this post was submitted on 02 Jan 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Du projizierst deinen Gerechtigkeitssinn auf eine idealisierte EU und verkennst dabei ihren Charakter als kapitalistische, imperiale Großmacht, die ihren Einfluss durch ökonomischen/geldpolitischen Druck, Neolokonialismus und in Zukunft zusehends direkte militärische Intervention aufrechterhalten und ausdehnen will, um weltweit besseren Zugriff auf Märkte, Ressourcen und billigst-Arbeitskräfte zu erlangen.
Frag mal außerhalb von Europa, ob dort die EU als Friedensmacht oder Verteidigerin von Menschenrechten angesehen wird. Diese Erzählung ist lediglich das Feigenblatt des neuen europäischen Imperialismus, der versucht, sich von der Kontinuität seines kolonialen Erbes zu distanzieren. Ein Erbe, das in der Vergangenheit weltweit Tod und Verwüstung gebracht hat; das schlussendlich nicht aufgrund eines humanistisch-idealistischen Umdenkens, sondern nur aufgrund des militärischen Unvermögens Frankreichs etc., ihre Kolonien weiter zu halten, zurückgedrängt werden konnte.
Europa wird außenpolitisch überwiegend positiv wahrgenommen. Das ist natürlich in Ländern die kolonialisiert wurden nicht ganz so unkritisch, aber der überwiegende Grundtenor. Und das ist nicht nur meine anekdotische Wahrnehmung, sondern auch die Datenlage, die sich aus den statistischen Erhebungen z.B. von PEW Research ergeben.