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Baden-Württemberg: Boris Palmer verwehrt einer Sportlerin im Rollstuhl eine Rampe
(www.tagesschau.de)
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Warum gibt es denn von vornherein keine barrierefreie Location für so eine Veranstaltung? Wer hat da die letzten Jahrzehnte gepennt?
Es sagt ja auch viel über den Zustand der Stadt aus, wenn die Stadtverwaltung (Bauhof etc.) so überfordert damit ist eine temporäre Rollstuhlrampe zu installieren, dass man dafür ein externes Unternehmen beauftragen muss. Als wäre es das erste Mal, dass man im Stadtgebiet so eine Rampe bräuchte.
Kommt halt dabei raus, wenn Bürgermeister mehr in Talkshows und mit Interviews verbringen, als dafür zu sorgen, dass zuhause der Laden läuft.
Das klingt wirklich merkwürdig. Ich kenne die Halle nicht und im Artikel steht auch nicht welche, aber normalerweise gibt es immer eine Möglichkeit, um Equipment auf eine Bühne zu rollen. Wäre eine sehr merkwürdige Bühne, wenn da die Crew Klaviere, das gesamte Bühnenbild oder sonstige schwere Dinge per Hand hochhieven müsste. Wenn ja, dann ist das ein harter Baufehler
Ich hab mal zu viert ein Klavier (Gott sei Dank keinen Flügel) über eine Treppe auf die Bühne getragen. 3/10, würde ich nicht weiterempfehlen.
Seit gerne Böse auf mich, aber ich kann es voll nachvollziehen, für eine Minute keine 1.200 € ausgeben zu wollen (ohne jetzt zu wissen, ob das eine realistische Zahl ist). Allerdings gibt es einfach so viele Punkte, die vorher hätten bedacht werden können.
Wenn es eine feste Bühne und nicht gerade die des Bauerntheaters ist, dann hat die nen ebenerdigen Zugang. Den kann man doch irgendwie benutzen, selbst wenn man nicht direkt vom Saal darauf kommt. Wenn sie tatsächlich keinen hat (Why?), ist das einfach eine schlechte Standortwahl. Und selbst wenn es in Tübingen nur diese eine Halle gäbe, gibt es doch unzählige Möglichkeiten, die Vergabe so zu gestalten, dass niemand auf die Bühne muss. Seid doch ein bisschen einfallsreich Leute!
Meiner Meinung nach liegt die Ursache der Benachteiligung deutlich früher als jetzt bei dieser Rampe.
Das ist inzwischen üblich, denn wenn Bauhöfe was können, können private Firmen die Verwaltung verklagen, weil sie ihnen angeblich Konkurrenz machen. Denn das dürfen sie nicht. Neoliberalismus ist halt schon hart dumm.
Darum werden Stadtwerke gerne als eigene GmbH aus der Stadtverwaltung ausgelagert.
Ist auch einer der Gründe, warum Kommunen immer weniger Geld haben, denn für alle Aufträge an diese ausgelagerten Gesellschaften wird natürlich Mehrwertsteuer fällig. Und jeder Furz, den ein eigener kommunaler Dienstleister einfach auf Zuruf oder sogar unaufgefordert nebenher mit gemacht hätte, muss extra beauftragt werden, und wird dann berechnet. Außerdem müssen die als Firmen Gewinne machen. Das Outsourcing wird natürlich der Öffentlichkeit gerne als billiger verkauft, aber letztendlich spart man dann dadurch, dass man die ausgelagerten Dienstleister für weniger Aufgaben beauftragt, als man die vorherigen eigenen kommunalen Dienstleister hätte machen lassen. So verfault dann die Infrastruktur.
Nope, müssen sie nicht. Aber der Ausgleich eines Defizits der GmbH ist immer wieder Zankapfel in den politischen Armen dazu.
Das hätte man halt nicht, wären das einfach alles Anstalten öffentlichen Rechts geblieben. Aber womit macht man dann Theater im Stadt- oder Kreisparlament?