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Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

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[–] Wrufieotnak@feddit.org 3 points 1 month ago

Ich habe nun endlich nach 115 Stunden und vier Kapitänen bei Sunless Skies es geschafft ein Ende zu erreichen. Es ist ein tolles Spiel mit vielen spannenden Geschichten die man erleben kann, aber es ist irgendwie schon wieder etwas zu groß. Sunless Sea war schon lang, sein Nachfolger ist nun nochmal gefühlt doppelt so groß. Und ich weiß nicht, ob das wirklich notwendig gewesen ist. Denn viel Zeit verbringt man zwischen den Geschichten im Weltraum, welcher passenderweise recht weit und leer ist. die Atmosphäre, ein Entdecker in der unbekannten Wildnis zu sein, haben sie definitiv geschafft einzufangen. Das bedeutet aber eben auch, das viel Zeit nur durch hin und her Fahren vergeht, welches zwischendurch zwar durch Gegner und zufällige Entdeckungen aufgelockert wird, aber das Grundproblem bleibt bestehen.

Zur Qualität der Geschichten kann ich soviel sagen, das ich nach etwa 60h mit meinem (bis jetzt) finalen Kapitän beinahe während eines Storyereignisses gestorben wäre. Und ich hätte das als passendes Ende der Geschichte für diesen Kapitän angesehen und kein Problem damit gehabt. Gut fand ich auch, dass die Auswahl der Hintergrundgeschichte einen Einfluss bei gewissen Geschichten hat. Da wird sich dann darauf bezogen, was der Hauptcharakter war, bevor das Spiel startete. Ein Priester kann während einer Beerdigung eine Rede halten, ein Gelehrter mit anderen fachsimpeln, etc. Zusätzlich ist das Levelsystem diesmal so, das man weitere Vorgeschichten auswählen kann, was teilweise dann auch in manchen Geschichten wieder vorkommen kann (ein Mentor den man treffen kann, oder eine verlorene Liebe, mit deren Geschichte man jemanden anderen mit gebrochenem Herz trösten kann).

Interessant fand ich, dass bei Sunless Skies der geschichtliche Fokus stärker auf Machtgefällen/Hierarchien lag und dem negativen Effekt der Unterdrückung der Schwachen und der Korruption der Mächtigen dadurch. Aber auch was Gesetzlosigkeit für eine Gesellschaft bedeutet. Sunless Sea wirkte da eher noch wie eine klassische fantastische Geschichte mit guten, neutralen und bösen Mächten, aber hier wird öfter gezeigt wie die Schwachen zu leiden haben um den Mächtigen die Welt angenehm zu machen, egal wer an der Macht ist.

Nachdem ich es durch gespielt habe finde ich aber eine Sache besonders schade, was etwas spoilert wie die Welt funktioniert:

Spoiler verpasste Chance (bzgl. der Judgements)Die Welt von Fallen London & Co funktioniert ja darüber, das Sterne Götter sind und deren Licht für das Durchsetzen von ihren (göttlichen) Naturgesetzen verantwortlich sind. Jetzt hätte ich eigentlich erwartet, dass die 4 verschiedenen Regionen/Sonnensysteme auch unterschiedliche Spielweisen haben, da ja andere Sterne in der Nähe sind und damit unterschiedliche Gesetze Vorrang haben sollten. Aber das ist nur etwas im blauen Königreich der Toten gemacht worden, während die drei anderen Regionen ziemlich gleich sind. Gerade in Eleutheria, bei dem die himmlische Rebellion und Götterdämmerung schon halb vollendet ist, hätte ich schon erwartet, das ein paar Spielmechaniken verändert sind. Was leider nicht der Fall war. Da ist in meinen Augen massiv Potential für ludonarrative Harmonie und spannende Erfahrungen verschenkt worden.

Ich bin gerade dabei mir noch die anderen Geschichten, die ich noch nicht selbst erleben konnte, noch so durchzulesen im Wiki, denn spannend finde ich sie definitiv. Aber selbst dafür habe ich jetzt schon wieder 5 Stunden oder so gebraucht und bin noch lange nicht fertig. Also das Spiel hat auf alle Fälle genug Inhalt, man braucht nur Zeit um es auch genießen zu können. Andererseits habe ich jetzt schon wieder langsam Lust, die anderen Ambitionen (also quasi die selbst wählbare Hauptquest) doch selbst im Spiel zu erleben. Denn die Atmosphäre ist eben doch anders, ob ich den Text nur im Wiki lese oder im Spiel.

Wer Sunless Sea mochte, wird auch an Sunless Skies Spaß haben denke ich. Wer den Vorgänger noch nicht gespielt hat, würde ich aber erst mal dazu raten. Auch weil gewisse Konzepte der Spielwelt im Vorgänger besser erklärt werden als hier, wo eher erwartet wird, das man schon weiß, wie die Welt funktioniert (auch wenn ich da empfehlen würde einen spoilerfreien Anfängerguide zu nutzen, um den recht harten Anfang einfacher zu gestalten). Wer dagegen Sunless Sea schlecht fand weil es zu viel Text hatte, wird glaube ich dieses Spiel auch nicht mögen. Wer allerdings Sunless Sea schlecht fand, weil die Ressourcen zu knapp waren oder generell den Anfang zu langsam fand, könnte hier mit dem verbesserten Anfang besser klar kommen. Denn der Schwierigkeitsgrad ist einerseits anpassbar und andererseits nicht ganz so harsch wie beim Vorgänger.