this post was submitted on 24 Feb 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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[–] rbn@sopuli.xyz 1 points 54 minutes ago

Gibt es diese Tricks nicht auch bei der Bahn selbst? Kenne das zumindest auch, dass es teilweise günstiger ist, einen Stopp direkt hinter der Grenze als Zielbahnhof zu wählen als einen innerhalb Deutschlands.

[–] _edge@discuss.tchncs.de 3 points 8 hours ago

Die Interpretation der Zeitung teile ich null. Da ist ein Platz frei und die Bahnunternehmen waren bereit zu dem günstigen Preis zu verkaufen. Die Bahnunternehmen wussten bei der Preisgestaltung, dass sie das frühere aussteigen nicht verhindern können.

Der Preisunterschied war beiden Bahnen bekannt, vermutlich kein Versehen, sondern Preisdiskriminierung; die Strecke nach München wird von Geschäftsleuten genutzt, die nicht auf den Preis achten. Insbruck ist ab HH mit dem Zug vorwirft eher ein Freizeitziel.

[–] BennyInc@feddit.org 26 points 19 hours ago (2 children)

Wir brauchen hier mehr praxisnahe Analogien. Nehmen wir an ich kaufe eine 100g Tafel Schokolade für 1,50€. Im Regal daneben gibt es die gleiche Sorte als 200g Tafel gerade im Angebot für 1,30€. Ich möchte aber nur 100g Schokolade essen. Darf der Supermarkt mich jetzt zwingen, die ganze 200g Tafel zu essen, ohne zwischendurch aufzuhören?

[–] Strive7307@discuss.tchncs.de 6 points 13 hours ago (1 children)

Ja, komplett absurd. Das wäre wie wenn man sich einen Uber bestellt und den Fahrer spontan auf halber Strecke bittet dich rauszulassen, der Fahrer das aber nur gegen Strafzahlung zulässt…

[–] BennyInc@feddit.org 1 points 9 hours ago

Was bizarr ist, da ich dem Fahrer ja per App den vollen Fahrpreis bis Endziel zahlen würde. Er kann dann auch allein dorthin weiterfahren und macht keinen Verlust damit gegenüber dem Szenario in dem ich weiter mitgefahren wäre.

[–] pulsey@feddit.org 3 points 14 hours ago (1 children)

Ich gehe lieber auf Nummer sicher und esse direkt 400g.

[–] deadlock@feddit.org 4 points 14 hours ago

Dieser Mensch schokoliert!

[–] bonenode@piefed.social 30 points 20 hours ago (2 children)

Sieht man sich die ÖBB-Tarifregeln an, wird klar: Es ist ausdrücklich ausgeschlossen, dass man die Fahrt unterwegs unterbricht.

Errr, hier unterbricht niemand eine Reise. Man beendet seine Reise. Und wie in aller Welt könnte das die Bahn überhaupt überprüfen? Anscheinend ist das "Problem" eher die ungerechte Preisgestaltung, dafür kann der Kunde ja nun wirklich nichts.

[–] Micromot@piefed.social 5 points 20 hours ago (1 children)

Es klingt für mich im Artikel oft so als würden die Kunden in z.B. München halt machen und dann später weiterfahren, sie fahren ja aber nicht weiter, was ja genau der Punkt ist. Die Argumentation führt irgendwie am Punkt vorbei

[–] rustydrd@sh.itjust.works 1 points 19 hours ago (1 children)

Finde ich eigentlich nicht. So wie ich es verstehe, ist mit "keine Unterbrechung" einfach gemeint, dass du die Fahrt mit der gebuchten Verbindung machen musst und nicht davon abweichen darfst. Das ist der Verstoß gegen die Bedingungen und damit unabhängig davon, wie lang die Unterbrechung ist und was du in der Zeit in München machst, also egal, ob du mit einem anderen Zug irgendwohin weiter fährst, die Pinakothek besuchst oder für immer dort bleibst.

[–] Micromot@piefed.social 5 points 18 hours ago

Naja, man kann halt nach dem aussteigen nicht einfach einen späteren Zug nehmen, um die Fahrt weiterzuführen. Unterbrechen impliziert ein Weiterfahren

[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 1 points 19 hours ago (1 children)

Naja, im Artikel geht der Satz ja noch spezifisch relevant weiter:

und vorher aus dem Zug auszusteigen, um nur einen Teil der Strecke zu fahren.

Die Regelung wird weiterhin im Artikel auch ziemlich genau erklärt. Inklusive der "Überprüfungsmöglichkeiten.

