this post was submitted on 28 May 2026
15 points (94.1% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5253 readers
435 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
top 9 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] lokalhorst@feddit.org 8 points 1 day ago (1 children)
[–] KatherinaReichelt@feddit.org 1 points 1 day ago

Diese Serie ist so toll und unglaublich spannend. Absolute Empfehlung

[–] mech@feddit.org 5 points 1 day ago

Empfehlung: Der Youtube-Kanal AlpenAcademy.
Eine der Ursachen sind halt auch Videos auf Social Media, wo Bergsport oft als krasses und gefährliches Abenteuer dargestellt wird, was Nachahmer dazu führt, selbst unvorbereitet auf Hochtouren zu gehen.
In dem Kanal werden auch solche Videos gezeigt in denen sich Menschen in Notlagen bringen, und aus erfahrener Alpinistensicht bewertet, was sie falsch gemacht haben.

[–] quatschkopf43@feddit.org 3 points 1 day ago (2 children)

Mein persönlicher Eindruck ist, wie der Artikel schon sagt, dass Leute sich nicht richtig vorbereiten oder eben überschätzen. Gerade bei Routen, die gut erreichbar und beliebt sind, sieht man Leute auch einfach mit Turnschuhen wandern. Das mag prinzipiell auch kein Problem sein, weil viele Wege gut ausgebaut sind, das Unfallrisiko steigt aber trotzdem, weil man weniger Grip und Stabilität hat.

[–] rbn@sopuli.xyz 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (1 children)

Leute auch einfach mit Turnschuhen wandern

Ich gebe dir Recht mit deinem Beitrag, aber möchte ergänzen, dass auch durchaus erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten öfter mit leichten Schuhen (typischerweise Trail Runner oder Zustiegsschuhe) statt Bergstiefeln unterwegs sind. Ich würde mich selbst eher als Anfänger bezeichnen, aber habe auch schon einige Mehrtagestouren mit Trail Runnern gemacht. Wenn die Fußmuskulator gut trainiert ist, funktioniert das durchaus gut. Selbst mit Barfußschuhen sind manche Leute jahrelang unterwegs ohne irgendwelche Probleme oder Zwischenfälle.

Aus meiner (bescheidenen) Erfahrung ist das größte Risiko Zeitstress. Es ist Gewitter gemeldet, aber für den Abend schon eine nicht stornierbare Hütte gebucht. Man ist eigentlich erschöpft, aber muss am Montag wieder arbeiten. Ein Gruppenmitglied hat sich verletzt, es wird bald dunkel und keiner hat ne Lampe.

Man sollte immer so planen, dass man die Tour wirklich entspannt schafft und dann im Zweifel lieber früher fertig sein als Hektik aufkommen zu lassen. Für mich hat das unter anderem dazu geführt, dass ich nur noch mit Zeltausrüstung wandern gehe, um unabhängig von der Infrastruktur zu sein. Meiner Freundin oder mir geht es nicht gut? Dann sind die nächsten 2 Quadratmeter freie Wiese eben unser Schlafplatz und es geht entspannt am nächsten Tag weiter.

[–] philpo@feddit.org 1 points 7 hours ago

Aus der Unfallforschung und von den Bergrettungsorganisationen wird eher ein anderer Faktor als Zeitstress, der aber eng damit zusammen hängt, benannt: "Getthereitis" - analog zur Luftfahrt, die dieses Problem ja sehr gut kennt. Der Drang "zum Ziel zu kommen". Und dabei die Möglichkeit zum Abbruch übersieht oder viel zu spät in Erwägung zieht. Das kann aufgrund von Zeitstress entstehen,aber nicht nur. Denn auch ohne den ist es ein massives Problem. Viele Personen die Hilfe am Berg benötigten hatten objektiv keinen und geben auch nicht an dieses subjektiv verspührt zu haben. Aber trotzdem sind sie nicht auf die Idee gekommen abzubrechen als es noch möglich war. Wobei es bei dieser Gruppe keine so eindeutigen Ursachen zu geben scheint. Von "unbewusster Leistungsdruck durch Social Media" bis hin zu "Fehlern in der Sicherheitskultur" sind die Erklärungsmodelle vielfältig.

Am Ende ist es so oder so tragisch.

[–] mech@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Man kann auch im Gehgelände in lebensbedrohliche Notlagen kommen.
Wenn man z.B. als Trail Runner mal eben nachmittags ins Hochgebirge läuft und dementsprechend leicht bekleidet ist.
Man verknackst sich den Fuß, ein Gewitter ist im Anmarsch und der Heli kann nicht fliegen.
Dann liegst du 4 Stunden ohne warme Kleidung und Rettungsdecke da bis die Bergretter aus dem Tal zu dir hochmarschiert sind, und erfrierst einfach.

[–] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 3 points 1 day ago (1 children)

Ich hab immer noch im Ohr, wie mir meine Freundin erzählt hat, wie auf Teneriffa Leute mit Sandalen und im T-Shirt die Seilbahn genommen haben, um von der Bergstation auf den Gipfel des Teide zu wandern. Der ist 3700 Meter hoch... und schon die Höhe hat da vielen echte Probleme gemacht, ganz zu schweigen von der Kälte vor Sonnenaufgang.

[–] mech@feddit.org 3 points 1 day ago* (last edited 23 hours ago)

Sowas Dummes hab ich selbst auch schon gemacht. Wir waren im Urlaub auf Korsika Anfang Mai.
War schon warm genug um am Strand in der Sonne zu liegen, aber das wurde uns irgendwann langweilig.
Also auf der Karte einen Wanderweg im Landesinneren rausgesucht und auf den Wanderparkplatz gefahren.
Nach einer Stunde Wandern stapften wir mit Turnschuhen knöcheltief im Schnee und haben entschieden, OK, nur noch bis zu der Hütte da vorne, da machen wir Mittag und gehen zurück. Auf dem Weg dahin wurde der Schnee knietief, und kurz vor der Hütte bin ich bis zur Hüfte im Schnee eingebrochen.
Wir haben's echt nur noch mehr kriechend als laufend geschafft und saßen dann nass und zitternd da drin.
Im Notfall wäre da nie jemand vorbeigekommen und Handy-Empfang gab's auch nicht.
Aber wir waren immerhin zu Viert und hatten Isomatte, Rettungsdecken und einen ausgebildeten Sani dabei. Und einen Kocher, an dem wir uns aufwärmen konnten.