Ich denke fefes blog war ein Unikat, das es in dieser Form ohne fefe nicht mehr geben wird. Ohne die Person, seine Gedanken, Gefühle und Überzeugungen hinter den Rants und Infos ist es nicht das gleiche. Mit dieser Überzeugung habe ich die Hommage nach kurzer Zeit ignoriert.
Ich habe ihn nicht persönlich kennen gelernt. Sein blog habe ich nicht als journalistisches Medium, sondern als blog betrachtet, ein Vehikel für ihn selbst. Ein Tagebuch, das andere mitlesen können. Bestimmt hat es auch seinem Ego geschmeichelt, dass er gelesen wird, was nur menschlich ist.
Insofern würde ich ihm jetzt nicht vorwerfen, dass er nicht jede Aussage gründlich geprüft und objektiv dargestellt hat.
Ich fand es interessant alle paar Tage, manchmal öfter, zu schauen, was er so geschrieben hat. Der Grundton, dass nicht alles gut ist, war anstrengend, aber es ist ja auch nicht alles OK. Die Infobits aus zahlreichen Wissensgebieten fand ich interessant - Spieltheorie, kritischer Umgang mit Informationen, Unterhaltsames, Verschwörungstheorien. Die Reihe der lupenreinen Demokraten sind mir in Erinnerung geblieben. Seine Rants und Fakten aus der IT-Security-Sphäre waren interessant bis hilfreich: Wenn man dem AV-Programm Adminrechte (oder mehr) gibt, dann hat es Adminrechte. Das kann ungewollte Konsequenzen haben.
Und nicht zuletzt sein Plädoyer für eine Kultur, die einen offenen Umgang mit eigenen Fehlern fördert, das ist eine wertvolle Idee für mich geworden.