium hat das aufgehört. Wenn jemand gefragt hat, ob ich lese, have ich immer gesagt "Ja na klar, ich liebe lesen. Eigentlich würde ich gerne mehr lesen". Ich musste mir nämlich eingestehen, dass es mit der Zeit immer weniger geworden ist. Ich war glücklich wenn ich ein Buch im Jahr geschafft habe und es nicht nach der Hälfte liegen gelassen habe.
Bis letztes Jahr. Dann habe ich Bookwyrm entdeckt, eine Fedi-Plattform für soziales Lesen. Eigentlich kann man dort nur seine Bücher mit dem Barcode "einchecken" und posten wenn man durch ist. Meine Freundin hat sichs auch installiert und auf bookwyrm haben wir uns beide eine Challenge gesetzt: 12 Bücher im Jahr 2026. Ich bin Stand jetzt bei 9/12 Büchern, sie bei 10/12. Wir machen einen kleinen Wettbewerb daraus, natürlich nur zum Spaß.
Ich habe endlich wieder Spaß am Lesen! Ich lese mehrheitlich politische und historische Sachbücher, ab und zu ist aber auch mal ein Roman dabei. Das wichtigste für mich ist, ich habe meinen eigenen Lesestil gefunden und der beinhaltet 2 Aspekte:
- Bücher die mir nicht gefallen, werden nicht weitergelesen. Das kann ich sogar auf Bookwyrm als Status angeben. Das war für mich früher ein rotes Tuch, aber man, es ist so demotivierend ein schlechtes Buch zu lesen!
- Ich lese mehrere Bücher gleichzeitig. Dafür muss man der Typ sein, und das geht mit Sachbüchern einfacher. Aber manchmal fühle ich mich eben nach dem einen, manchmal nach dem Anderen!