[–] Redjard@reddthat.com 2 points 14 hours ago (1 children)

Im Artikel geht nicht hervor was davon tatsächlich in den Bevörderungsbedingungen steht. Also hab ich mal reingesehen und hab nicht mal allgemeine Klauseln zu "Unterbrechung" gesehen. Weder bei DB noch ÖBB.

Hab dann noch weiter reingelesen, und der ÖBB schreibt sogar extra bei Standardtickets "Sie können Ihre Fahrt zwischendurch unterbrechen"*!

Also weiß nicht was der Artikel da ranziehen will, aber ich glaube die Behauptungen sind falsch und es ist vertraglich erlaubt jederzeit irgendwo auszusteigen wie man lustig ist.


*Die ÖBB setzt außnahmen, aber nur für ein paar (7) Österreichische Städte. Außerdem nur wenn das Start oder Endbahnhöfe sind. Nicht sicher was es damit auf sich hat aber trifft hier ja nicht zu, geht wahrscheinlich um Entschädigung durch ÖPNV Verspätung o.ä.

[–] kossa@feddit.org 5 points 12 hours ago* (last edited 12 hours ago) (1 children)

Das sind ja die Allgemeinen Beförderungsbedingungen. Ich vermute, hier geht es um "spezifische Beförderungsbedingungen" von Sparpreisen.

Ah, hier. unter B 1.3.1.3.4:

Sie können Ihre Fahrt zwischendurch nicht unterbrechen.

Aber auch ein gefundenes Fressen für Deutschlehrer, die Formulierung. 😂. Wetten, dass ich kann? Ihr wollt, dass ich nicht darf!

[–] Redjard@reddthat.com 2 points 12 hours ago (1 children)

Stimmt, da wäre es. Bringt uns dann aber wieder zur ursprünglichen Thematik

und vorher aus dem Zug auszusteigen, um nur einen Teil der Strecke zu fahren.

Das hier scheint dann weiter völlig haltlos dazustehen.

PS: Siehst du bei der DB eine ähnliche Klausel, oder steht da wirklich nichts?

[–] kossa@feddit.org 2 points 11 hours ago

Ne, so wie ich das hier lese (sie verweisen bei internationalen Sparpreisen auf 10.3), ist das bei der DB explizit erlaubt.

[–] RoflmasterBigPimp@feddit.org 9 points 18 hours ago* (last edited 17 hours ago) (1 children)

Ich will mal wissen was die eigentlichen Kosten einer Fahrt sind.

Machen die mit den günstigen Tickets Verluste? Oder machen die mit den teuren Tickets einfach nur mehr Gewinn?

[–] Zwuzelmaus@feddit.org 13 points 18 hours ago (1 children)

Die wollen jedenfalls vermeiden, dass jemand diese Antworten erfährt :-)

[–] banause@feddit.org 2 points 11 hours ago

Xavier weiß es.

[–] Stitch0815@feddit.org 7 points 18 hours ago

Non-stopover tickets

So was dummes hab ich noch nie gehört. Dass das überhaupt erlaubt ist.

Die einzige begründung dafür dürfte meiner meinung nach gepäck im Flugzeug sein.

Aber wenn ich nur mit Handgepäck flieg?

Absolute frechheit

[–] Zwuzelmaus@feddit.org 10 points 20 hours ago (1 children)

Ich hab da so meine Zweifel. Man kann doch nicht einfach Leuten verbieten, aus dem Zug auszusteigen...

[–] rustydrd@sh.itjust.works 5 points 19 hours ago* (last edited 15 hours ago) (3 children)

Verbieten nicht. Aber man kann feststellen, dass sie gegen die Beförderungsbedingungen verstoßen und ein Bußgeld erlassen, falls sie das Aussteigen nicht angemessen begründen können. Ob das praktikabel oder sinnvoll ist, ist eine andere Frage, aber möglich ist das schon.

Edit: Ich will das Ganze übrigens nicht verteidigen und finde das auch nicht sinnvoll. Ich wollte nur sagen, dass ein Unternehmen, das bereit ist, solche kundenfeindlichen Bedingungen zu formulieren, die Ahnung von Verstößen sicher auch als "möglich" betrachten würde. Ich denke auch nicht, dass das vor Gericht o.ä. durchsetzbar wäre.

[–] Zwuzelmaus@feddit.org 8 points 18 hours ago* (last edited 18 hours ago)

Die Bahn kann kein Bußgeld verhängen. Die Bahn ist schon ziemlich lange keine Behörde mehr. Was du meinst, wäre eine Vertragsstrafe.

