this post was submitted on 28 Apr 2026
40 points (97.6% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5190 readers
331 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
 

[...]

"Insofern lässt sich generell feststellen, dass sich die Ungleichheit der Bildungschancen in Deutschland über die drei Jahre weiter verfestigt hat", heißt es in der Studie. Diesmal legten die Wissenschaftler aber besonderes Augenmerk auf den sogenannten Gendergap, also Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Der Rückstand von Jungen bei der Schulbildung ziehe sich durch alle sozialen Schichten, erklärte Ifo-Forscherin Vera Freundl. Er verstärke sich im Verlauf der Schulzeit und betrage im Alter von 16 bis 18 Jahren sogar 9,6 Prozentpunkte.

[...]

you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] rumschlumpel@feddit.org 14 points 4 days ago (4 children)

Man ist versucht, aus feministischen Gründen zu sagen "ist doch gut, dass die Frauen/Mädchen mal einen Vorteil haben", aber viele dieser Jungen, die sich in der Schule schwer tun, sind/werden ja gesellschaftlich abgehängt (spätestens, wenn sie auf eine der wirklich grottigen Hauptschulen kommen) und das mündet oft in eher antifeministischen Einstellungen.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 19 points 4 days ago (1 children)

Ein Nachteil für Andere ist kein Vorteil für Dich, auch wenn Politiker das immer wieder gerne so verkaufen.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 4 days ago (2 children)
[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 4 days ago (1 children)

Und was hat das damit zu tun, dass Einzelnen Nachteile für Andere als Vorteil für sie selbst verkauft werden?

[–] ThoGot@feddit.org 1 points 3 days ago

Ich nehme mal an, er bezog sich auf dein "für dich"

[–] RalfWausE_der_zwote@feddit.org 1 points 4 days ago (1 children)
[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 4 days ago

Wenn er sich ehrlich als solcher identifiziert, würde ich sagen.

[–] GregorGizeh@lemmy.zip 12 points 4 days ago (1 children)

Ist man das? Seit Jahren ist das ein bekanntes Problem, Jungs werden zunehmend abgehängt und unterfördert. Feminismus gut und schön aber spezifisch in Fragen welche das Wohlergehen von Kindern betreffen, würde ich doch hoffen dass die Verantwortlichen sich um das Wohlergehen aller Kinder, abseits von ideologischen Strömungen, sorgen.

[–] ctenidium@lemmy.world 12 points 4 days ago

Volle Zustimmung! Es wäre auch schön, wenn man das nicht damit begründen müsste mit "wenn wir uns nicht auch um Jungen kümmern ist das hinterher schlecht für Frauen."

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 9 points 4 days ago (2 children)

Ehrlich gesagt, finde ich deinen Take hier etwas daneben. Wir reden hier über maximal Viertklässler, bei denen es anscheinend irgendeine systematische Benachteiligung gibt. Das Schulsystem scheint die Jungs nicht so gut abzuholen wie die Mädels oder sie gar zu diskriminieren und ihnen für das spätere Leben dann klare Nachteile aufzuerlegen.

Wir reden hier über Zehnjährige. Von denen hat keiner irgendwie vom vielbeschworenen Patriarchat auch nur ansatzweise "profitiert". Auch die Elterngeneration ist in völliger rechtlicher Gleichstellung aufgewachsen. Diese gerne immer wieder zitierten harten Diskriminierungen von Frauen gibt es zum Glück seit Jahrzehnten nicht mehr. Von daher ist es jetzt irgendwie extrem problematisch, dann jetzt einen Kommentar zu posten, dass Zehnjährige aufgrund von ihrem Geschlecht benachteiligt werden sollten, nur um Benachteiligungen anderer aus länger zurückliegenden Jahrzehnten wieder auszugleichen. Die können einfach nichts dafür, weil sie damals schlicht und einfach noch nicht geboren waren.

Und etwas fundamentaler: es ist kein Wunder, wenn antifeministische Positionen unter jungen Männern Zustimmung gewinnen, wenn diese feministischen Positionen darin bestehen, dass die schulische Diskriminierung zehnjähriger Jungs gut geheißen wird.

[–] meerstyler@feddit.org 4 points 3 days ago (1 children)

Ich glaube, das mit dem Patriarchat solltest du dir nochmal in Ruhe angucken, Katherina. Unser Sohn wird bald 2 und von Fremden unterschiedlich behandelt, je nachdem ob er was Blaues oder Pinkes anhat. Wenn er 10 ist, wird er das ganze Männlichkeitsgedöns sowas von intus haben, kannst du dir nicht ausdenken.

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 1 points 3 days ago (1 children)

Aber rechtfertigt das eine schulische Ungleichbehandlung? Er ist immer noch ein Kind.

[–] meerstyler@feddit.org 2 points 3 days ago

Ich wollte weder irgendwas rechtfertigen noch für oder gegen Bevorzugung argumentieren, sondern schlicht darauf hinweisen, dass Frauen und Männer von klein auf unterschiedlich behandelt werden, und dann später eben auch unterschiedlich handeln. Dieser Prozess ist m.E. ein wesentlicher Zug des Patriarchats.

[–] rumschlumpel@feddit.org 3 points 4 days ago (1 children)

Von welchem Take redest du? Du klingst, als würdest du nicht wollen, das Jungen abgehängt werden, und das ist genau das, was ich in meinem Kommentar geschrieben habe.

[–] KatherinaReichelt@feddit.org 3 points 4 days ago

Dieser hier:

Man ist versucht, aus feministischen Gründen zu sagen “ist doch gut, dass die Frauen/Mädchen mal einen Vorteil haben”,

[–] azolus@slrpnk.net 9 points 4 days ago

Man ist versucht, aus feministischen Gründen zu sagen "ist doch gut, dass die Frauen/Mädchen mal einen Vorteil haben"

Das ist doch auch ein recht merkwürdiger Feminismusbegriff. Wenn es nicht um Gleichstellung und Emanzipation unabhängig vom Geschlecht geht, isses doch am Ende auch nicht die Lösung der Probleme. Heißt konkret zwar natürlich deutlich mehr Fokus auf die Belange von Frauen und Diversen, weil dort die Missstände am krassesten sind (Femizide, Altersarmut, § 218 StGB, Rollenbilder...); aber das sollte doch nicht dazu führen, dass man es begrüßt, wenn auch mal zur Abwechslung Männer unter dem Patriachat leiden?

Gute, auf die individuelle Bedürfnislage angepasste Bildung sollte es schlussendlich für alle geben, weil jeder Mensch das verdient; nicht, weil die abgehängten Jungs sonst zu Antifeministen werden.