this post was submitted on 15 Jan 2026
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Immer mehr junge Erwachsene gehen keine romantischen Beziehung ein – und das hat Folgen für ihr Wohlbefinden. Eine neue Studie zeigt Genaueres.

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[–] Senseless@feddit.org 13 points 1 day ago (1 children)

Meiner Erfahrung nach und sehr verkürzt dargestellt: es hat keiner mehr Bock sich wirklich auf was einzulassen. Daher auch der Trend zu "Situationships".

[–] Cacaocow@feddit.org -5 points 1 day ago* (last edited 1 day ago) (5 children)

Wieso sollte man sich auch auf eine feste Beziehung einlassen? Die Abhängigkeiten die es früher gab, sind heutzutage einfach nicht mehr gegeben. Die Frau braucht keine Arbeitserlaubnis mehr von ihrem Vater oder Mann und der Mann braucht keine Frau mehr die Abends für ihn kocht, weil er sich an jeder Ecke was zu Essen kaufen kann. Kinderwunsch ist nicht mehr so verbreitet und auch eine Immobilie abbezahlen ist auch zu zweit kaum möglich.
Das Konstrukt der lebenslangen, monogamen, glücklichen Partnerschaft hat noch nie (gesamtgesellschaftlich) funktioniert und wurde nur von repressiven Kräften ggü. Frauen aufrecht erhalten. In einer zunehmend emanzipierten Gesellschaft sind feste Beziehungen einfach kein notwendiger Bestandteil

[–] Vinylraupe@lemmy.zip 0 points 10 hours ago

Wieso die runterwählis? Ich sehe das ähnlich das Leben ist ja kein Disneyfilm.

[–] Senseless@feddit.org 18 points 1 day ago (1 children)

Ich habe gerade nicht die Energie um gegen diesen Take zu argumentieren, möchte dennoch widersprechen.

[–] Cacaocow@feddit.org 4 points 1 day ago

Würde mich interessieren, also wenn du mal die Energie findest, hau her

[–] mtoboggan@feddit.org 11 points 1 day ago (1 children)

Das klingt nach einer sehr oberflächlichen Rechtfertigung für das eigene Single-Dasein, finde ich.

Eine feste Beziehung muss nicht monogam sein. Zudem finde ich es schwach, feste Beziehungen auf Abhängigkeiten und Materielles zu reduzieren.

Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden und erst recht nicht mit ONS oder einer Freundschaft+. Das sind ja alles Konzepte, mit denen man sich eben genau das „Komplizierte“ einer Beziehung sparen will.

[–] Cacaocow@feddit.org 1 points 1 day ago (2 children)

Eine feste Beziehung muss nicht monogam sein

Ich behaupte, dass das aber noch für viele Menschen zum selbstverständnis gehört. Klar muss es nicht so sein, aber wenn man Personen befragen würde, würden die meisten erwarten, dass wenn sie mit jemanden eine feste Beziehung haben, dass diese dann auch exklusiv ist.

Zudem finde ich es schwach, feste Beziehungen auf Abhängigkeiten und Materielles zu reduzieren.

Ist aber ein Grundlage vieler Beziehungen vor 50 Jahren. Klar, heute ist es nicht mehr so, aber das Gesellschaftsbild von einem glücklichen Leben hat sich seit dem auch nicht großartig verändert. Und das ist mein Punkt, dass jetzt die längst überfällige gesellschaftliche Veränderung eintritt. Früher war ein wichtiger Punkt für Frauen eine Beziehung einzugehen, die Abhängigkeit zum Mann, das fällt schon seit ein paar Jahrzenten weg, aber gesellschaftlich ist dieses "eine Frau muss einen Mann haben" erhalten geblieben, frag mal junge, single Frauen, wie oft sie von ihren Großeltern gefragt werden, ob sie den einen Freund haben und wann sie den vorhaben zu heiraten. Dieses Denken wird jetzt aber langsam hinterfragt und man ist jetzt nicht mehr so leicht bereit eine Beziehung einzugehen, weil Grundlage der Beziehung halt "emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit" sein soll. Der Anspruch ist nichtmehr es soll einigermaßen passen, sondern es muss perfekt passen. Ansonsten lohnt sich das "Komplizierte" halt nicht, weil die Prioritäten woanders liegen (Unabhängigkeit, Karriere etc.).

Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden

Trifft wohl eher auf Männer zu, da hier auch gute Freundschaften oberflächlicher sind, als es bei Frauen der Fall ist. Zudem man natürlich auch nicht mit allen Freunden eine so tiefe Beziehung hat, sondern auch das eher die Ausnahme ist. Am Ende kommt es nämlich häufiger vor, dass Freunde einen nach einer gescheiterten Beziehung auffangen, als der/die Partner*in nach einer gescheiterten Freundschaft.

[–] mtoboggan@feddit.org 1 points 8 hours ago* (last edited 6 hours ago)

Sieh dich mal in passenden Communities um, da findet auch der polyamore oder zumindest nicht-monogame Topf einen Deckel. Du formulierst es so, als sei eine nicht-monogame Sichtweise Grund dafür, keine Beziehungen eingehen zu können.

Ich finde es immer noch merkwürdig, dass Du Beziehungen quasi als exotisch und als Ausnahme verkaufen willst. Das deckt sich weder mit meinen Beobachtungen im Freundes- und Bekanntenkreis, in meinem Kollegium, noch bei Bekannten/Freunden von anderen Menschen in meinem Umfeld.

Meiner Erfahrung nach sind Männer die glücklicheren Singles (für eine gewisse Zeit). Aber vielleicht kenne ich auch nur Single-Frauen mit schlechten Freundschaften. Und du Männer und Frauen, deren Beziehungen weder Unabhängigkeit, noch Karriere oder Selbstverwirklichung zulassen. Vielleicht gibst Du dem Ganzen ja irgendwann noch mal eine Chance.

[–] killingspark@feddit.org 0 points 12 hours ago

Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden

Trifft wohl eher auf Männer zu, da hier auch gute Freundschaften oberflächlicher sind, als es bei Frauen der Fall ist.

Word

[–] Witziger_Waschbaer@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Weils Spaß macht und viel Halt geben kann. Das Leben gemeinsam angehen. Die Stärken, Schwächen und Eigenarten eines anderen Menschen kennen zu lernen und die eigenen zu offenbaren bietet ganz andere Möglichkeiten zur Reflexion und Entwicklung als es alleine der Fall ist. Sich absolut bedingungslos darauf verlassen zu können, dass einem wer zur Seite springt, egal was los ist, kann viel Sorge nehmen. Also dass waren Gründe die dafür sprechen, eine Beziehung einzugehen. Notwendig in dem Sinne ist das natürlich nicht. Ich kenne auch Menschen, die da keine Lust drauf haben. Aber im Idealfall können das ja alle so machen, wie sie es für richtig halten.

[–] Cacaocow@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Aber diese Bedürfnisse sollten/können ja auch "normale" Freunde erfüllen

Naja im Endeffekt läuft das dann auf die Frage hinaus, wo da eigentlich die Grenze verläuft. Hat man mit seinen Freund:innen Sex? Und redet über alles was damit so einher geht? Legt man sich jeden Abend mit seinen Freund:innen ins Bett und rekapituliert den Tag, auch in den kleinen Details, die einen vielleicht über die Maßen beschäftigt haben? Können Freund:innen wirklich immer alles stehen und liegen lassen um für einen da zu sein? Auch wenn sie vielleicht selbst Beziehungen führen oder Kinder haben? Möglich, dass es Freundschaften gibt, die so funktionieren. Aber was unterscheidet die dann von einer Beziehung? Irgendwie ist es halt generell alles ein Spektrum.

[–] Phineaz@feddit.org 1 points 1 day ago

Ich habe so ein Gefühl, dass dahinter ein privates Trauma steckt.