this post was submitted on 15 May 2026
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Deutschland

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Einige meiner Gedanken über Verteidigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Schreibt mir gerne, was ihr davon haltet. Lieber Gruß!

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[–] gandalf_der_12te@feddit.org -3 points 17 hours ago (3 children)

insgesamt ein guter artikel.

mich beschäftigt die frage auch schon länger. ich bin davon überzeugt, dass wenn es einen neuen krieg gibt, dann ca. 90% der jungen menschen nicht hingehen würden. und das sage ich nicht nur im sinne von "ich will mich nicht als kanonenfutter anbieten", sondern eben wie du auch sagst stark in hinblick auf die frage "sehe ich mich als teil dieser gesellschaft? akzeptiert mich diese gesellschaft?"

ich denke, dass gerade in den letzten jahren extrem viele junge männer "desillusioniert" mit der gesellschaft geworden sind. gefühlt wird man überall nur beschimpft und beleidigt, man sei ein potentieller vergewaltiger und sowieso hoch gefährlich und wahrscheinlich sollte man dich am besten gleich wegsperren. zumindest wird es auf social media so vermittelt. und da soll man jetzt für diese gesellschaft kämpfen und potentiell sterben, obwohl man so behandelt wird? ne, ich glaube eher nicht.

aber das ist nur ein punkt. ich würde nebenbei auch sagen dass kriege im allgemeinen nicht gewonnen, nur verloren werden können. die frage ist nur eben wieviel man verliert. wie bei einem erdbeben. "you can win a war no more than you can win an earthquake". dazu kommt noch dass die geopolitische stabilität heutzutage sehr stark von den gedanken abhängt, d.h. ideologie weltweit usw. es gibt so organisationen wie die weltbank die sich auch eben darüber gedanken machen, wie andere länder auf ihren ökonomischen gewinn kommen könnten ohne kriege. die sache ist kompliziert, ich kürze hier ab und mache schluss. ;-)

[–] Latschenkiefer@feddit.org 7 points 16 hours ago

gefühlt wird man überall nur beschimpft und beleidigt, man sei ein potentieller vergewaltiger und sowieso hoch gefährlich und wahrscheinlich sollte man dich am besten gleich wegsperren.

Glaube nicht, dass das eine weit verbreitete Meinung ist, zumindest nicht wenn du auf die Straße gehst und mit den Leuten redest. Ich als Mann sehe eher, wie typische frauenfeindliche Ideen immer noch bei der älteren Generation tief verankert sind und Gen Alpha sitzt in ihren Kinderzimmern und hämmert sich die Wangenknochrn ohn, weil ihnen das ein Incel auf Tiktok vorgemacht hat.

[–] Obin@feddit.org 5 points 16 hours ago (2 children)

Ich sehe mich als Teil der Gesellschaft, aber die Gesellschaft ist einfach unendlich kaputt. Kämpfen und sterben in einem Krieg bedeutet heute die, die den Krieg angezettelt haben (auf beiden Seiten) noch reicher zu machen als sie es eh schon sind und noch in ihrer Macht zu festigen. Und das wird dann ganz sicher nicht Frieden, sondern noch mehr Kriege zur Folge haben, wie könnte es das nicht.

Wir müssten diesen Kreislauf durchbrechen und wenigstens einen ersten Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft machen, bevor ich das auch nur erwäge diesen Staat mit meinem Leben zu verteidigen. Ansonsten sterbe ich dann lieber zuhause dabei individuell meine Mitmenschen zu verteidigen als im Militär irgendwo im Ausland bei der Verteidigung der Rheinmetall Aktienkurse.

[–] Edelscheiss@lemmy.world 4 points 4 hours ago* (last edited 3 hours ago) (2 children)

Als Wehrpflichtiger kannst Du nicht gegen Deinen Willen im Auslandseinsatz verwendet werden.

Welche beiden Seiten haben denn den Krieg angezettelt? Da bin ich neugierig. Ich gehe davon aus das die eine Seite aus Deiner Sicht Putin ist (hoffentlich). Die andere Seite wäre dann was? Die Waffenindustrie? Wie soll die den bitte den Krieg angezettelt haben? Die Bw wurde seit den 90ern tot gespart. Jetzt bedient die Waffenindustrie den Bedarf der schon die ganzen Jahrzehnte bestand weil plötzlich der Krieg eine 20 stündige Autofahrt von Deutschland entfernt statt findet. Das da viel Geld im Spiel ist steht ausser Frage.

Ich frage mich nur immer bei diesen radikal alles ablehnenden und scheisse findenden Statements was denn Dein Lösungsvorschlag wäre.

[–] Obin@feddit.org 1 points 27 minutes ago* (last edited 19 minutes ago)

Welche beiden Seiten haben denn den Krieg angezettelt? Da bin ich neugierig. Ich gehe davon aus das die eine Seite aus Deiner Sicht Putin ist (hoffentlich).

