this post was submitted on 10 Jan 2026
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Ja danke aber auch, fickt euch doch ins Knie...
Ich warte jetzt nur noch darauf das die zukünftige AgD/CxU Regierung das ganze auch hier einführt.
Ironischerweise traue ich nur den ~~PDS~~ SED Nachfolgeparteien zu, die Totalüberwachung verhindern zu wollen.
Katja Kipping
Jetzt bitte von dir der Gegenbeweis, wann die Linke eine Totalüberwachung wollte, oder lass dieses dümmlich PDS Gequatsche..
Entschuldige bitte, der Post war nicht als Angriff auf die PDS gedacht. Ich wollte nicht implizieren, dass die PDS für Überwachung war. Ich fand SED Nachfolgeparteien unschöner, weil der Name sehr negativ besetzt ist, werde das aber jetzt korrigieren.
Ja, ne, das seh ich auch als berechtigte Verwunderung. Die mehr-oder-weniger-Nachfolgepartei der SED muss sich schon anhören, dass sie eben mehr-oder-weniger-Nachfolgepartei der SED ist.
Ich bin aber durchaus der Meinung, dass die heutige Linke in den meisten Punkten nicht mehr viel mit den Stasi-Architekten gemeinsam hat. Parteien ändern sich, früher dachte man auch mal, FDP und Grüne wären für Bürgerrechte. Die aktuelle Linke ist, auch wenn ich mich absolut nicht als Marxist sehe, in der Sache erstaunlich nahe an meinem Weltbild. Die ist aber natürlich auf Bundesebeneauch immer in der Opposition, da ist es fairerweise auch einfacher, Forderungen zu stellen.
Nur, wenn man das Spiel mitspielt. Im Prinzip wollen die meisten Menschen eine soziale und gerechte Gesellschaft, aber Dank der Parteispitzen ergibt sich immer eine andere Politik.
Wenn die Mitglieder jeder Partei direkt miteinander reden würden, und dann Gemeinsamkeiten finden würden, für die dann Kandidaten gefunden werden, die diese auch vertreten, dann gäbe es eine andere Politik.
Diese Willensfindung könnte Die Linke betreiben und dadurch ein Vertrauen und die Relevanz aufbauen, die zur Regierungsbeteiligung führen würden. Das Soziale ist der eigentliche Schnittpunkt aller Parteien.
Hm, schön wär's.
Ich sehe halt auch ein, dass, frei nach Lindner, nicht regieren manchmal besser ist. Sonst muss man halt "mit Bauchschmerzen" Dingen zustimmen, die eigentlich den eigenen Prinzipien entgegenstehen, das sieht man immer wieder. Manchmal ist kein Kompromiss möglich, oder wenn er möglich ist, zerstört er das Vertrauen in die Prinzipien.
Wieso nicht? Sozial ist nur nicht das Wichtigste für alle.
Sozial wäre z.B. Autos und Fleisch für alle (die wollen), braucht aber viele Resourcen und Massentierhaltung.
In einer Koalition mit den Grünen gibt es aber z.B. Steuern auf Massentierhaltung, die vor allem arme Menschen trifft.
Die Kunst besteht darin, die Anforderungen fair auszutarieren und die Abwägungen zugänglich zu kommunizieren, so dass sie nicht als Nachteil empfunden werden sondern mitgetragen werden.
"Sozial" ist aber auch ein verdammt unscharfer Begriff. Was heißt sozial? Ist es sozialer, Schnitzel für 99 ct zu haben, oder was gegen Antibiotokaresistenzen durch Massentierhaltung zu tun? Ist es sozial, mich meinen Porsche fahren zu lassen, oder mir den Porsche wegzunehmen, um damit Buslinien zu finanzieren?
Am ehesten würde ich noch, frei nach Wikipedia, "für das Gemeinwohl die eigenen Interessen zurücknehmen" gelten lassen. Und da sind viele Parteien schon ziemlich gegen. Oder, zumindest, haben sie deutlich unterschiedliche Vorstellungen davon, was das Gemeinwohl fördert.
Daher wäre es doch gut, wenn eine Partei für die Bürger im Dialog ermitteln würde, was wir als Gesellschaft wollen, so dass die Bürger glücklich sind und das Gemeinwohl möglichst groß ist. Wenn die Spitzenpolitiker Koalitionsverhandlungen haben, ist das nicht das Gleiche.
Linke Kommunikationskultur sollte doch die Integration ganz unterschiedlicher Werte ermöglichen, ohne dies mit Stärke durchsetzen zu müssen.
Ja, aber was ist, wenn ich ganz andere Werte habe als du? Wir beide glauben natürlich, Recht zu haben. Was, wenn ich sage, Massentierhaltung ist böse, weil Umweltverschmutzung und Tierleid, und du sagst, nein, das ist bezahlbares Essen für alle und gerade die ärmeren? Was machen wir dann? Ein bisschen Massentierhaltung? Das klingt für mich ziemlich nach genau dem "Realpolitik"-Kompromiss, den es in der Politik meistens gibt.
Ja, klar, wenn wir alle einer Meinung wären, dann könnten wir uns den Mehrparteienstaat auch sparen. Seh ich aber nicht wirklich.
Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Vieles ist möglich und muss abgewogen werden. Anders als in Koalitionsverhandlungen muss es keine Verhandlung sein sondern man kann sich die echten Gefühle der Menschen anschauen und daraus die Lösung entwickeln.
Wenn das Tierwohl so wichtig ist, könnte es ja eine Sozialumlage geben, so dass alle moralisch vertretbar Fleisch essen können.
Nach dem Mauerfall sind ja auch viele aus der SED oder SED light (Ost-CDU) zur CDU gewechselt.