this post was submitted on 11 Feb 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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[–] RalfWausE@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Vielleicht ist es mein innerer Boomer (passt aber von der Generation her nicht), vielleicht werde ich mit jedem Jahr aluhutiger: Aber bei mir bleiben das Handy und die Karte zuhause und in der Geldbörse ist Bargeld.

[–] RichieRich@lemmy.world 1 points 1 day ago (1 children)

Was ist der persönliche Grund dafür? Ich finde mit Karte und Handy zahlen einfach bequem. Ich habe teilweise echt Probleme, das Bargeld wieder loszuwerden, WENN ich mal was Münzgeld dabei habe. Meist knall ich das zu Hause in ein Glas und nehme irgendwann mal so nen Zählautomat vom Globus, dann rappelt es drei Minuten in der Kiste und spuckt mir Wechselgeld in Form von Scheinen aus. Der Geldschein bleibt dann ewig im Portemonnaie bis ich irgendwann mal auf nen Weihnachtsmarkt* gehe. Selten bin ich irgendwo, wo nan nur Bargeld nimmt.

(*Tipp an die Steuerfahnder: Kontrolliert DORT mal, ob alles gebongt wird, was auch vereinnahmt wird.)

[–] RalfWausE@feddit.org 1 points 1 day ago (1 children)

Das hat - neben vielleicht berechtigter Paranoia - vor allem persönliche Gründe:

Ich bin Jahrgang '83, aufgewachsen im echten Arbeitermillieu, wir hatten zwar genug zum leben, das wars dann aber auch. Als ich so knapp über 20 war kam die Welle der Kreditkarten so richtig ins rollen, ich dachte mir: Klar, kann ich gebrauchen! Spontanausgabe folgte auf Spontanausgabe (hey, ich kanns ja später wieder abbezahlen!) und wenn der Kreditrahmen ausgeschöpft war kam eben ein paar Tage der rettende Brief ("Wir haben ihren Kreditrahmen erhöht"). Das ganze ging so lange bis ich irgendwann mal arbeitslos wurde und mir die Minimalrückzahlung nicht mehr leisten konnte.

Fast forward ~15 Jahre: Ich bin schuldenfrei und habe mittlerweile einen netten Notgroschen angespart, trotzdem werde ich mir nie, nie wieder eine Karte in den Geldbeutel stecken mit der ich mal eben so über mein komplettes Konto (und deutlich mehr) verfügen kann. Ich habe immer genügend Bargeld für die meisten Eventualitäten im Geldbeutel, aber wenn ich mal mehr brauche muss ich eben erst nach Hause, Karte holen, Geld vom Automaten ziehen und die Karte zurück bringen. Fördert auch sehr die grauen Zellen.

Was das Handy angeht: Gibt es einen Grund dieses mobile Soma im Alltag mitzuschleppen? Klar, wenn ich längere Strecken fahre oder im Urlaub bin nehme ich das Ding auch mit - GPS, offline Wikipedia und Co. sind nett. Aber im Alltag? Da neigt man dann nur zu schnell dazu nicht mehr selber zu denken und Lösungen zu finden sondern direkt im Netz (oder schlimmer: Bei der künstlichen Blödheit) nach Antworten zu fragen. Ich finde die Smartphone Kultur einfach nur schrecklich: Die Menschen laufen durch die Stadt, sitzen irgendwo und immer hängt die digitale Droge vor der Nase.

Ok, genug geranted... ich hole mir erstmal einen Kaffee, vielleicht wirds dann besser...

[–] RichieRich@lemmy.world 1 points 1 day ago

Okay, das sind sehr nachvollziehbare Gründe, ich finde das sollte auch jeder mit sich selbst ausmachen und so handhaben, wie es für ihn selbst passt. Ich wurde als Kind angehalten zu sparen, was auch wichtig war und ich habe auch Zeiten erlebt, in denen nicht genug auf dem Konto war, um sich mal etwas extra zu leisten außer dem, was man im Budget hat. Damals habe ich mehr in bar gemacht und hatte keine Kreditkarte. Mir ging es aber eher anders rum: Ich habe Geld geholt, im Portemonnaie gehabt und dann ausgegeben, wusste aber nicht, wohin das Ganze Geld dann so gegangen ist. Wenn ich dann schon wieder Geld ziehen musste und die Abstände kürzer und die Beträge höher wurden, habe ich mich geärgert. Durch die täglichen Abbuchungen kann man halt sehr gut kontrollieren, für was das Geld weggegangen ist und ich habe darüber auch jahrelang Haushaltsbuch geführt. (Sollte ich mal wieder anfangen) Aber das ist nur meine eigene Erfahrung. - Man muss aber schon auch ein bisschen diszipliniert über seine Ausgaben wachen, das finde ich auch. Ist aber unabhängig von der Art, wie man das tut, finde ich. Ich finde vor allem wichtig, dass man Kindern rechtzeitig beibringt, wie man haushaltet und dass Geld auch eine "endliche Ressource" ist. Wenn Kinder das Sparen nicht als Kinder und Jugendliche lernen ist das später im Leben eine bittere Erfahrung. Die Banken sind da eher kontraproduktiv, da sie an Schulden ihrer Kunden ja verdienen.