Du kannst dir mal den Schaum vorm Mund abwischen und deine Flowchart wieder einpacken, weil das hättest du bei mir nicht gebraucht. Ich finde Putin genauso scheiße wie Jeder andere. Beim Ukrainekrieg denke ich eher an die Richtung warum man der Ukraine tröpfchenweise die Unterstützung füttert und sie in diesem Stalemate gefangen hält. Und da gibt es genug Indikationen dafür, dass das so ist, siehe das hin und her mit Starlink über die Jahre.

Ich meinte aber nicht mal diesen Krieg, das hat dein gewaschenes Gehirn da gleich rein interpoliert. Ich meinte die Kriege, auf die wir uns mit Wehrpflicht usw. gerade vorbereiten. Um die letzten Ressourcen für uns zu sichern, oder um die Klimaflüchtlingsströme gleich in den Herkunftsländern zu ermorden. Oder glaubst du ernsthaft, dass es tatsächlich um eine edle Verteidigung gegen Putins zähnefletschende Horden an der Oder geht, und dass das nicht nur das Angstnarrativ ist, dass bei dir Consent manufacturen soll? Aber selbst wenn du dir da absolut nichts anderes vorstellen kannst als diesen LARP:

Ich frage mich nur immer bei diesen radikal alles ablehnenden und scheisse findenden Statements was denn Dein Lösungsvorschlag wäre.

Genau dasselbe wie jeden Abend Pinky, wir enteignen die Milliardäre, verbieten ausländische Geschäftsinteressen in der EU, versuchen unsere Solidarität zu bewahren und überführen unsere Wirtschaft von einer Wachstumswirtschaft in eine Wohlfahrtswirtschaft. Nicht dass das notwendigerweise alle Kriegsinteressen verhindert. Kann gut sein, dass uns dann die USA überfallen, für Regime-Change zurück zum Wachstumskapitalismus (nur halb /s). Aber mein Punkt war ja auch nicht, dass wir uns pazifistisch darniederlegen und unser Schicksal erwarten sollen, sondern dass ich, wenn ich den Staat verteidigen soll, bitte gerne einen Staat hätte, den ich auch verteidigen will oder zumindest eine Perspektive dahingehend. Einen Staat, der sowas wie Ideale besitzt, abseits von freie Fahrt für freie Bürger und Korruption go brrrrrrr.

[–] baleanar@discuss.tchncs.de 2 points 2 hours ago

Als Wehrpflichtiger kannst Du nicht gegen Deinen Willen im Auslandseinsatz verwendet werden.

Versprechen werden immer gebrochen. Veränderungen ist konstant. Wenn Trump uns das noch noch beigebracht hat, ist uns nicht zu helfen.

[–] RalfWausE_der_zwote@feddit.org 2 points 15 hours ago

Ansonsten sterbe ich dann lieber zuhause dabei individuell meine Mitmenschen zu verteidigen als im Militär irgendwo im Ausland

Im Kriegsfall, insbesondere wenn es nicht so gut läuft, sind Staaten in der Regel gerne bereit solche Wünsche zu erfüllen

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 3 points 16 hours ago (1 children)

dann ca. 90% der jungen menschen nicht hingehen würden

Das sagt sich so einfach. Aber natürlich haben Staaten schon seit Jahrhunderten und Jahrtausenden vielfältige Mechanismen entwickelt, um Leute doch zum Militär zu kriegen. Keiner hat Bock sich von gegnerischen Rittern auf Schlachtrössern zertrampeln zu lassen, kaum einer hatte im Ersten Weltkrieg Lust auf Schützengräben oder Bock auf Ostfront im Zweiten oder ist begeistert nach Vietnam gegangen. Im Endeffekt ist es kack egal, ob du da hin willst oder nicht, wenn du im Kriegsfall einberufen wirst, kommst du dort nicht so schnell raus. Du siehst es ja zum Beispiel aktuell in der Ukraine oder auch in Russland. Auch wir haben die Feldjäger von der Bundeswehr, die dich suchen, wenn du dich drückst. Die wissen dann, wo du arbeitest, wer deine Familie ist und im Zweifelsfall haben sie auch deine Handydaten etc.

Im Kern bleibt dir dann nur noch die Flucht ins Ausland. Dort will dich aber meistens keiner. Bei der jüngsten Gesetzesänderung hier in Deutschland kam ja auch dann schon heraus, dass längere Aufenthalte im Ausland für Männer auch jetzt schon genehmigungspflichtig sind. Im Kriegsfall gibt es dann Ausreisesperren und so weiter und so fort. Auch als männlicher Ukrainer kannst du nicht einfach so ausreisen, genauso wie als wehrpflichtiger Russe.

Kommst du irgendwann nach dem Krieg wieder zurück, hast du dann direkt schicke Verfahren am Hals. In Deutschland drohen dir in dem Fall 5 Jahre Knast.