this post was submitted on 19 May 2026
36 points (100.0% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5246 readers
379 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
 

[...]

Für Friedrich Merz (CDU), vor seiner Kanzlerschaft angetreten mit dem Versprechen, die AfD zu halbieren, werden die Umfragen zunehmend zur Belastung. „Das sind Umfragen, die mich natürlich auch besorgen“, sagte Merz zuletzt im ZDF. Die Strategie des Kanzlers, mit Reformen die AfD kleinzuregieren, geht bislang nicht auf.

Der Politologe Marcel Lewandowsky, der sich an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale mit dem Erstarken des Populismus und der Krise der Parteien beschäftigt, hält den Plan von Merz für illusorisch. „Reformen abzuarbeiten, wird die AfD nicht systematisch schwächen“, sagt er im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Die Kommunikation des Kanzlers nennt er zudem „ungeschickt“.

[...]

Union und SPD dürften der AfD in dieser Melange thematisch nicht hinterherlaufen, warnt der Politologe. Die Verschärfung der Migrationspolitik etwa habe nicht für mehr Zuspruch der Bundesregierung gesorgt. Auch in der Wirtschaftskrise müssten die Parteien der Mitte daher mit eigenen Ideen punkten.

„Auf die wirtschaftlichen Herausforderungen sollten die demokratischen Parteien mit klaren Positionen polarisieren“, sagt Lewandowsky. „Mit technischen Details und Förderprogrammen dringt man in einer verunsicherten Bevölkerung nicht durch“, sagt der Wissenschaftler und kritisiert etwa das blasse Auftreten von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU).

[...]

Doch ob Merz dafür der richtige Kanzler ist, daran zweifelt Lewitan zunehmend. „Der Kanzler spricht wie ein Technokrat, und ihm als Millionär wird nicht abgenommen, dass er die Ängste und Sorgen der Menschen versteht.“

top 21 comments
sorted by: hot top controversial new old
[–] mech@feddit.org 8 points 8 hours ago (1 children)

Wer 12 Stunden am Tag arbeitet, hat gar keine Zeit mehr für Pogrome.

GaLiGrü, Ihr Friedrich

[–] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 2 points 7 hours ago

GAliGrü

Die Ga-Ga! Die Ga-Ga! DIE GALLIER!

Asterix Ausguck zeigt auf etwas

[–] rumschlumpel@feddit.org 34 points 1 day ago (2 children)

Das klingt, als würde die Bundesregierung eigentlich gute Arbeit machen und eher ein Marketingproblem haben. Ich würde eher sagen, dass die Regierung richtig beschissene Politik macht und zusätzlich noch medienwirksam die Bevölkerung beleidigt und verhöhnt.

[–] DonPiano@feddit.org 9 points 1 day ago

Das ist doch aber effektiv, was im Artikel steht. Keine Ideen schlecht, afd nachmachen schlecht, Kommunikation schlecht, als drei separate Punkte.

[–] brainwashed@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Die Politik wird richtig unbeliebte Politik machen müssen, damit man hier strukturell mal vom Fleck kommt. Aber sie kriegt ja nicht mal das umgesetzt, sondern macht nur hier unter Symptom Bekämpfung mitsamt Verschlechterung für die Arbeitende Bevölkerung..

[–] Ooops@feddit.org 6 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago) (1 children)

Nö, die Unbeliebtheit von Lösungen ist nicht gottgegeben, sondern ergibt sich erst, wenn man einerseits die Probleme lösen will, aber andererseits am neoliberalen Wahnsinn, der die Probleme verursacht, festhalten will.

Deutsche Wähler haben also tatsächlich die Wahl. Gut, der Hirnschaden lässt scheinbar bei den Meisten kaum zu, mal ausnahmsweise nicht Rechts, Rechter, Rechtsradikal, mit extra Portion Korrupton zu wählen. Aber die Wahl hätten sie. Nur, weil man penetrant das Problem als vermeintliche Lösung wählt, heißt das nicht, dass es keine vernünftige Lösung gäbe.

Ich stell ja auch nicht den Bock als Gärtner auf mein Grundstück und jammere dann, dass es keine Möglichkeit gibt, den Garten vernünftig in Schuss zu halten.

[–] brainwashed@feddit.org 0 points 7 hours ago* (last edited 5 hours ago) (2 children)

wenn man einerseits die Probleme lösen will, aber andererseits am neoliberalen Wahnsinn, der die Probleme verursacht, festhalten will.

Die Probleme, mit denen sich die westlichen Länder herumschlagen, sind allerorten gleich. Mehr alte Bevölkerung, teure Sicherungssysteme. Welches Land hat deiner Meinung nach den nichtneoliberalen Stein der Weisen gefunden?

