this post was submitted on 23 Feb 2026
62 points (93.1% liked)
tja
438 readers
1 users here now
Was willst du machen. 🤷🏼♀️🤷🏾♂️🤷🏽
Da machste nichts…
founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
view the rest of the comments
Finde ich nicht einleuchtend. Welche Verhandlungsposition soll denn da geschwächt werden, wenn scheinbar so wenig Arbeit gebraucht wird, dass Unternehmen dafür nichtmal ein Existenzminimum springen lassen müssten?
Nee. Ausbeutung muss illegal sein. Weniger als Existenzminimum zahlen darf nicht erlaubt sein. Mindestlohn ist einfach zwingend erforderlich.
Es geht um die anderen Jobs. Wenn es zwei gleiche Bewerber gibt und einer fordert Mindestlohn und der andere 10% mehr, wird der genommen, der nur Mindestlohn fordert, weil er sogar für weniger gearbeitet hätte.
Wenn dieser weiter den Sub-Mindestlohn Job gehabt hätte, hätte der andere den Job mit Mindestlohn plus 10% bekommen.
Was ist besser: so stark sein, dass man nicht geschlagen wird oder ein Verbot von körperlicher Gewalt?
Wenn sich Arbeitnehmer Jobs aussuchen können sind sie stark. Dann brauchen sie keine Angst haben vor Mindestlohn, aber auch nicht vor Mobbing, bösen Chefs, Überlastung und schlechten Schichtplänen.
Ein Verbot körperlicher Gewalt, weil nicht jeder stark sein kann. Nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen, um eine gewisse Stärke zu erreichen. Wenn wir bei körperlicher Gewalt bleiben, werden Frauen zum Beispiel immer unterliegen - außer in Ausnahmefällen. Das ist einfach Biologie. Ebenso sind genug Leute mit anderen Problemen auf die Welt gekommen, die bedacht werden müssen. Also ja: Verbot körperlicher Gewalt.
Es ist nicht so einfach "eben mal" den Job zu wechseln. Das funktioniert leider nicht und ist gerne mal eine Illusion. Jede Person ist nämlich anders gestrickt. Der eine hat ein Haus gekauft, weil er dachte, sein Job würde noch lange bleiben, einer der Gesellschafter hat dann zuviel Geld verprasst und die Firma musste Konkurs anmelden. Soll diese Person dann das Haus verkaufen? Mit Kind und Kegel durch die Weltgeschichte reisen, um in Buxtehude einen neuen Job anzunehmen?
Es sind so Kleinigkeiten, die einfach nicht funktionieren.
Durch eine hohe Nachfrage nach Arbeitern wird jeder Arbeiter stark. Es ist eben nicht wie mit Körpern, die sich nur einzeln mit Training begrenzt ändern.
Ein Gesetz braucht jemanden, der es durchsetzt. Der Arbeiter bleibt abhängig.
Eine hohe Nachfrage gibt jedem Arbeiter die Flexibilität, sich einen passenden Arbeitsplatz zu suchen.
Weil die Nachfrage nicht da ist. Was hilft der Mindestlohn, wenn es keine Jobs gibt? Jeder mit Arbeit ist an seinen Arbeitaplatz gebunden.
Auch mit Mindestlohn verliert er den Job, weil die Firma aufgelöst wird. Bei hoher Nachfrage nach Arbeitern findet er schnell einen Job. Nachfrage nach Arbeitern schafft Sicherheit.
Weil wir nur eine begrenzte Nachfrage nach Arbeitern haben.
Es geht um alle Jobs. Ich finde nicht dass Ausbeutung auch nur für ein paar Menschen legal sein darf.
Hätte er? Echt? Freiwillig? Der will nicht von seinem Gehalt leben können?
Das ist doch Unsinn.
Den Mindestlohn abzuschaffen würde die Sache nur schlimmer machen. Wenn der Postzusteller jetzt noch 6€ die Stunde kriegt und der Feldarbeiter 3€, bringt das die Putzkräfte ein Unternehmen weiter sicher nicht in eine bessere Verhandlungsposition.
Ja. Und dafür darf es nicht zu viele Bewerber auf einen Job geben, damit alle mehr fordern können.
Das ist die Ausgangssituation. Er hat jetzt den Sub-Mindestlohn Job, den er verliert, wenn das Unternehmen den Arbeitsplatz mit Einführung des Mindestlohns abbaut.
Nur wenn es viel mehr Arbeiter als Arbeitsstellen gibt. Statt Mindestlohn zu fordern ist es besser, Arbeitsplätze zu schaffen. Dann zahlen die Unternehmen den Arbeitern einen grossen Teil ihrer erbrachten Wertschöpfung und nicht nur Mindestlohn.
Das stimmt doch gar nicht, aktuell haben wir immerhin einen Mindestlohn.
