this post was submitted on 05 Feb 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Das nervige ist halt auch, dass man nicht einfach irgendwo anrufen kann und die sagen dann, "Ja, wir setzen sie auf die Warteliste, kann paar Monate dauern", sondern man darf wiederholt stundenlang rumtelefonieren um mal irgendwo nicht komplett abgewimmelt zu werden. Und psychisch Kranke sind ja vor allem für ihre Ausdauer und Durchhaltevermögen bekannt...
Mir wurde mal beim Stadtklinikum nach abtelefonieren der ganzen Abteilung irgendwann der Tipp gegeben ich soll um 8h der ersten Tages des Quartals anrufen, da nehmen sie wieder Leute auf die Liste. Aber hat bis 8:10 gedauert bis ich dann endlich ein Freizeichen hatte und bis 8:15, bis ich endlich jemandem am Hörer hatte, und dann waren schon alle Plätze wieder belegt.🤷
Und bei meinem Psychiater, den ich dann letztlich gefunden hatte (auf dem Land, 2h und zwei Umstiege mit den Öffis), nimmt mittlerweile niemand mehr auch nur den Hörer ab, weil es zu anstrengend ist die Leute abzuwimmeln. Es geht direkt in die 24/7 Bandansage, dass sie niemanden mehr aufnehmen. Wenn man Termine oder irgendwas will muss man direkt hin kommen. Ich bin fast froh, dass es für mich vor zwei Jahren nur komplett scheiße war, nicht das als was auch immer man den aktuellen Zustand bezeichnen kann. Als ich kürzlich (extra Urlaub genommen) hingefahren bin um ein Rezept zu holen und der Arzt KW3 noch im Urlaub war fragte ich die Arzthelferin "Evtl. kann ich ja jetzt mit dem Befund auch in Stadt X schneller einen Arzt finden, also nur für die Rezepte?", sie hat nur gelacht und meinte, "Haha! Wenn dort noch wer Patienten aufnimmt! 😆"
Das ist tatsächlich ein bisschen wie bei meinem Neurologen.
Ich habe ADHS und nehme Medikinet (Ritalin). Muss alle paar Monate zum Neurologen/Psychiater um einen Refill zu bekommen. Das geht nicht "einfach so" weil das Medikament unters BtMG fällt.
Leider hat die Arztpraxis auf Doctolib umgestellt und stellen entsprechend einmal im Quartal ihre Terminkapazitäten dort rein. Das Resultat ist dass man zu Quartalsbeginn zur richtigen Zeit im Web nachschauen muss um einen zu bekommen. Wenn man das nicht schafft (weil die wie in deinem Szenario innerhalb von Minuten alle vergeben sind) muss man eben morgens spontan um 07:00 bei denen aufschlagen um irgendwann im Lauf des Vormittags dranzukommen. Konkret kostet also der Arztbesuch seit neuestem einen halben Tag Urlaub, wenn man einen entsprechend faschomäßigen Arbeitgeber hat. Die Ärzte dort glauben das hat alles seine Richtigkeit hat und die Sprechstundenhilfen waren nicht davon zu überzeugen dass das nur User Error an meinem Ende ist.
Ich habe das Glück dass mein Boss nicht auf unsere Kernarbeitszeiten pocht, solange mein Stundenkonto ausgeglichen ist. Sonst müsste ich 2 Tage Urlaub im Jahr verblasen um die Medikamente zu bekommen die ich brauche um mir den Urlaub überhaupt erst zu verdienen. Mit einer "Krankheit" mit der man eine Größenordnung anfälliger für Burnout ist als dein Durchschnittsguy. Es wirkt wie ein Schildbürgerstreich.
Das ist bei mir quasi der Normalfall, es sei denn ich mache direkt beim einen Termin den Termin fürs nächste mal. Eine Weile hatte ich halt immer spontan ein neues Rezept geholt wenn das Medikament (auch ADHS) bald zuende war, aber man hat mir jetzt nahegelegt ich soll einfach jedes Quartal kommen und immer gleich den Termin fest für das nächste Rezept machen. Ist vielleicht nicht schlecht wenn ich dann immer bisschen Vorrat habe.
Ja, bei mir das Gleiche. Ein paar mal hab ich auch Urlaub genommen, ich fahr halt lieber außerhalb der Stoßzeiten, weil da die Verbindung besser ist. Aber mein Arbeitgeber erlaubt mir auch mich unter dem Tag (sagen wir 9 Uhr) abzumelden und dann z.B. 13h wieder zu kommen, solange ich es wieder rein arbeite, logischerweise. Als Softwareentwickler ist es nicht so wichtig ständig oder zu festen Zeiten abrufbar zu sein.