Um die Frage direkt zu beantworten:
Knackpunkt war aber, wie erwartete Mehrkosten bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden können. Die Branche warnte vor einer Finanzlücke. Da Bund und Länder Mehrkosten über die vereinbarten drei Milliarden Euro hinaus nicht übernehmen wollten, kam es zu einer erneuten Preiserhöhung.
Der deutsche Staat möchte sein Geld nicht für die Beseitigung von Obdachlosigkeit; allgemein funktionierende Infrastruktur; ein lebendiges kommunales Gemeinwesen oder günstige Mobilität für alle ausgeben, sondern es viel lieber in Aufrüstung zur Verbesserung der Machtstellung des deutschen Imperialismus und Päppelung unkompetitiv gewordener Industriezweige; Autobahnprojekte; Microsoftlizenzen; polizeiliche Massenüberwachung dank Palantir und co; sowie Subventionen fürs Fossilkapital stecken.
Zusätzliches Geld über Besteuerung von Unternehmen, Reichen oder hohen Erbschaften einnehmen? Undenkbar. Stattdessen gleicht man mit Mitteln des Bundes die Steuerausfälle der Kommunen durch die Senkung der Körperschaftssteuer ab 2028 aus - danach wird die Kasse wohl oder übel noch knapper sein.