Entweder du behauptest hier ernsthaft, den Mindestlohn abzuschaffen wird Unternehmen letztendlich irgendwie dazu bringen, generell mehr als Mindestlohn zu bezahlen, oder du opferst gerade wissentlich all die Arbeitenden, die ohne Mindestlohn komplett aus einem existenzsichernden Arbeitsmarkt fallen würden, um für einen dann knappen Rest bessere Bedingungen zu schaffen.
Ich meine klar, wenn wir 50% der Bevölkerung aus der Erwerbstätigkeit verbannen, hat die andere Hälfte mehr Jobs zur Auswahl. Aber das kann ja nicht wirklich das sein, was wir wollen.
Zeig mal ein bisschen Solidarität, wenn du schon für Arbeiterrechte argumentierst.
Das funktioniert so nicht. Es muss etwas getan werden, um die Löhne anzuheben, aber es muss nicht der Mindestlohn sein. Statt den Lohn gesetzlich zu regeln erhalten alle mehr, wenn die Nachfrage nach Arbeitskräften erhöht wird und so der Markt für höhere Gehälter sorgt. Dafür muss man aber auch dafür sorgen, dass die Nachfrage entsteht.
Es würde schlechter werden weil sich alle unterbieten würden. Es werden mehr Arbeitsplätze benötigt.
Ich argumentiere ja, weil es für alle besser sein könnte.
Niemand widerspricht dir hier, dass mehr Arbeitsplätze zu schaffen dafür sinnvoll wäre. Aber dafür müssen wir nicht die Geringstverdiener noch mehr Ausbeutung aussetzen, als sie es ohnehin schon sind.
Den Mindestlohn abzuschaffen ist von allen sicherlich die schlechteste Idee, die Nachfrage nach Arbeitnehmern zu steigern - minimaler Impact und riesengroße Nachteile.
Die Abschaffung des Mindestlohns sehe ich auch nicht als Massnahme zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Arbeitsplätze müssen durch sinnvolle Investitionen geschaffen werden. Der Mindestlohn könnte sogar bleiben. Das Problem ist, dass er bereits für die Lösung gehalten wird.
Statt Mindestlohn müssen Arbeitsplätze geschaffen werden. Mindestlohn ist überflüssig, wenn es genügend Arbeitsplätze gibt. Da es nur begrenzte Aufmerksamkeit gibt, schalten aber die meisten ab, wenn Niedriglöhne durch Mindestlohn gesichert sind. Damit bleibt aber das Problem, das Arbeitgeber die Löhne auf Mindestlohn drücken können, da es ein Überangebot an Arbeitern gibt.
Arbeitgeber-Direktor:
Du:
Wenn du nichs gegen Mindestlohn hast, warum bist du dann hier in einem Mindestlohn-Thread und argumentierst dagegen?
Es wär keine Schande jetzt zu sagen: Joa Leute, ich glaub da saß ich kurz auf der Leitung, offensichtlich ist Mindestlohn gut und wichtig, auch wenn er nicht eigenhändig alle Probleme unserer Wirtschaftsform löst. Das wär souverän an der Stelle.
Moving the goalposts verschwendet dagegen nur unsere Zeit.
Ich argumentiere dafür, dass die Lösung des Problems ein reichhaltiges Angebot an Arbeitsplätzen ist.
Ich denke in dem Sinne ist auch der Kommentar aus der Wirtschaft zu verstehen. Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe, mindestlohnkonforme Arbeitsplätze zu schaffen. Die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze und der Markt regelt, welche davon besetzt werden.
Ist er eben nicht. Er dient der Ruhigstellung der Arbeiter und verhindert, dass diese für eine Politik sorgen, die für ein Überangebot an Arbeitsplätzen sorgt. Dadurch verdienen viele nur Mindestlohn statt an der Wertschöpfung beteiligt zu werden. Bei einem Überangebot würde jeder das maximal mögliche verdienen und der Mindestlohn wäre überflüssig.
https://wtfhappenedin1971.com/
Der Spalt zwischen Produktivität und Lohn besteht, weil Arbeiter wegen mangelnder Nachfrage nach Arbeitern eine schlechte Verhandlungsposition haben.
Du behauptest einfach, deine Meinung sei Fakt. Du solltest in die Politik gehen.
Wie wär's mal mit etwas Wissenschaft zum Thema. Mindestlöhne erhöhen klar die Löhne am unteren Rand und reduzieren Ungleichheit im Niedriglohnsektor, ohne die Gesamtbeschäftigung stark zu drücken, und darum geht es. Siehe z.B. hier: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S016726811200056X
Wenn Unternehmer mit besseren Stundenlöhnen um Arbeiter werben müssen weil diese mehrere Stellen zur Auswahl haben, dann bekommen alle mehr.
Mindestlohn ist besser als reine Ausbeutung. Es geht aber noch besser.
Hier, ein Sozialdarwinist.