[–] Ooops@feddit.org 1 points 2 hours ago* (last edited 2 hours ago) (1 children)

Nein, du nimmst genau wie erwähnt, den neoliberalen Wahn als gottgegebene Basis, und argumentierst dann von dort aus:

Die bereinigte Wirtschaftsleistung pro Kopf ist in den letzten paar Jahrzehnten um mehr als das 3-fache gestiegen. Ja, "pro Kopf" also mit Demographie schon eingerechnet. Die "teuren" Sicherungssysteme" sind ebenso bereinigt nicht teurer geworden (siehe Sozialquote).

(Zusätzlicher Fun-Fact: Das demographische Problem heute verschwindet, wenn man aufhört, nur auf die Rentner zu starren. Denn dafür haben wir weniger Kinder und die tatsächliche Quote Erwerbs- zu Nichterwerbstätigem hat sich ebenfalls nicht geändert. Kann das in ferner Zukunft ein Problem werden? Vielleicht, wenn der Produktivitätszuwachs nicht Schritt hält. Aber heute ist es eben keiner, und doch wird uns diese Lüge erzählt. Denn das Schüren eines Generationskonflikts ist -wie der Kulturkampf- ein beliebtes Mittel der Ablenkung.)

Dem gegenüber stehen (wieder bereinigte Real-) Löhne, die stagnieren, und mit ihnen Renten, Rentenzahlungen, Gesundheitssystem, Soziales, Steuereinnahmen etc., die allesamt an den Löhnen hängen. Eine Steigerung um mehr als das Dreifache und die verschwindet komplett und nahezu unbesteuert nach oben, während das System, verglichen mit vor noch ein paar Jahrzehnten, nur am verbleibenden Drittel hängt.

Der selbe technische und gesellschaftliche Fortschritt, der die Lebenerwartung erhöht, die Versorgung verbessert und zu demographischen Veränderungen führt, erhöht auch massiv die Produktivität des Einzelnen. Nein, dass heute zwei Arbeiter einen Rentner mitbezahlen müssen, wo es vor 30 Jahren noch 4 Arbeiter waren, ist absolut kein Problem, denn ein Arbeiter erwirtschaftet 6 mal soviel (Erinnerung: selbst pro Kopf noch mehr als 3 mal soviel). Oder es wäre kein Problem, wenn Neoliberalismus den Menschen nicht eingeredet hätte, dass all das Geld unbesteuert nach oben transferiert werden muss, weil das gut für die Wirtschaft ist und bald™ auch bei dir ankommt.

Stattdessen wirst du kontinuierlich mit Scheiße gefüttert:

Unsere Sozialsysteme werden immer teurer! Nein, tun sie nicht, die Sozialquote ist relativ konstant.

Der Staat hat so viel Geld wie noch nie und gibt das ganze Geld nur falsch aus! Netter Versuch, aber wir wissen, wie Inflation funktioniert und dass Gesamtzahlen nicht aussagekräftig sind. Die Staatquote hingegen wäre es und siehe da...

Die Demographie macht das System kaputt, weil viel weniger Menschen arbeiten! Nö, wieder falsch, weil diese Menschen im Gegenzug viel produktiver sind. Die Industrialisierung hat auch massive Mengen an Arbeitsplätzen zerstört und komischerweise wurde insgesamt trotzdem alles viel produktiver als Kinder plötzlich nicht mehr arbeiten, sondern faul Kind sein konnten. Verbesserung von Prozessen, Automatisierung, demnächst KI (also in den sinnvollen Anwendungen, nicht der in jede Form gepressten LLM Wunderwaffe - aber das ist ein anderes Thema): Es ist immer die selbe Geschichte... weniger Menschen arbeiten weniger Stunden pro Tag und sind doch so viel produktiver.

Das einzige Problem ist die Verteilung: Wir schaufeln und schaufeln manisch alles zu Superreichen und warten darauf, dass es zu uns runter tropft. Und währenddessen wird uns eingeredet, dass ein Staat, der ein Sozial- und Rentensystem und fast die komplette Infrastruktur neu aufgebaut hat, sich als jetzt drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt nicht mal mehr deren Erhaltung leisten kann. Weil du einfach zu faul bist und endlich mal mehr Leistung für weniger Lohn erbringen must, damit es wieder läuft.

So blöd, das Märchen trotz verfügbarer Zahlen und Fakten zu glauben, können die Menschen doch kollektiv nicht sein...

TL;DR: Die bereinigte Wirtschaftsleistung pro Kopf ist in Wahrheit massiv gestiegen, die bereinigten Ausgaben nicht (siehe: Sozial- und Staatsquote). Warum ist die Demographie dann angeblich ein Problem? Wo geht das Geld hin? Details: siehe oben...

[–] brainwashed@feddit.org 1 points 6 minutes ago* (last edited 6 minutes ago)

So blöd, das Märchen trotz verfügbarer Zahlen und Fakten zu glauben, können die Menschen doch kollektiv nicht sein…

Dann auch an dich die Frage, welches Land löst das denn deiner Meinung nach adäquat? Also, wenn das eigentlich alles ganz nah liegend und easy ist?

