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Finanzen

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[–] gandalf_der_12te@feddit.org 9 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (3 children)

Danach haben Eigentümer im Schnitt mehr Vermögen und sind besser darin, ihre Rentenlücke zu schließen. Mieter halten zwar höhere Anteile an Finanzanlagen, aber auf deutlich niedrigerem Niveau.

Laut Gerd Kommer liegt das statistisch höhere Vermögen der Eigentümer aber nicht an der Immobilie, sondern entstehe durch ihre höheren Spardisziplin. Würde ein Mieter genauso konsequent sparen wie ein Eigenheimbesitzer, hätte der Mieter am Ende oft mehr Vermögen. Der Vorteil vom Eigenheim ist nicht das Haus, sondern dass man gezwungen wird, regelmäßig Geld zurückzulegen.

Das ist übrigens das Prinzip der Sozialversicherung. Der Staat zwingt dich, 20% deines Lohns abzugeben, d.h. zu "sparen", und du bekommst ihn dann am Lebensende in Form von Rente wieder zurück.

[–] DirtSona@feddit.org 3 points 8 hours ago (1 children)

Und fehlt bei der Argumentation von Kommer nicht was? Wer eine Immobilie hat, wird im Schnitt vermögender und oder einkommensstärker sein als jemand der keine hat. Da diejenigen die zu arm sind, nie den Kredit bekommen.

[–] glasratz@feddit.org 1 points 3 hours ago

Ich könnte schwören, dass ich irgendwann in letzter Zeit einen Artikel gelesen habe, wo genau das die Argumentation war.

[–] DirtSona@feddit.org 1 points 8 hours ago

Wie kommst du auf 20%?

[–] geissi@feddit.org 12 points 1 day ago (1 children)

So funktioniert das deutsche Rentensystem halt überhaupt nicht.
Du sparst nichts und bekommst das eingezahlte Geld auch nicht zurück.
Die heutigen Arbeiter zahlen die heutigen Renten und künftige Arbeitergenerationen zahlen die künftigen Renten.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 7 points 1 day ago (2 children)

ja aber das Ergebnis ist das gleiche: Du wirst gezwungen heute zu sparen, d.h. weniger Geld auszugeben als du Brutto bekommst; dadurch hast du im Alter dann mehr Wohlstand.

[–] Quittenbrot@feddit.org 5 points 1 day ago (2 children)

Nur dass der Teil mit dem 'im Alter dann mehr Wohlstand' halt quasi nicht mehr stimmt.

[–] DirtSona@feddit.org 3 points 8 hours ago (1 children)

Der Kommentar redet von was anderen. Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.

Da etwas mehr ist als nichts stimmt dies.

[–] Quittenbrot@feddit.org 1 points 7 hours ago

Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.

Nicht zwingend. Denn das Geld, was du heute einzahlst, geht direkt an die heutigen Rentner. Du bekommst im Alter nur Geld, wenn dann noch jemand einzahlt.

Inwiefern die zukünftige Auszahlung an deine ursprüngliche Einzahlung gekoppelt ist, wird durch die Politik beliebig festgelegt - Tendenz fallend, dank Demographie. Gleichzeitig musst du als junger Mensch heutzutage aber die größte Anzahl Rentner jemals schultern. Die Pyramide steht Kopf, das kann gar nicht funktionieren.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

mehr Wohlstand im Vergleich zu es gibt gar keine Rente

[–] Quittenbrot@feddit.org 5 points 1 day ago (1 children)

Tatsächlich fraglich.. wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.

Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.

[–] gandalf_der_12te@feddit.org 2 points 19 hours ago

wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.

[–] suff@piefed.social 2 points 1 day ago (1 children)

Das Risiko ist nicht das gleiche und die Wertsteigerung entsprechend auch nicht.

[–] Melchior@feddit.org 1 points 14 hours ago (4 children)

So schlecht sind sie aber auch nicht. Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite(also nach Inflation und Kosten). Bei einem Aktien-ETF hat man 4% oder so. Schlecht ist die also nicht.

[–] suff@piefed.social 1 points 4 hours ago

4% hatte man vielleicht bisher. In einer US dominierten Welt.

[–] suff@piefed.social 1 points 4 hours ago* (last edited 4 hours ago)

Ja wer nicht mitmacht, hat Opportunitätskosten.
Gleichzeitig ergibt sich die Rendite aus der Nachfrage. Abgesehen von diesem Schneeballsystem (Blase?) profitiert am Meisten, wer bereits investiert hat (Reiche) und am wenigsten, wer zu spät wieder aussteigt (Laien, nicht Insider). Laien profitieren auch nicht von Leerverkäufen.

Heißt, die Börsenhändler und Unternehmen bedienen sich am Kapital von Laien mehr als je zuvor, und vernichten auch viel Geld von Laien wenn die Blase platzt. Dabei zahlt der Laie in Deutschland bereits in Rentenkassen ein, und hat auch deshalb schon weniger Budget zur Verfügung als so mancher Laie im Ausland.

Das Ansparziel ist auch unklar, solange in Trends investiert wird, deren Return of Investment und dessen Einfluss auf den Wertverfall des Geldes bis dahin unklar ist. Der Preis für Pflege ist schon heute nicht mehr mit einer Rente allein bezahlbar. Das Problem wird auch nicht damit behoben dass alle irgendwo Rendite einsammeln. Denn die kann das Pflegepersonal locker aufschlagen.

[–] DirtSona@feddit.org 1 points 8 hours ago

Und vor allem: Je schlechter sich die Löhne in der Vergangenheit entwickelt haben, desto besser natürlich die Gewinnsteigerungen der Firmen und auch deren Aktienkurse.

Aber als Arbeiter sollte man doch lieber um Löhne kämpfen statt zu sagen: "Bitte keine Lohnerhöhung, dann steigt meine Aktienrente schneller".

[–] smokeysnilas@feddit.org 1 points 14 hours ago

Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite

Wird das auch in 30 Jahren noch so sein? Wie soll das angesichts der Demografie dann überhaupt aufgehen, so rein rechnerisch? Wenn die Antwort Nein ist dann bleibt das Argument. Das heutige Rentner 2-3% reale Rendite gemacht haben wird mir in 30 Jahren halt leider gar nichts mehr helfen.