Deutschland
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Überreiche an und für sich sind nichteinmal ein Problem. Unter der Voraussetzung, sie leisten entsprechende Gegenwerte. Jemand wie Musk, der mal eben ein bahnbrechendes Weltraumunternehmen gründet und leitet, die mal eben die Raketentechnik auf den Kopf stellen und dann noch den Internetzugang für unterversorgte Gegenden neu denken haben gewaltigen Reichtum auch erstmal verdient. Leute, die mit viel Geld ihre Schaffenskraft darauf verwenden zu sehen, wo sie sich aus der Solidargemeinschaft rausziehen können, wo sie als reine Mittelsmänner die Hand in Geldströme halten können, ohne Gegenwerte zu leisten, die sind das Problem. Cum-Ex-Betrüger, professionelle Steuerhinterzieher, Leute, die die politische Landschaft ausschließlich zum eigenen Wohle verändern.... Man hat sich nicht gegen Könige erhoben, weil sie Könige waren. Man hat sich dann gegen Könige erhoben, wenn sie ihren Job nicht richtig gemacht haben und wenn sie die Gesellschaft zu sehr ausgeblutet haben.
Elon Musk entzieht sich an vieles Stellen seiner sozialen Schuld. Starlinksatelliten sind ein Umweltproblem und ein Raumfahrtproblem. Da es jedoch keine Regulation gibt kann hier gewirtschaftet werden ohne die Einschränkungen gegen die er seine politische Macht nutzt. Spacex unterbietet Anbieter weswegen die Regierung ihnen Verträge geben muss. Man nutzt hier Geld um Geld vom Staat zu bekommen und Konkurrenz zu unterdrücken.
Ja, da gehe ich gerne mit. Aber das ist eine andere Aussage, als "Musk hat unter keinen Umständen es verdient superreich zu sein".
Viele Superreiche leisten auch absolut keinen Beitrag. Die Koch-Brüder drüben aus Amiland sind so ein Beispiel. Haben nichts wesentliches gegründet, nichts erfunden. Waren nur gut darin, Werte an sich zu ziehen. Und dann eben obendrein noch die eigene Gesellschaft geschädigt durch Finanzierung extrem rechter Politik. Hierzulande weiß ich nicht ob die BMW-Besitzer in dieser Generation irgendetwas produktives geleistet haben.
Naja, SpaceX verdient an diesen günsten Flügen immer noch Geld. An dieser Stelle müssten dann die Mitbewerber zusehen, dass die auch besser werden. Es ist ja offensichtlich technisch machbar. Die Mitbewerber scheinen mir teilweise eher auch zum Problem dazuzugehören. War bisher auch recht bequem für sie. Jeder hat so ziemlich das selbe gemacht und sie waren teilweise einfach daran gewöhnt, dass sie auch so an Aufträge drankamen.
Du kritisiert hier andere für Dinge die Musk selber macht. AFD fördern, Gewerkschaften untermauern, Arbeitsrecht missachten. Hat er es nun verdient oder ist er genauso schlimm wie deine Beispiele?
BULLSHIT, Musk alleine besitzt genug Geld damit Deutschland 28 Jahre lang das Bürgergeld zahlen könnte. Er setzt sich gegen Gewerkschaften ein und mit dem fucking Doge-Blödsinn hatte er quasi ein Regierungsamt, in dem er empfindlichste Daten stehlen konnte und zahlreiche Leben ruiniert hat. Er hat quasi im Alleingang den Bau von vernünftigen Bahnstrecken in Kalifornien verhindert, hat das Overton-Fenster nach rechts verschoben, ist ein fucking Nazi auf Ketaminen. Überreiche besitzen nicht nur einzelne Zeitungen oder Fernsehkanäle sondern ganze Medienhäuser, Politiker und "too big too fail" Unternehmen mit denen sie Gewinne privatisieren und Verluste vergesellschaften.
Niemand, NIEMAND kann den Gegenwert von dem was Musk besitzt, und das, was er die Gesellschaft immateriell UND materiell kostet tatsächlich leisten.