Bislang wurde nur China in den Ring geworfen, weil… die haben zwar keine kaum soziale Sicherungssysteme, aber immerhin enteignen sich ab und zu mal einen parteifeindlicehn Milliardär.

[–] ragas@lemmy.ml 2 points 6 hours ago* (last edited 6 hours ago) (1 children)

Wenn wir die Überreichen die den Wohlstand abschnorcheln auslassen, ja dann gibt es wirklich keine Lösung für diese Probleme.

[–] brainwashed@feddit.org 0 points 5 hours ago (1 children)

Also nein, gibt kein Land was das hier erfolgreich getan hat?

[–] ragas@lemmy.ml 2 points 4 hours ago* (last edited 4 hours ago) (1 children)

Das willst du jetzt nicht hören, aber China hat letztens viele Superreiche zu großen teilen Enteignet.

Bei denen scheint es relativ gut zu laufen.

[–] brainwashed@feddit.org 2 points 2 hours ago* (last edited 12 minutes ago)

Und hat damit scheinbar weder Jugendarbeitslosigkeit noch Rente gelöst. China ist in weiten Teilen turbokapitalistischer als wir, da würden wenige Deutsche arbeiten wollen, aber hey, immerhin treten sie auch die Rechte reicher Mitmenschen mit Füßen.

[–] SapphireSphinx@feddit.org 13 points 1 day ago (1 children)

Die können sich ja nicht mal zur Prüfung der AfD durchringen. Die gucken einfach zu wie unsere Demokratie Stück für Stück untergeht und erhöhen sich dabei auch noch die Bezüge. Die fördern das durch die ihr Auftreten sogar.

Mich widern diese Typen mittlerweile nur noch an. So wie die sich aufführen hätten die vor '33 wahrscheinlich auch die Gefahr für die nicht arischen, nicht heterosexuellen, nicht geistig gesunden, ... Deutschen ignoriert damit es im Land nur schön ruhig bleibt und alles seine Ordnung hat.

[–] plyth@feddit.org 1 points 18 hours ago

damit es im Land nur schön ruhig bleibt

Es war ja nicht ruhig. Eine starke Linke war ein Problem für die Oberschicht, mit paramilitärischen Einheiten von vielen Tausend. Dagegen hat man die NSDAP aufgebaut.

Warum jetzt die AfD aufgebaut wird kann man nur erahnen. Russland hat nur einen kleinen Anteil. Konsequenz ist aber, dass die CDU auf Bundesebene auf absehbare Zeit regieren wird.

Die CDU schau zu, weil Stichwort Altersverifikation, die Demokratie sowieso von den etablierten Parteien abgebaut wird. Sie müssen nur noch 1-2 Wahlen durchhalten.

[–] Riverside@reddthat.com 0 points 17 hours ago (1 children)

If you're looking for strategy against Nazis, you only have to look at how they were defeated in 1941-1945: with communism.

[–] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 2 points 7 hours ago (2 children)

...they werent defeated by communism...but by people resisting from within and outside. Without US help the soviets would have fallen just the same. Also lets not put it as if the soviets were a better regiem to fall under

[–] Riverside@reddthat.com 1 points 1 hour ago* (last edited 57 minutes ago)

I see they teach German history very poorly over there.

In fact, yes, the people who SAVED YOU FROM NAZISM were the Soviets, the fact that there's this level of Russophobia and anticommunism in Germany is because it was convenient for NATO to keep your Nazi roots. The US did a commendable job during the war with Lend-Lease, but its role in the war is severely overestimated. The UK got significantly more aid through Lend-Lease than the USSR, yet who defeated the Nazis?

Also lets not put it as if the soviets were a better regiem

Universal healthcare, free education to the highest level, guaranteed housing and abolition of homelessness, guaranteed jobs and abolition of unemployment, lowest rates of inequality in the history of the region, and literally eliminating Nazism. All of those are diametrically opposed to Nazism. There's a reason why your Nazi ancestors were hysterical about "Judeo-Bolshevism" and considered communists their greatest enemies.

Educate yourself. The fact that a German person out of anyone will be denying the Soviet victory against the Nazis is simply a form of Nazi propaganda.

[–] plyth@feddit.org 2 points 7 hours ago (2 children)

as if the soviets were a better regiem to fall under

Gypsies, Slavs, Jews and disabled people surely prefer death over communism.

[–] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 1 points 4 hours ago

While yes, supression and life under a totalitarian survailance state without freedoms is still better than death. But i also bet they would have loved to not get this but rather be indipendent again and have democracy.

To add to this: Jews got hunted and killed by stalins orders, Slavs (others too but you gave them as example) lost their culture as faar as it didnt align with soviet values and also got killed (see holodomor)

And dont delude yourself. The soviet empire was not communist. It switched out the tsar oligarchy with their own

[–] RalfWausE_der_zwote@feddit.org 1 points 5 hours ago

Gypsies, Slavs, Jews and disabled people surely prefer death over communism

As all sane people should do