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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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"Ein überlebendes Folteropfer in ein Land abzuschieben, das queere Menschen gesetzlich mit der Todesstrafe bedroht, ist ein humanitärer und juristischer Skandal", betont Anita B., eine Beraterin im Sub. "Das Bundesverfassungsgericht und internationale Konventionen ziehen hier eine klare rote Linie. Wir fordern die Zentralen Ausländerbehörden in Bayern auf, die geplante Abschiebung sofort zu stoppen, Mark Z. aus der Haft zu entlassen und ihm Zugang zur dringend notwendigen medizinischen und therapeutischen Hilfe zu gewähren." Das Sub wirft dem Bamf auch vor, in der Abschiebungshaft sei eine Anhörung durchgeführt worden, ohne seine Rechtsvertretung darüber in Kenntnis zu setzen oder einzubinden. Damit könne sich der in Isolationshaft befindliche Z. praktisch nicht verteidigen.

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[–] Latschenkiefer@feddit.org 1 points 3 days ago (1 children)

Eine solche Abschiebung IST die Todesstrafe. Ausgeübt von Deutschland. Sie hätten alle Macht, dies zu verhindern. Durch die Abschiebung entscheiden sie sich aktiv dazu, diesen Mann umzubringen.

Das verschiebt die Schuld weg von den eigentlichen Tätern.

Klar muss Deutschland verfolgten Menschen Zuflucht geben; die Abschiebung von dem Mann ist wiederwärtig und man schickt ihn damit sehr wahrscheinlich in den Tod. Aber zu sagen das Deutschland ihn umgebracht hat lenkt von dem eigentlichen Problem ab, nämlich das es Uganda ist, das schwule Menschen tötet. (von denen die meisten nicht mal die Chance zur Flucht haben)

[–] LinkeSocke@feddit.org 2 points 3 days ago

Meine Intention war es keineswegs, von einem Problem abzulenken. Dass die in Uganda das so handhaben, ist grausam. Dagegen kann ich von hier vorerst nichts tun. Deutschland, wo mir zumindest vorgegaukelt wird, ich könne mitsprechen, aber ist sich vollends bewusst, was mit ihm passieren wird. Deutschland trifft aktiv die Entscheidung, ihn in den Tod zu schicken. Würde ich wissen, hinter einer Tür verbirgt sich ein Massenmörder, der jeden umbringt, den er sieht – anschließend einen Menschen zwangsmäßig und notfalls mit Gewalt durch diese Tür drücken, um die Tür hinter ihm zuzuschlagen. Trifft mich da absolut keine Schuld am Mord des Menschen?

Ich wiege allgemein kein Leid auf. Deshalb meinte ich, beides ist schrecklich. Beides ist Willkür. Klar ansprechen, dass Deutschland hier eine aktive Mordschuld, wenn auch nur Mitschuld, innehat. Ich bin vollkommen gegen Abschiebungen. Würde man solche menschenfeindlichen Aktionen nicht durchführen, so würde so etwas auch nicht passieren. Natürlich würden queere Menschen, die bereits vor Ort sind, dann immer noch umgebracht. Und das ist grauenvoll. Und das müsste so bald wie möglich gestoppt werden. Doch würdest du mir auch sagen: „In dem Raum mit dem Massenmörder sind aber bereits Leute, die auch teils nicht fliehen können. Demnach ist es auch okay, wenn du ihn noch dazu zwingst, liebes Deutschland. Spricht jemand deine Schuld an, lenkt er nur ab.“ Ich möchte nicht ablenken, auch nicht Tatsachen aufwiegen. Ich wollte lediglich einen weiteren Fokus eröffnen, eben auf unser lokales Problem. Und wir müssten uns eigentlich über jede Abschiebung so aufregen. Und so etwas muss aufgehalten werden. 

Von so Debatten über Nebenthemen und Hauptthemen halte ich nicht viel. Mehrere Dinge können gleichzeitig wichtig sein. Und manchmal ist ein Problem sogar gleichzeitig eigenständig als auch ein Anteil eines weiteren Problems. Und in solch einem Fall finde ich es extra berechtigt, das Problem, welches das erstere beinhaltet, auch zu erwähnen. Passt zum Kontext.

Ich wünsche dir einen hervorragenden Abend. :)