Es gibt in Deutschland eine Kette (Tante Enso), die im ländlichen Raum 24/7 Supermärkte betreibt, die nur zeitweise mit Personal besetzt sind. Ist meines Erachtens ein tolles Konzept und noch dazu genossenschaftlich organisiert.
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Lese ich richtig zwischen den Zeilen dass sie den laden ohne ständiges personal betrieben haben und dachten mehr Überwachung hilft?
Quasi ein Automaten laden aber ohne Automaten?
Traurig dass es so läuft, aber hier auf dem Land gibt es in jedem Ort einem solchen laden wo die Betreiber früher oder später Automaten aufgestellt haben und den Zugang beschränken damit da keine jugendlichen rum hängen bei regen. (Für die gibt es ein Jugendzentrum)
In der Schweiz funktioniert das mit den Dorfläden, wir haben Volg und dazu noch jede Menge Hofläden auf Vertrauensbasis ohne Bedienung. Klar is es dort etwa teurer, aber dafür kann man beim Hundespaziergang gemütlich noch das nötigste kaufen.
Die häufigen Diebstähle waren die eine Sache. Die gestiegenen Spritpreise und die sinkende Kaufkraft der Kundschaft die andere.
Dass dann auch immer mehr große Supermärkte regionale Produkte in ihr Sortiment mit aufgenommen haben, verschärfte sich die Situation für "Unser kleiner Laden". "Auf der einen Seite schön, weil Regionalität und bio für alle ist super", so Alex Geyer. Aber andererseits würde es für sie die Lage schwieriger machen, wenn vergleichbare Produkte beim täglichen Supermarkteinkauf einfach mitgenommen werden könnten.
Am Ende hat die Kundschaft vielleicht einfach gemerkt, dass es woanders günstiger ist?
Ja, die, die in die großen Supermärkte kommen, haben das vermutlich gemerkt. Nur hilft das halt den weniger mobilen Leuten wenig, die jetzt keinen haben mehr im Dorf haben und würde auf die Hilfe anderer angewiesen sind.
Man könnte ja wieder nen Automaten aufstellen.
Wenn man den Sprit mit eingerechnet, die Dinge des täglichen Lebens 2 Dörfer weiter kaufen zu müssen. 🤷
Dafür muss man halt auch nur einmal die Woche fahren. Und man muss eh fahren, weil es irgendwas in so kleinen Läden immer nicht gibt. Aber auch sonst haben die Dörfler die Spritkosten wahrscheinlich mit eingerechnet. Und die Fahrtzeit und so. Die sind ja nicht doof.
Aber auch sonst haben die Dörfler die Spritkosten wahrscheinlich mit eingerechnet. Und die Fahrtzeit und so.
Das glaube ich nicht. Das Auto steht "eh da" und bezahlen muss ich erst später an der Tanke und nicht, wenn ich gerade 5km zum Brötchen kaufen fahre. Konsumieren und bezahlen ist voneinander zeitlich abgekoppelt.
Hm, scheint aber schon ein bisschen naiv zu sein? Kameras verhindern keine Diebstähle, sie zeichnen sie nur auf.
Man unterschätzt deutlich, wie sehr Ladendiebstähle gerade solchen kleinen Läden zusetzen können: Die operieren ja nicht mit den größten Margen. Der LEH eh nicht, aber solche Läden erst recht nicht. Und wenn dann regelmäßig größere Warenbestände geklaut werden, dann wird es schnell eng. Ein professioneller Ladendieb mopst dir ja nicht mal ein Snickers, sondern der haut sich gleich das ganze Display mit dreistelligem Warenwert in den Rucksack oder mehrere Flaschen hochwertigen Alk. So ein Rucksack voll mit Milka-Schokolade ist halt ein herber Verlust.
Beim Shopblogger kann man gut sehen, wie das geht und wie viel Ware da dann wirklich verschwindet: