this post was submitted on 18 Jan 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Ich verstehe zumindest bei dem nicht buddhistischen Teil Worauf du hier hinaus willst, ich sehe das den freien Willen als eine nützliche/notwendige Fiktion. Natürlich kämpft man die Hälfte der Zeit gegen den inneren Schweinehund, seine Hirnchemie, genetische Faktoren, die Evolution selbst. Aber selbst dann gehst du ja, wenn du an dir arbeitest, davon aus, das beeinflussen zu können. Und zumindest auch die stoiker würden denke ich kaum behandeln, dass man lästiges einfach so nicht wollen kann.
Wie du schon schreibst sind Hirnchemie usw. auch Umstände über die man keine oder nur begrenzte Kontrolle hat, genauso wie externe Umstände. Deswegen sollte man aus meiner Sicht zuerst an den Erwartungen an sich selbst arbeiten, was absehbar möglich/realistisch ist, also eben keine nützliche/notwendige Fiktion (bzw. das Verlangen danach, dass die Fiktion irgendwann wahr wird) zu haben. Buddhismus konzentriert sich mehr auf den eigenen emotionalen/mentalen Umgang mit diesen Umständen, als die Umstände selbst zu überwinden. Zum Beispiel hat Buddhismus auch Selbstdisziplin nicht per se als Tugend (oder überhaupt Tugenden als solche). Buddhismus hat das "Rechte Bemühen" (right effort), aber da geht es auch eher um die innere Selbstdisziplin.
Tl;dr: Am eigenen Verhalten arbeiten ist gut, aber wichtiger ist, dass das nicht selbst wieder zur Quelle der Verzweiflung wird.