Aber nochmal genauer: Man kann auch nicht mithilfe von Beförderungsbedingungen verbieten, aus dem Zug auszusteigen. Ich halte das für ungefähr so absurd, wie wenn ein Autohersteller verbieten würde, am Auto die Scheiben herunterzukurbeln.

[–] Redjard@reddthat.com 3 points 16 hours ago (1 children)

Muss ich dann per Attest nachweisen dass ich aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen bin?

Was wenn ne Sbahn ausfällt und ich eine andere bekommen kann wenn ich in Passing statt MüHbf austeige?

Die Köln Frankfurt Strecke ist mal wieder gesperrt und ich bekomm den Termin eh nicht (oder Termin abgesagt), also dreh ich (mit meinem Rückfahrts-Ticket) um? 2 Bußen weil beide Fahrten unvollständig? Ist es erlaubt später einzusteigen aber nicht früher auszusteigen?

Ich steige ein aber hab was wichtiges vergessen, also steige ich wieder aus.

Ich finde mein Ticket nicht, also zwingt mich der Kontrolleur auszusteigen. Ich zeige mein Ticket nach und tausche Schwarzfahrbußgeld gegen Aussteigbußgeld.

[–] rustydrd@sh.itjust.works 2 points 15 hours ago (1 children)

Muss ich dann per Attest nachweisen dass ich aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen bin?

Brudi, ich weiß es doch auch nicht. (Und sage ja extra dazu, dass die Sinnhaftigkeit dahingestellt ist.)

Was wenn ne Sbahn ausfällt und ich eine andere bekommen kann wenn ich in Passing statt MüHbf austeige? Die Köln Frankfurt Strecke ist mal wieder gesperrt und ich bekomm den Termin eh nicht (oder Termin abgesagt), also dreh ich (mit meinem Rückfahrts-Ticket) um? 2 Bußen weil beide Fahrten unvollständig?

Klare Sache: Ab in den Knast.

[–] Redjard@reddthat.com 1 points 15 hours ago

Brudi, ich weiß es doch auch nicht

War jetzt keine Kritik an dir, wollte nur zeigen dass es dämlich wäre sowas umsetzen zu wollen.

Ab in den Knast.

Verständlich, hab einen netten Tag.

[–] smokeysnilas@feddit.org 1 points 15 hours ago (1 children)

falls sie das Aussteigen nicht angemessen begründen

Das sollte ja wohl super easy sein. Mir war schlecht und ich brauchte mal frische Luft. Oder ich musste dringend mal wohin und die Toiletten im Zug waren mir zu ekelig. Das ist einfach komplett nicht durchsetzbar, Beförderungsbedingungen hin oder her.

[–] Zwuzelmaus@feddit.org 1 points 14 hours ago

und die Toiletten im Zug waren mir zu ekelig

Oder wiedermal 3 von den insgesamt 4 kaputt, und die Warteschlange vor dieser 4. rein körperlich nicht machbar...

[–] Kissaki@feddit.org 1 points 14 hours ago* (last edited 14 hours ago) (1 children)

Genialer Trick oder rechtliche Grauzone?

Das schließt sich nicht zwangsläufig aus.

Wenn ich das richtig lese, wird am Ende aber gesagt: Ist keine Grauzone. Nicht erlaubt.

Muss ich mir ein Ticket dann mehr als Vertrag vorstellen, bei dem ich auch die ganze Strecke einsitzen muss, statt als Ticket das mir den Zugang und Recht gibt dort zu sein?

[–] glasratz@feddit.org 2 points 14 hours ago (1 children)

Nicht alles was in einem Vertrag steht ist rechtens. Hier habe ich sehr starke Zweifel, dass einen ein Beförderer zwingen kann, die ganze Reise in Anspruch zu nehmen - aber das müsste wohl ein Anwalt beantworten.

[–] JensSpahnpasta@feddit.org 1 points 12 hours ago (1 children)

Die im Artikel geäußerte Rechtsauffassung ist arg zweifelhaft. Es dürfte gegen diverse Grundrechte verstoßen, wenn eine private Aktiengesellschaft Menschen ernsthaft dazu zwingen möchte, dass sie bis Salzburg fahren, nur weil sie ein Ticket bis Salzburg gekauft haben.

[–] Jako302@feddit.org 2 points 8 hours ago

Naja, zwingen kann die Bahn einen nicht, aber die kommen dann halt mit irgendwas Richtung Vertragsbruch um die Ecke und wollen Strafzahlungen dafür.

Ob das durchgehen würde vo r Gericht ist fraglich, aber nicht ausgeschlossen. Vor allem wenn einem Vorsatz nachgewiesen werden kann durch z.b. einen geplanten Urlaub.