this post was submitted on 22 Nov 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Dass der Angriff auf die Rechte der Frauen und der Anstieg an Gewalt gegen sie mit einem Angriff auf die Demokratie einhergeht, sollte allen demokratischen Kräften zu denken geben und den Umkehrschluss provozieren: Der Kampf um Gleichberechtigung ist nicht links. Der Kampf gegen Sexismus und Misogynie ist auch nicht woke. Dafür braucht es Männer, die Frauen nicht länger als Objekte zur Stabilisierung ihrer Macht benutzen, aber auch Frauen, die sich ihrer Verantwortung und Stärke bewusst sind, ihre Beteiligung nicht nur vorsichtig anmahnen, sondern kraftvoll einfordern und sich im Kampf gegen die Gewalt miteinander solidarisieren.

https://archive.is/z5Nab

top 5 comments
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[–] CyberEgg@discuss.tchncs.de 13 points 4 months ago
[–] arschflugkoerper@feddit.org 10 points 4 months ago (1 children)

Seit wann ist der Kampf um Gleichberechtigung nicht links?

[–] poVoq@slrpnk.net 2 points 4 months ago

Kognitive Dissonanz bei dieser Zeit Autorin 🤦

[–] slowmorella@discuss.tchncs.de 7 points 4 months ago

Klar, nur gute Erfahrungen gemacht mit "kraftvoll einfordern" ...Kinderspiel /s

[–] squaresinger@lemmy.world 1 points 4 months ago* (last edited 4 months ago)

Was Anne Rabe bei diesem Artikel vergisst: Feminismus ist kein Geschlechterkampf und die Zustimmung dazu verläuft nicht an Geschlechtergrenzen.

  • 47% der CxU-Wähler sind Frauen
  • 43% der AfD-Wähler sind Frauen
  • 45% der SPD-Wähler sind Männer
  • 46% der Grüne-Wähler sind Männer
  • 38% der Linke-Wähler sind Männer

Also ja, es wählen durchaus mehr Frauen Parteien, die für den Feminismus sind als Männer, und durchaus mehr Männer wählen antifeministische Parteien.

Aber der Geschlechterunterschied ist da gar nicht so groß.

Ähnlich sieht es aus wenn man Befragungen zu feministischen Themen anschaut (z.B. https://yougov.de/politics/articles/48884-jede-zweite-frau-findet-dass-frauen-in-deutschland-aufgrund-ihres-geschlechts-diskriminiert-werden, https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553398/einstellungen-zu-geschlechterrollen/). Da gibt es schon Geschlechterunterschiede, aber die sind nicht sehr groß.

Anders gesagt: Der Unterschied der politischen Positionen innerhalb eines Geschlechts ist signifikant größer als der Unterschied zwischen dem Durchschnitten beider Geschlechter.

Das als Geschlechterkampf hinzustellen verkennt die Realität und tut der Sache einen Bärendienst.

Fakt ist: täten Frauen nicht antifeministische Parteien wählen wären die rechten Parteien Randerscheinungen und täten Männer nicht feministische Parteien wählen, dann würde es ähnlich mit linken Parteien ausschauen.

Feminismus, so wie jeder große gesellschaftliche Wandel, benötigt die Unterstützung von allen die mit machen. Die Sklaverei wurde nicht abgeschafft, weil die Sklaven allein es wollten. Genauso wird das Patriachat nicht dadurch beseitigt, dass knapp die Hälfte der Frauen für feministische Parteien stimmen.

Verschwierigend kommt hinzu, dass Frauen mit einem bestimmten Lebensmodell tatsächlich auch vom Patriachat profitieren und das nicht aufgeben wollen. Die unheilige Allianz zwischen Wirtschaft und Feminismus hat auch nicht geholfen. Dumme Metriken wie die Gender Wage Gap haben dazu geführt, dass nicht die Gehälter von Frauen erhöht, sondern die von Männern verringert wurden, und man so jetzt als Familie 80h Erwerbstätigkeit braucht statt 40h. Schlecht gemachter Feminismus kann Frauen also durchaus auch schaden.

Der Feminismus ist nötig und wichtig, allerdings ist es wichtig Mitstreiter aller Geschlechter ins Boot zu holen und sich dann auf Maßnahmen zu konzentrieren, die tatsächlich helfen und nicht auf tolle PR-Maßnahmen und dämliche KPIs.