Geld ist Macht und in einer Demokratie ist die Existenz von Überreichen eine Bedrohung ebendieser.
Überreiche sind die moderne Aristokratie, und ich will in einer Demokratie leben!
Niemand braucht jemals mehr als 500 Million Euro Privatbesitz und das ist mMn. schon viel zu viel.
Die Welt braucht keine Milliardäre.
Ich verstehe Dich. Ich hatte Musk auch als Beispiel aufgenommen, weil ich schon der Meinung bin, dass er erstaunliche Werte (mit)erschaffen hat und dadurch vermutlich gerechtfertigt superreich ist.
Was Du beschreibst ist natürlich, dass Musk mit seinem Reichtum dann widerum für die Gesellschaft schädliches angestellt hat. Ich bin ganz bei Dir, dass auch von Superreichen erwartet werden kann und muss, nicht asozial zu sein. Ich glaube das letztere ist eher letztlich unser Problem. Wir lassen den Superreichen einfach zuviel asoziales Verhalten durchgehen. Naja, und eben auch diejenigen, die zwar reich sind, aber nichts erschaffen sondern nur Werte extrahieren.
Du verstehst mich nicht.
Die bloße Existenz von Überreichtum ist ein moralischer, ökonomischer und sozialpolitischer Fehler den unsere Gesellschaft nicht machen sollte.
Man bekommt solche Mengen Geld nur durch amoralisches Verhalten, z.B. den Diebstahl an der Arbeitskraft anderer Leute zusammen gesammelt. Da hat im großen Stil Umverteilung von unten nach oben statt gefunden und dann vererbt sich dieser amoralisch angesammelte Drachenhort und so bleiben Macht und Einfluss in der Hand einiger Weniger konzentriert.
Mir geht es NICHT darum dass Überreiche überwiegend Arschlöcher sind. Mir geht es darum, dass das bloße Vorhandensein solcher Ungleichheit ein (noch legales) Verbrechen an der Mehrheit der Menschheit ist und grundsätzlich verboten und abgeschafft gehört.
Dabei ist es mir total egal ob die Personen die Überreichtum besitzen Engel oder Dämonen sind, der Überreichtum ist das Problem, nicht die Tatsache dass Menschen sich immer wie Menschen und damit wie Engel UND Dämonen aufführen werden.
Niemand BRAUCHT solche Mengen, und niemand SOLLTE solche Mengen haben.
Und ich rede hier nicht von Onkel Karl der vom Opa drei Häuser im Gesamtwert von 2 Mille geerbt hat, nichtmal von irgendwelchen Immobilien-Millionären die ganze Straßenzüge besitzen... (obwohl ich darüber auch nen Aufsatz schreiben könnte). Ich rede von Menschen die über 200 über 300, seien wir großzügig, über 500 Millionen Euro in ihrem Drachenhort haben.
Jeder fucking Euro den die oberhalb dieser Grenze haben, sollte man ihnen einfach wegnehmen. 100% Steuer darauf. Allein in Deutschland könnte man damit den gesamten Bundesbeitrag zu den Rentenkassen für mehrere Jahre decken... alle Probleme die wir mit der Rente haben wären weggeblasen...
Und wir haben diese Probleme ja nicht weil wir zu faul wären oder zu wenig arbeiten. Wir haben diese Probleme weil seit Jahrzehnten das wirtschaftliche Wachstum nicht mehr bei den Menschen ankommt. Weil egal wieviel Wachstum wir haben, die Löhne davon nicht profitieren, weil all das Geld das wir als Gesellschaft erwirtschaften... in die Taschen einiger Weniger fließt. Und aus den Taschen MÜSSEN wir es uns früher oder später zurück holen. Wäre besser wenn es so läuft wie Knorkator das so schön besingt:
Ja die Welt braucht keine Milliardäre
Und wir schaffen das auch ohne Gewehre
Nein, wir töten euch nicht und wir sperr'n euch auch nicht ein
Im Gegenteil, ihr werdet Millionäre!
Weil wenn das nicht friedlich und freiwillig abläuft, dann wird es irgendwann anders passieren. Und das will wirklich niemand.