this post was submitted on 18 Jan 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Es war irgendwann in der Zeit als die Corona-Zeit zwar noch nicht vorbei war, aber die größten Verwüstungen vorerst etwas gelindert waren. Als die ersten Leute geimpft waren, als die Ausgangssperren nicht mehr waren und es auch nicht mehr Winter war. Da erzählten dann die ersten Freunde, dass es ihnen in dieser Zeit gar überhaupt nicht so gut gegangen ist. Man hörte von den ersten Bekannten, die in Therapie oder einer Klinik gegangen sind und hat es von anderen mitbekommen, dass die es auch hart nötig gehabt hätten. Aber erstmal haben die Leute geschwiegen und es in sich rein gefressen.

Und jetzt? Jetzt habe ich das Gefühl, dass in diesem aktuellen Wahnsinn gerade die psychischen Verwüstungen auch anfangen. Ich hab es bei ein, zwei Freunden bemerkt, die nicht drüber sprechen, aber wenn man sie kennt, merkt man, dass sie gerade mächtig knabbern. Das die Sicherheit komplett zerfetzt wurde, ganze Weltbilder ins Wanken geraten, die Unsicherheit Ängste macht.

Also: Wie geht ihr mit der ganzen Geschichte rund um Krieg, Trump, Wirtschaftskrise, Grönlandgier, Techimperialismus und Faschismus um? Wie geht es euch?

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[–] Ihnivid@feddit.org 18 points 1 week ago* (last edited 1 week ago) (1 children)

Wünsche mir Corona fast zurück. Gerade in der Anfangszeit war ich sogar milde optimistisch, weil es so schien, als würde die ganze Welt tatsächlich mal an einem Strang ziehen wollen.

Aber jetzt? Ich hab wieder 'ne scheiß Angst vor der Zukunft. Bin da zwar recht abgestumpft, weil aufgewachsen mit Weltuntergangsprophezeihungen, trotzdem ziemlich kacke. Unsere Gesellschaft scheint einfach komplett von den diversen Divide & Conquer Fraktionen ausgedribbelt zu werden. Und kaum was zu sehen, was wir dem entgegen setzen können. Überall dieser ganze Hass, der sich auf die Verantwortlichen (imho Politiker und Menschen mit viel zu viel Geld, die damit die Demokratie manipulieren) konzentrieren könnte.

[–] Lumidaub@feddit.org 13 points 1 week ago (1 children)

weil es so schien, als würde die ganze Welt tatsächlich mal an einem Strang ziehen wollen.

So sehr dieses.

Ich erinnere mich genau an diesen Gedanken und dieses Gefühl, zum allerersten Mal in der Menschheitsgeschichte mit "allen" im gleichen Boot zu sitzen, quasi ein paradoxes Näher-Zusammenrücken im gemeinsamen Social Distancing. Da muss doch irgendwas Gutes bei rauskommen, oder?? Und dann sind wir irgendwo falsch abgebogen. 😑

[–] foenkyfjutschah@programming.dev 3 points 1 week ago (1 children)

ja gut, aber das erste was in deutschland passierte, war keine hilfe nach italien zu schicken. eine ernst zu nehmende internationale impfkampagne gab es am ende auch nicht.

[–] Lumidaub@feddit.org 5 points 1 week ago

Nee, es ist letzten Endes alles auseinander gefallen. Aber so die ersten paar Monate waren alle noch verwirrt und unvorbereitet, da war es nicht unbedingt überraschend, dass praktische Maßnahmen erstmal Mangelware waren oder schief liefen oder in die falsche Richtung. Ich red mehr von der Mentalität, die meinem Gefühl nach vorherrschte (wenn auch nicht sonderlich lange). Ich kann das auch alles nicht an konkreten Tatsachen festmachen, deswegen sagte ich "Gefühl".