this post was submitted on 15 May 2026
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Deutschland

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[–] gandalf_der_12te@feddit.org -1 points 2 days ago (13 children)

insgesamt ein guter artikel.

mich beschäftigt die frage auch schon länger. ich bin davon überzeugt, dass wenn es einen neuen krieg gibt, dann ca. 90% der jungen menschen nicht hingehen würden. und das sage ich nicht nur im sinne von "ich will mich nicht als kanonenfutter anbieten", sondern eben wie du auch sagst stark in hinblick auf die frage "sehe ich mich als teil dieser gesellschaft? akzeptiert mich diese gesellschaft?"

ich denke, dass gerade in den letzten jahren extrem viele junge männer "desillusioniert" mit der gesellschaft geworden sind. gefühlt wird man überall nur beschimpft und beleidigt, man sei ein potentieller vergewaltiger und sowieso hoch gefährlich und wahrscheinlich sollte man dich am besten gleich wegsperren. zumindest wird es auf social media so vermittelt. und da soll man jetzt für diese gesellschaft kämpfen und potentiell sterben, obwohl man so behandelt wird? ne, ich glaube eher nicht.

aber das ist nur ein punkt. ich würde nebenbei auch sagen dass kriege im allgemeinen nicht gewonnen, nur verloren werden können. die frage ist nur eben wieviel man verliert. wie bei einem erdbeben. "you can win a war no more than you can win an earthquake". dazu kommt noch dass die geopolitische stabilität heutzutage sehr stark von den gedanken abhängt, d.h. ideologie weltweit usw. es gibt so organisationen wie die weltbank die sich auch eben darüber gedanken machen, wie andere länder auf ihren ökonomischen gewinn kommen könnten ohne kriege. die sache ist kompliziert, ich kürze hier ab und mache schluss. ;-)

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 3 points 2 days ago (4 children)

dann ca. 90% der jungen menschen nicht hingehen würden

Das sagt sich so einfach. Aber natürlich haben Staaten schon seit Jahrhunderten und Jahrtausenden vielfältige Mechanismen entwickelt, um Leute doch zum Militär zu kriegen. Keiner hat Bock sich von gegnerischen Rittern auf Schlachtrössern zertrampeln zu lassen, kaum einer hatte im Ersten Weltkrieg Lust auf Schützengräben oder Bock auf Ostfront im Zweiten oder ist begeistert nach Vietnam gegangen. Im Endeffekt ist es kack egal, ob du da hin willst oder nicht, wenn du im Kriegsfall einberufen wirst, kommst du dort nicht so schnell raus. Du siehst es ja zum Beispiel aktuell in der Ukraine oder auch in Russland. Auch wir haben die Feldjäger von der Bundeswehr, die dich suchen, wenn du dich drückst. Die wissen dann, wo du arbeitest, wer deine Familie ist und im Zweifelsfall haben sie auch deine Handydaten etc.

Im Kern bleibt dir dann nur noch die Flucht ins Ausland. Dort will dich aber meistens keiner. Bei der jüngsten Gesetzesänderung hier in Deutschland kam ja auch dann schon heraus, dass längere Aufenthalte im Ausland für Männer auch jetzt schon genehmigungspflichtig sind. Im Kriegsfall gibt es dann Ausreisesperren und so weiter und so fort. Auch als männlicher Ukrainer kannst du nicht einfach so ausreisen, genauso wie als wehrpflichtiger Russe.

Kommst du irgendwann nach dem Krieg wieder zurück, hast du dann direkt schicke Verfahren am Hals. In Deutschland drohen dir in dem Fall 5 Jahre Knast.

[–] AzuraTheSpellkissed@lemmy.blahaj.zone 1 points 2 days ago (3 children)
[–] KatherinaReichelt@feddit.org 1 points 2 days ago (2 children)

Das ist dann im Kriegsfall schneller weg als du "Der Russe kommt" schreien kannst.

Das ist eine berechtigte Sorge. Ich habe gehört, vor den 1990ern hieß es noch: vielleicht sind die zu blöd einen überhaupt erfasst zu haben, lieber erstmal abwarten, ob überhaupt'n Brief zur Musterung kommt. Heute hingegen ist der Ratschlag: lasse dich freiwillig erfassen um jetzt schon den Kriegsdienst zu verweigern, weil du jetzt noch die Verweigerung geltend machen kannst. Im Kriegsfall (egal ob "der Russe kommt" oder - wie bisher immer - es genau anders herum ist) kann die Kriegsdienstverweigerung untersagt werden, stimmt.

Aber ganz ehrlich, ich lache diesen Staat aus, wenn er bei Zwangsrekruiten & offenkundigen Deserteuren auch noch Ressourcen in Ausbildung und Ausrüstung steckt.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 1 points 2 days ago* (last edited 2 hours ago)

Genau. Die einzige relativ sichere Möglichkeit, da rauszukommen, ist was zu können, das so dringend gebraucht wird, dass sogar die dümmste Regierung die Leute, die das können, nicht einzieht.

In der Vergangenheit wurde Ersatzdienst im Zivilschutz als verhältnismäßig sicher angesehen. Wobei "sicher" sich da nur auf die relative Sicherheit bezieht, nicht zum Militärdienst eingezogen zu werden, ungefährlich oder gar entspannt ist das auch nicht, insbesondere mit der zwar hochgradig illegalen, aber inzwischen vielfach etablierten "double tap"-Taktik, nach Luft- oder Raketenangriffen etwas später das gleiche Ziel nochmal anzugreifen, um die Rettungskräfte zu treffen, oder sogar Rettungskräfte gezielt zu beschießen.

Aber so, wie die Mächtigen inzwischen auf Bevölkerung und Infrastruktur scheißen, sehe ich die im Ernstfall auch Zivilschutzpersonal ins Militär einziehen.

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