this post was submitted on 09 May 2026
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ADHS - Austausch, Tipps, Erfahrungen

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Hallo an Alle,

ich halte meine Fragen kurz. Ich bin Mitte 40. Seit 04/2025 mit ADS diagnostiziert. Nehme Elvanse 30mg. Inzwischen auch Ramipril 2,5mg und 1,25mg Bisoprolol jeweils 1x tgl., weil der Blutdruck nicht mehr so dolle ist.

In der Woche beim Arbeiten kann ich wach bleiben. Abends bin ich aber absolut erschlagen und unheimlich müde. Ich bin ständig erschöpft und habe ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf.

Habe zuviele Überstunden auf Arbeit und bekomme deswegen immer wieder Ärger und jetzt stehen auch personalrechtliche Konsequenzen an, weil zuviele Überstunden als Verletzung der Dienstvereinbarung gewertet wird. Habe seit 2025 Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen. Arbeitgeber weiß das.

Kennt ihr diese ständige Müdigkeit/ Erschöpfung auch trotz Medis? Also, dass ihr ständig und überall schlafen könntet?

Wie sieht es bei Euch mit dem Anecken auf Arbeit aus? Gibt es jemanden, der selbst mit personalrechtlichen Konsequenzen zu tun hatte. Bei mir ist es der öff. Dienst. Vielleicht auch wiederholt zuviele Überstunden als Thema hatte, weil man damit die Zeit, die man länger braucht, mit Überstunden zu kompensieren versucht.

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[–] 5ibelius9insterberg@feddit.org 3 points 5 days ago* (last edited 5 days ago) (1 children)

Warum machst du die Überstunden? Kannst du nicht, grade wenn du gleichgestellt bist, einfach machen was du in der regulären Arbeitszeit schaffst und gut is?

Die Medis geben dir die Fähigkeit deine Kräfte/Löffel/Energie besser zu nutzen, aber wenn alle ist, dann ist alle. Will sagen, es ist ok, wenn du so arbeitest, dass nach Feierabend noch Löffel übrig sind.

[–] caput_t@feddit.org 2 points 5 days ago* (last edited 5 days ago) (1 children)

Ja, so sollte es sein. Das sieht mein Arbeitgeber aber anscheinend leider nicht so und beharrt darauf, dass zuviele Überstunden eine Verletzung der entsprechenden Dienstvereinabrung ist.

Zitat aus dem Protokoll des Gesprächs:"

" trägt mit seiner Arbeit nicht wesentlich zum Teamerfolg bei, sodass die Anzahl der geleisteten Mehrstunden in keinem Verhältnis zur Quantität stehen."

usw.

Dabei löst das ja mein Problem nicht. Im Gegenteil, es erzeugt mehr Druck. Die Überstunden sind schlechtes Coping. Ich mache mehr, weil ich generell für meine Tasks länger brauche. Dabei weiß ich nicht mal was wesentlicher Teamerfolg sein soll. Ich vermute, die Führungskraft aber auch nicht.

Edit ab hier: Man sieht mir meine Einschränkung halt nicht an und das trägt vielleicht auch ein Stück dazu bei.

Blöd gesagt: Ich würde einen Menschen mit nur einem Arm ja auch nicht ernsthaft fragen, warum er oder sie so lange braucht um ein Schreiben am PC aufzusetzen, wenn es der Rest der Belegschaft (mit zwei Armen) in der Hälfte der Zeit schafft.

/mal überspitzt

[–] rawn@feddit.org 1 points 3 days ago (1 children)

Hi, wenn du gleichgestellt bist, dann sollte (oder könnte) es eigentlich ein Gespräch zu möglicher Unterstützung gegeben haben, die der AG dir geben kann? Seid ihr den Weg mal gegangen? Was könnt ihr machen damit das besser wird?

Und ganz grundsätzlich: Machst du deine Arbeit eigentlich gerne? Du klingst nicht so, als könntest du deine Stärken bei deiner Arbeit einsetzen.

Insgesamt klingt das so als steckt ihr (AG und du) da ein wenig fest in dem was ihr tut. Vielleicht lohnt sich der Weg zum Betriebssarzt (hat auch Schweigepflicht), einer Schwerbehindertenvertretung oder einem Betriebs- oder Personalrat, einfach um ein paar neue Ideen zu entwickeln.

Eine Arbeitssituation, in der ich extra lange arbeite um extra wenig Wertschätzung zu bekommen, würde mich auch müde machen.

[–] caput_t@feddit.org 1 points 3 days ago

Hi, ein betriebliches Eingliederungsmanagement ist noch am Laufen und die Schwerbehindertenvertretung hat mir auch schon nahegelegt, mich nach anderen Stellen umzusehen. In der Tat bin ich mit meinem Job nicht mehr so zufrieden. Das war mal anders. Seit langem (so habe ich den Eindruck) liegt die Priorität in der Masse des Outputs statt in der Qualität. Zweiteres ist eher meine Arbeitsweise. Gleichzeitig ist die Befürchtung vorhanden, den Job zu verlieren.